Amoxicillin/Clavulansäure: Indikation und Dosierung
Hintergrund
Amoxicillin/Clavulansäure ist eine Kombination aus einem Beta-Laktam-Antibiotikum und einem Beta-Laktamase-Inhibitor. Sie wird in der Kategorie der Antiinfektiva geführt.
Der Wirkmechanismus beruht darauf, dass Clavulansäure irreversibel Klasse-A-Beta-Laktamasen (wie TEM-1 und SHV-1) hemmt. Dadurch wird die Wirksamkeit von Amoxicillin gegen ansonsten resistente Erreger wiederhergestellt.
Das Wirkspektrum wird durch diese Kombination auf Erreger wie Methicillin-sensiblen Staphylococcus aureus (MSSA), Haemophilus influenzae, Moraxella catarrhalis und einige Escherichia coli-Stämme erweitert.
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Kurzprofil der DrugBank-Datenbank.
Empfehlungen
Das DrugBank-Profil beschreibt folgende klinische Anwendungsbereiche und pharmakologische Eigenschaften:
Indikationen
Laut Quelle wird die Kombinationstherapie für verschiedene bakterielle Infektionen eingesetzt:
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Akute Sinusitis und akute Otitis media
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Infektionen der tiefen Atemwege
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Komplizierte Harnwegsinfektionen
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Haut- und Weichteilinfektionen
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Bisswunden (von Tieren und Menschen)
Einnahme und Pharmakokinetik
Beide Wirkstoffkomponenten werden oral gut resorbiert und weisen eine Halbwertszeit von 1 bis 1,5 Stunden auf. Die Clavulansäure wird hepatisch metabolisiert.
Es wird empfohlen, das Medikament zu Beginn einer Mahlzeit einzunehmen. Dies dient der Reduktion von gastrointestinalen Nebenwirkungen.
Interaktionen und Nebenwirkungen
Das Profil weist auf ein erhöhtes Risiko für Diarrhö im Vergleich zur reinen Amoxicillin-Gabe hin, was durch die Clavulansäure bedingt ist. Weitere mögliche Nebenwirkungen umfassen Übelkeit, Erbrechen, Hautausschlag, vaginale Candidose und eine meist reversible cholestatische Hepatotoxizität.
Bei der Kombinationstherapie mit anderen Medikamenten sind laut Quelle folgende Wechselwirkungen zu beachten:
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Methotrexat: reduzierte Clearance
-
Probenecid: erhöhte Wirkstoffspiegel
-
Warfarin: Notwendigkeit der INR-Überwachung
-
Mycophenolat: verminderte Absorption
Dosierung
Die Quelle nennt folgende Dosierungsschemata für die orale Anwendung:
| Dosierungsschema | Einzeldosis (Amoxicillin/Clavulansäure) | Frequenz |
|---|---|---|
| Standarddosierung | 500 mg / 125 mg (625 mg gesamt) | 3-mal täglich (TID) |
| Hochdosiert | 875 mg / 125 mg (1000 mg gesamt) | 2-mal täglich (BID) |
Die maximale Tagesdosis für die Clavulansäure-Komponente liegt laut Profil bei 375 mg.
Bei Therapiedauern von mehr als 14 Tagen wird eine Überwachung der Leberwerte empfohlen.
Kontraindikationen
Laut DrugBank-Profil bestehen folgende Kontraindikationen für die Anwendung von Amoxicillin/Clavulansäure:
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Bekannte Penicillinallergie
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Anamnestisch bekannter, durch Amoxicillin/Clavulansäure induzierter Ikterus
-
Infektiöse Mononukleose (Pfeiffer-Drüsenfieber)
💡Praxis-Tipp
Um gastrointestinale Nebenwirkungen wie Diarrhö zu minimieren, wird empfohlen, Amoxicillin/Clavulansäure zu Beginn einer Mahlzeit einzunehmen. Zudem wird bei einer Therapiedauer von über 14 Tagen zu einer Überwachung der Leberfunktion geraten, da ein Risiko für eine cholestatische Hepatotoxizität besteht.
Häufig gestellte Fragen
Laut DrugBank-Profil wird die Einnahme zu Beginn einer Mahlzeit empfohlen. Dies dient dazu, gastrointestinale Nebenwirkungen wie Übelkeit und Diarrhö zu reduzieren.
Die maximale Tagesdosis für die Clavulansäure-Komponente liegt laut Quelle bei 375 mg. Dies entspricht beispielsweise drei Gaben der 500/125-mg-Dosierung.
Durch die Hemmung von Beta-Laktamasen wird das Wirkspektrum auf Erreger wie Methicillin-sensiblen Staphylococcus aureus (MSSA), Haemophilus influenzae, Moraxella catarrhalis und bestimmte E. coli-Stämme erweitert.
Nein, eine infektiöse Mononukleose stellt laut Profil eine Kontraindikation für die Gabe von Amoxicillin/Clavulansäure dar.
Bei der gleichzeitigen Einnahme von Warfarin wird eine Überwachung des INR-Wertes empfohlen, da es zu relevanten Interaktionen kommen kann.
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Quelle: DrugBank: Amoxicillin/Clavulanic Acid - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.
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