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Enuresis nocturna: Alarm-Therapie vs. Desmopressin

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Enuresis nocturna (Bettnässen) betrifft bis zu 20 % der fünfjährigen Kinder. Die Erkrankung kann erhebliche soziale, emotionale und psychologische Auswirkungen auf das Kind und seine Familie haben.

Zu den gängigen Behandlungsmöglichkeiten gehören Alarm-Interventionen, Verhaltensmaßnahmen und medikamentöse Therapien. Alarm-Systeme werden durch Urinabgang aktiviert und sollen das Kind konditionieren, bei voller Blase aufzuwachen.

Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2020 untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit von Alarm-Interventionen. Dabei werden diese mit keiner Behandlung, Placebo, Medikamenten und anderen Verhaltenstherapien verglichen.

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💡Praxis-Tipp

Der Review hebt hervor, dass die Alarm-Therapie im Vergleich zu Desmopressin ein geringeres Risiko für unerwünschte Ereignisse aufweist. Da Eltern medikamentösen Therapien oft zurückhaltend gegenüberstehen, behält die Alarm-Therapie einen wichtigen Stellenwert in der Praxis. Es wird darauf hingewiesen, dass historische Alarm-Systeme mit Elektroschocks aufgrund von Verbrennungen und Angstzuständen obsolet sind.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review ist die Alarm-Therapie wirksamer als keine Behandlung. Sie reduziert die Anzahl der nassen Nächte und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind auch nach Therapieende trocken bleibt.

Der Review zeigt am Ende der Behandlung keinen sicheren Unterschied in der Wirksamkeit zwischen beiden Optionen. Allerdings bleiben nach Absetzen der Alarm-Therapie wahrscheinlich mehr Kinder dauerhaft trocken, und es treten weniger Nebenwirkungen auf.

Ja, der Review deutet darauf hin, dass eine Kombinationstherapie vorteilhaft sein kann. Die Kombination aus Alarm und Desmopressin ist wahrscheinlich wirksamer als die alleinige Gabe von Desmopressin.

Zu den berichteten unerwünschten Ereignissen zählen ein Nicht-Erwachen des Kindes, Fehlalarme, das Aufwecken anderer Familienmitglieder sowie Unbehagen. Insgesamt ist das Nebenwirkungsrisiko laut Review jedoch geringer als bei einer medikamentösen Therapie.

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Quelle: Cochrane Review: Alarm interventions for nocturnal enuresis in children (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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