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Harninkontinenz nach Schlaganfall: Therapie-Empfehlung

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2019 untersucht Maßnahmen zur Behandlung der Harninkontinenz bei Erwachsenen nach einem Schlaganfall. Harninkontinenz betrifft in der akuten Phase etwa die Hälfte aller hospitalisierten Schlaganfallpatienten.

Auch ein Jahr nach dem Ereignis leiden noch etwa 15 bis 38 Prozent der Betroffenen an einer Inkontinenz. Diese Symptomatik beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich und ist stark mit dem Auftreten von Depressionen assoziiert.

Zudem kann eine fortbestehende Inkontinenz die Teilnahme an Rehabilitationsmaßnahmen erschweren und den Zeitpunkt der Krankenhausentlassung verzögern. Der Review wertet Daten aus 20 randomisierten und quasi-randomisierten Studien mit insgesamt 1338 Teilnehmern aus.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review betont, dass die Evidenz für spezifische Inkontinenztherapien nach einem Schlaganfall stark limitiert ist. Es wird hervorgehoben, dass eine individualisierte Beurteilung und Zielsetzung sinnvoll erscheint, um die Maßnahmen an die spezifischen neurologischen und funktionellen Defizite der Betroffenen anzupassen.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review sind in der akuten Phase etwa 40 bis 60 Prozent der hospitalisierten Schlaganfallpatienten von einer Harninkontinenz betroffen. Nach einem Jahr leiden immer noch etwa 15 Prozent der Betroffenen an diesen Beschwerden.

Der Review deutet darauf hin, dass verhaltensorientierte Maßnahmen wie Beckenbodentraining die Anzahl der Inkontinenzepisoden reduzieren können. Die Evidenzqualität für diese Aussage wird jedoch als niedrig eingestuft.

Komplementäre Therapien wie Akupunktur oder Elektroakupunktur können laut den ausgewerteten Studien die Wahrscheinlichkeit erhöhen, nach der Behandlung wieder kontinent zu sein. Auch hier ist die Qualität der zugrundeliegenden Evidenz jedoch gering.

Eine strukturierte Betreuung durch speziell ausgebildete Pflegekräfte zeigt laut Review wahrscheinlich keinen signifikanten Unterschied in der Kontinenzrate nach drei Monaten. Diese Erkenntnis basiert auf Evidenz von moderater Qualität.

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Quelle: Cochrane Review: Interventions for treating urinary incontinence after stroke in adults (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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