CochraneIa2019

Asthma bei Kindern: Selbstmanagement und Notfallrisiko

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Asthma ist eine der häufigsten chronischen Atemwegserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Ein effektives Selbstmanagement, wie die korrekte Inhalatortechnik und das Erkennen von Symptomen, ist für die Asthmakontrolle essenziell.

Schulen bieten ein unterstützendes Umfeld, um eine große Anzahl von Kindern zu erreichen. Dies gilt insbesondere für Kinder, die nicht regelmäßig an der primärärztlichen Versorgung teilnehmen.

Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2019 untersucht die Wirksamkeit schulbasierter Selbstmanagement-Interventionen. Zudem analysiert die Arbeit, welche spezifischen Merkmale zu einer erfolgreichen Umsetzung dieser Programme beitragen.

Empfehlungen

Der Cochrane Review fasst die Evidenz zu schulbasierten Selbstmanagement-Interventionen bei Asthma zusammen.

Klinische Endpunkte

Laut Meta-Analyse verbessern schulbasierte Interventionen im Vergleich zur Standardversorgung verschiedene klinische Parameter. Die Effekte auf die Gesundheitsversorgung stellen sich wie folgt dar:

EndpunktStandardversorgungMit schulbasierter InterventionEvidenzgrad
Krankenhauseinweisungen (12 Monate)-Reduktion um 0,16 Aufnahmen pro KindModerat
Besuche in der Notaufnahme (12 Monate)7,5 %5,4 %Niedrig
Ungeplante Arztbesuche (6-9 Monate)26 %21 %Moderat

Zudem reduzieren die Interventionen wahrscheinlich die Tage mit eingeschränkter Aktivität um knapp einen halben Tag pro Zwei-Wochen-Zeitraum. Die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Kinder wird durch die Programme leicht verbessert.

Unsichere Effekte

Die Auswirkungen auf Fehlzeiten in der Schule sind laut Review unsicher, da die Studienergebnisse stark variieren. Ebenso reicht die Evidenz nicht aus, um einen Effekt auf den Bedarf an Bedarfsmedikation (Reliever) nachzuweisen.

Erfolgsfaktoren für die Umsetzung

Der Review identifiziert spezifische Merkmale, die mit einer erfolgreichen Implementierung der Programme assoziiert sind. Es wird hervorgehoben, dass erfolgreiche Interventionen:

  • Auf einem theoretischen Konzept basieren

  • Die Eltern aktiv in das Programm einbinden

  • Eine hohe Zufriedenheit bei den teilnehmenden Kindern erreichen

  • Außerhalb der Freizeit der Kinder (also während der regulären Schulzeit) stattfinden

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Review ist die Einbindung der Eltern ein entscheidender Faktor für den Erfolg von schulbasierten Asthma-Programmen. Zudem wird betont, dass Interventionen eine höhere Teilnahmequote erzielen, wenn sie während der regulären Schulzeit und nicht in der Freizeit der Kinder stattfinden.

Häufig gestellte Fragen

Ja, der Cochrane Review zeigt, dass schulbasierte Selbstmanagement-Interventionen Krankenhauseinweisungen reduzieren. Im Durchschnitt sinkt die Rate um etwa 0,16 Aufnahmen pro Kind über einen Zeitraum von 12 Monaten.

Die Evidenz bezüglich der Schulfehlzeiten ist laut Meta-Analyse unsicher. Die Ergebnisse der eingeschlossenen Studien variieren zu stark, um eine verlässliche Aussage über die Reduktion von Fehltagen zu treffen.

Erfolgreiche Programme basieren laut Review auf einem theoretischen Rahmenkonzept und binden die Eltern aktiv ein. Zudem ist es förderlich, wenn die Interventionen nicht in der Freizeit der Kinder, sondern während der Schulzeit durchgeführt werden.

Derzeit reicht die Evidenz nicht aus, um zu belegen, ob der Bedarf an Reliever-Medikamenten durch diese Interventionen beeinflusst wird. Der Review stuft die Vertrauenswürdigkeit der Daten hierzu als sehr niedrig ein.

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Quelle: Cochrane Review: School-based self-management interventions for asthma in children and adolescents: a mixed methods systematic review (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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