CochraneIa2019Gynäkologie

Akupunktur bei PCOS: Zyklusregulierung und Fertilität

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) ist klinisch durch Oligo- beziehungsweise Amenorrhö, Infertilität und Hirsutismus gekennzeichnet. Konventionelle Behandlungsansätze umfassen medikamentöse Therapien, Lebensstiländerungen und chirurgische Verfahren.

Es wird postuliert, dass Akupunktur die Produktion von Beta-Endorphinen beeinflusst. Dies könnte sich auf die Sekretion des Gonadotropin-Releasing-Hormons (GnRH) auswirken und somit eine Rolle bei der Ovulationsinduktion spielen.

Dieser Artikel fasst die Ergebnisse eines Cochrane Reviews zusammen, der die Wirksamkeit und Sicherheit von Akupunktur bei oligo- oder anovulatorischen Frauen mit PCOS untersucht. Die Analyse basiert auf acht randomisiert-kontrollierten Studien (RCTs) mit insgesamt 1546 Teilnehmerinnen.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Aufklärung über Akupunktur als Therapieoption bei PCOS sollte kommuniziert werden, dass die aktuelle Studienlage keine signifikante Verbesserung der Fertilitätsraten belegt. Zudem ist laut Cochrane Review bei echter Akupunktur im Vergleich zur Schein-Akupunktur mit einer moderaten Zunahme unerwünschter Ereignisse wie Hämatomen oder Schwindel zu rechnen.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review gibt es keine eindeutigen Belege dafür, dass Akupunktur die Lebendgeburten- oder Schwangerschaftsrate bei PCOS signifikant erhöht. Die Evidenzqualität zu diesen Endpunkten wird als niedrig eingestuft.

Die Daten deuten darauf hin, dass sich die Anzahl der intermenstruellen Tage durch echte Akupunktur im Vergleich zu Schein-Akupunktur möglicherweise verringert. Auch hier ist die Evidenzqualität jedoch niedrig.

Der Review berichtet von einer wahrscheinlichen Zunahme unerwünschter Ereignisse bei echter Akupunktur. Zu den dokumentierten Nebenwirkungen gehören Schwindel, Übelkeit und subkutane Hämatome.

Der aktuelle Review konnte keine Daten zu Lebendgeburten oder Mehrlingsschwangerschaften im direkten Vergleich zwischen Akupunktur und Clomifen ermitteln. Die Überlegenheit oder Gleichwertigkeit in diesem Vergleich bleibt unklar.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Cochrane Review: Acupuncture for polycystic ovarian syndrome (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.