Platininduzierte Ototoxizität bei Kindern: Prävention

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Platinbasierte Chemotherapien wie Cisplatin, Carboplatin oder Oxaliplatin werden häufig zur Behandlung von Krebserkrankungen im Kindesalter eingesetzt. Eine der schwerwiegendsten unerwünschten Wirkungen dieser Medikamente ist die Ototoxizität, die sich als irreversibler Hörverlust oder Tinnitus manifestieren kann.

Ein solcher Hörverlust tritt oft bilateral und symmetrisch auf und betrifft zunächst die höheren Frequenzen. Er kann sich nicht nur während der Therapie, sondern auch noch Jahre nach Behandlungsende weiter verschlechtern.

Besonders bei Kleinkindern kann eine Hörminderung die schulische und psychosoziale Entwicklung erheblich beeinträchtigen. Daher ist die Suche nach präventiven Maßnahmen, wie etwa der Anpassung von Infusionsdauern, von großer klinischer Bedeutung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review betont, dass eine fehlende Evidenz für einen Effekt nicht mit dem Nachweis der Wirkungslosigkeit gleichzusetzen ist. Es wird darauf hingewiesen, dass ein platininduzierter Hörverlust auch noch Jahre nach Abschluss der Chemotherapie auftreten oder sich verschlechtern kann. Daher wird eine langfristige audiologische Nachsorge bei betroffenen Kindern als essenziell erachtet.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review gibt es derzeit keine ausreichende Evidenz, dass eine kontinuierliche Infusion im Vergleich zu einer Bolusgabe das Risiko für einen Hörverlust senkt. Die verfügbaren Daten zeigen keinen eindeutigen Unterschied zwischen den Infusionsdauern.

Der Review nennt unter anderem ein jüngeres Alter, eine Schädelbestrahlung und eine eingeschränkte Nierenfunktion als Risikofaktoren. Zudem wird auf die gleichzeitige Gabe anderer ototoxischer Medikamente wie Aminoglykoside oder Furosemid hingewiesen.

Gemäß dem Review verursacht Cisplatin wesentlich häufiger einen Hörverlust als Carboplatin. Oxaliplatin scheint unter den Platin-Analoga die geringste Ototoxizität aufzuweisen.

Die Ototoxizität kann bereits während der laufenden Therapie beginnen. Der Review hebt jedoch hervor, dass sich das Gehör auch noch Jahre nach Behandlungsende weiter verschlechtern kann.

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Quelle: Cochrane Review: Different infusion durations for preventing platinum-induced hearing loss in children with cancer (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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