CochraneIa2025

Kognitive Verhaltenstherapie bei Insomnie bei Krebs: Cochrane

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Insomnie ist ein häufiges und belastendes Problem für Menschen mit einer Krebserkrankung. In der Allgemeinbevölkerung gilt die kognitive Verhaltenstherapie bei Insomnie (CBT-I) als empfohlene Erstlinientherapie.

Ein aktueller Cochrane-Review aus dem Jahr 2025 untersucht die Wirksamkeit von CBT-I spezifisch bei onkologischen Erkrankungen. Die Meta-Analyse schließt 21 randomisiert-kontrollierte Studien mit über 2400 Teilnehmenden ein.

Die meisten untersuchten Personen waren Überlebende einer Brustkrebserkrankung. Die Therapie erfolgte typischerweise über vier bis zwölf Wochen, entweder durch Therapeuten oder als digitales Programm.

Empfehlungen

Der Cochrane-Review fasst die Evidenz zur kognitiven Verhaltenstherapie bei Insomnie (CBT-I) im onkologischen Kontext zusammen.

Subjektive und objektive Schlafparameter

Laut Review bietet CBT-I im Vergleich zu inaktiven Kontrollgruppen kleine bis sehr kleine Verbesserungen bei der patientenberichteten Insomnie-Schwere und der Schlafqualität. Die Evidenz hierfür wird als sehr niedrig bis moderat eingestuft.

Bei den objektiven Schlafparametern zeigt sich laut den Autoren ein weniger klares Bild. Es wird kaum ein Unterschied bei der Einschlaflatenz oder der Gesamtschlafzeit gemessen.

Vergleich der Interventionen

Die Meta-Analyse vergleicht CBT-I mit inaktiven Kontrollgruppen sowie mit aeroben Aktivitäten. Die Ergebnisse der subjektiven Parameter (Schlaftagebücher und Fragebögen) stellen sich wie folgt dar:

EndpunktCBT-I vs. Inaktive KontrolleCBT-I vs. Aerobe Aktivitäten
Insomnie-Schwere (ISI)Leichte ReduktionReduktion
Schlafqualität (PSQI)Leichte ReduktionReduktion
Einschlaflatenz (SOL)Wahrscheinliche ReduktionKein wesentlicher Unterschied
Schlafeffizienz (SE)Sehr leichte VerbesserungLeichte Verbesserung
Gesamtschlafzeit (TST)Kein wesentlicher UnterschiedKein wesentlicher Unterschied

Sicherheit und klinische Anwendung

Bezüglich schwerwiegender unerwünschter Ereignisse (SAEs) wird kein wesentlicher Unterschied zwischen CBT-I und den Vergleichsgruppen festgestellt.

Die Entscheidung für eine CBT-I sollte laut den Autoren individuell getroffen werden. Dabei wird empfohlen, die Verfügbarkeit der Therapie, die Kosten sowie die Präferenzen der Behandelten und Behandelnden zu berücksichtigen.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Es wird im Review darauf hingewiesen, dass CBT-I bei onkologischen Erkrankungen zwar die subjektiv empfundene Schlafqualität und Insomnie-Schwere verbessert, objektive Messungen des Schlafs jedoch oft keine signifikanten Veränderungen zeigen. In der klinischen Praxis sollte der Fokus bei der Evaluation des Therapieerfolgs daher primär auf dem subjektiven Leidensdruck der Betroffenen liegen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane-Review führt CBT-I zu kleinen Verbesserungen der subjektiven Schlafqualität und einer Reduktion der Insomnie-Schwere. Die Effekte auf objektive Schlafparameter sind jedoch gering.

In den untersuchten Studien wurde die CBT-I typischerweise über einen Zeitraum von vier bis zwölf Wochen durchgeführt. Sie erfolgte entweder durch Therapeuten oder über digitale Programme.

Der Review zeigt, dass CBT-I im Vergleich zu aeroben Aktivitäten die Insomnie-Schwere und Schlafqualität reduzieren kann. Bei der Einschlaflatenz und der Gesamtschlafzeit ergaben sich im Schlaftagebuch jedoch keine wesentlichen Unterschiede.

Die Meta-Analyse stellt fest, dass es kaum Unterschiede bei schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen zwischen CBT-I und den Kontrollgruppen gibt. Die Therapie gilt als sicher.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Cochrane Review: Cognitive behavioural therapy for insomnia in people with cancer (Cochrane, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien