Citalopram: Therapie in Schwangerschaft und Stillzeit

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Embryotox (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Citalopram ist ein selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), der häufig zur Behandlung von Depressionen und Angststörungen eingesetzt wird. Die medikamentöse Therapie psychiatrischer Erkrankungen während der Schwangerschaft und Stillzeit erfordert eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung.

Laut dem Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie (Embryotox) der Charité Berlin gehört Citalopram zu den gut untersuchten Antidepressiva in der Schwangerschaft. Die Risikoeinstufung für diesen Wirkstoff wird generell als akzeptabel bewertet.

Da eine unbehandelte mütterliche Depression ebenfalls Risiken für Mutter und Kind birgt, kann eine stabile medikamentöse Einstellung essenziell sein. Diese Zusammenfassung basiert auf der kurzen Embryotox-Monographie zu Citalopram.

Empfehlungen

Die Embryotox-Empfehlungen strukturieren sich nach den Schwangerschaftsphasen und der Stillzeit:

Schwangerschaft (1. bis 3. Trimenon)

  • 1. Trimenon (SSW 1-12): Die Anwendung wird als akzeptabel eingestuft, da viel Erfahrung mit dem Wirkstoff vorliegt. Bei einer Neueinstellung wird jedoch Sertralin bevorzugt.

  • 2. Trimenon (SSW 13-27): Es wird empfohlen, eine stabile Therapie mit Citalopram fortzuführen.

  • 3. Trimenon (SSW 28-40): Auch im letzten Trimenon sollte eine stabile Therapie beibehalten werden. Die Leitlinie weist darauf hin, dass ein neonatales Anpassungsstörungssyndrom beim Neugeborenen möglich ist.

Stillzeit

Die Einnahme von Citalopram während der Stillzeit gilt laut Embryotox als akzeptabel. Es wird jedoch angemerkt, dass die Wirkstoffspiegel in der Muttermilch etwas höher ausfallen als bei Sertralin.

Therapieplanung und Alternativen

Es wird ausdrücklich empfohlen, eine gut eingestellte und stabile Citalopram-Therapie wegen einer Schwangerschaft nicht umzustellen. Es werden zudem regelmäßige psychiatrische Verlaufskontrollen angeraten.

Die Leitlinie vergleicht Citalopram mit anderen SSRI hinsichtlich der Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit:

WirkstoffStatus bei NeueinstellungBesonderheiten in der Stillzeit
CitalopramNicht 1. WahlEtwas höhere Milchspiegel als Sertralin
Sertralin1. Wahl (bevorzugt)Geringere Milchspiegel als Citalopram
EscitalopramGleichwertig zu CitalopramGleichwertiges Profil zu Citalopram
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis der Embryotox-Empfehlung ist, dass eine stabile und gut funktionierende Therapie mit Citalopram bei Eintritt einer Schwangerschaft nicht umgestellt werden sollte. Bei einer notwendigen Neueinstellung eines Antidepressivums in der Schwangerschaft wird hingegen Sertralin als Mittel der ersten Wahl bevorzugt. Zudem wird empfohlen, nach der Geburt auf mögliche Anzeichen eines neonatalen Anpassungsstörungssyndroms zu achten.

Häufig gestellte Fragen

Laut Embryotox wird die Einnahme von Citalopram in allen Trimenons als akzeptabel eingestuft. Es handelt sich um ein gut untersuchtes SSRI in der Schwangerschaft.

Die Empfehlung lautet, eine stabile Therapie mit Citalopram nicht umzustellen oder abzusetzen. Eine gut eingestellte Medikation sollte zur Vermeidung von psychiatrischen Rückfällen fortgeführt werden.

Wenn eine medikamentöse Therapie in der Schwangerschaft neu begonnen wird, empfiehlt Embryotox Sertralin als Mittel der ersten Wahl.

Bei einer Einnahme im dritten Trimenon ist laut Quelle ein neonatales Anpassungsstörungssyndrom beim Neugeborenen möglich. Eine entsprechende pädiatrische Beobachtung nach der Geburt wird angeraten.

Die Anwendung in der Stillzeit gilt als akzeptabel. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Citalopram-Spiegel in der Muttermilch etwas höher sind als bei Sertralin.

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Quelle: Embryotox: Citalopram - Schwangerschaft/Stillzeit (Embryotox, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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