Mukoviszidose-assoziierter Diabetes (CFRD): Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2020 untersucht die Wirksamkeit verschiedener medikamentöser Therapien beim Mukoviszidose-assoziierten Diabetes (CFRD). Im Fokus stehen die Auswirkungen von Insulin und oralen Antidiabetika auf den Blutzuckerspiegel, die Lungenfunktion und das Gewichtsmanagement.

Laut den im Review zitierten Leitlinien der Cystic Fibrosis Foundation (USA) wird bei einer CFRD-Diagnose grundsätzlich eine Therapie mit kurz- und langwirksamem Insulin empfohlen.

Die Diagnose eines CFRD basiert auf spezifischen Grenzwerten. Dazu gehören ein Nüchternblutzucker von über 6,94 mmol/L (125 mg/dL), ein Wert im oralen Glukosetoleranztest von über 11,11 mmol/L (200 mg/dL) nach zwei Stunden, ein Gelegenheitsblutzucker über 11,11 mmol/L bei symptomatischem Diabetes oder ein HbA1c-Wert von mindestens 6,5 %.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Obwohl der Cochrane Review keine eindeutige Überlegenheit von Insulin gegenüber oralen Antidiabetika wie Repaglinid belegt, wird in der klinischen Praxis gemäß der US-amerikanischen Leitlinien weiterhin primär Insulin eingesetzt. Es wird empfohlen, bei der Therapiewahl die hohe allgemeine Behandlungslast von Mukoviszidose-Erkrankten zu berücksichtigen, was in Einzelfällen eine orale Therapie zu einer praktikablen Option machen kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut den im Review zitierten Kriterien wird die Diagnose unter anderem bei einem Nüchternblutzucker von über 6,94 mmol/L (125 mg/dL) oder einem HbA1c-Wert von mindestens 6,5 % gestellt. Auch ein 2-Stunden-Wert im oGTT von über 11,11 mmol/L (200 mg/dL) ist diagnostisch.

Der Cochrane Review fand keine schlüssige Evidenz dafür, dass Insulin bei der Blutzuckerkontrolle oder den klinischen Endpunkten einen eindeutigen Vorteil gegenüber oralen Wirkstoffen wie Repaglinid bietet. Dennoch bleibt Insulin die von Fachgesellschaften am häufigsten empfohlene Standardtherapie.

In einer kleinen untersuchten Studie zeigten sich keine signifikanten Unterschiede bezüglich der postprandialen Glukosewerte, des Gewichts oder der Hypoglykämierate. Es wird jedoch berichtet, dass alle Studienteilnehmer nach Abschluss der Studie die Behandlung mit dem langwirksamen Glargin fortsetzen wollten.

Die im Review analysierten Studien konnten keinen signifikanten Unterschied in der Lungenfunktion zwischen den mit Insulin oder Repaglinid behandelten Gruppen und den Placebo-Gruppen nachweisen. Die Evidenzqualität für diesen Endpunkt wird als niedrig eingestuft.

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Quelle: Cochrane Review: Drug treatments for managing cystic fibrosis-related diabetes (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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