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Azithromycin: Dosierung, Indikationen & Profil | DrugBank

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DrugBank Open Data (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Gemäß dem pharmakologischen Profil der DrugBank gehört Azithromycin zur Klasse der Makrolid-Antibiotika, spezifisch zur Subklasse der Azalide. Laut der Datenbank entfaltet der Wirkstoff seine Wirkung durch die Bindung an die 50S-Ribosomenuntereinheit, was die bakterielle Proteinsynthese hemmt. Die DrugBank-Daten geben an, dass Azithromycin primär bakteriostatisch wirkt, in hohen Konzentrationen jedoch auch bakterizid sein kann. Ein besonderes Merkmal laut Quelle ist die exzellente intrazelluläre Penetration sowie die hohe Gewebekonzentration, wobei das Verhältnis von Gewebe zu Serum bei 50:1 liegt. Zudem wird eine sehr lange Halbwertszeit von 68 Stunden im Gewebe beschrieben.

Empfehlungen

Die DrugBank listet verschiedene Indikationen für den Einsatz von Azithromycin auf. Zu den genannten Anwendungsgebieten zählen:

  • Ambulant erworbene Pneumonie

  • Akute Exazerbationen einer COPD

  • Chlamydien-Infektionen

  • Streptokokken-Pharyngitis (bei Penicillin-Allergie)

  • MAC-Prophylaxe bei HIV-Patienten

  • Reisediarrhö

Hinsichtlich der Nebenwirkungen nennt das Profil unter anderem Diarrhö, Übelkeit und Bauchschmerzen. Die DrugBank weist darauf hin, dass ein Risiko für eine QT-Verlängerung besteht, welches jedoch geringer eingestuft wird als bei anderen Makroliden. Seltene Hepatotoxizität sowie ein bei hohen Dosen auftretender, reversibler Hörverlust werden ebenfalls als mögliche unerwünschte Wirkungen aufgeführt.

Bezüglich Arzneimittelinteraktionen warnt die Datenbank vor einer verstärkten antikoagulatorischen Wirkung bei gleichzeitiger Gabe von Warfarin sowie vor erhöhten Digoxin-Spiegeln durch P-gp-Hemmung. Im Gegensatz zu Erythromycin oder Clarithromycin besteht laut DrugBank bei Statinen nur eine minimale Interaktion, da Azithromycin kaum über das CYP-System metabolisiert wird. Bei QT-verlängernden Medikamenten wird auf eine additive Wirkung hingewiesen.

Dosierung

Die DrugBank-Datenbank gibt spezifische Dosierungsschemata für Azithromycin an. Die orale Bioverfügbarkeit wird mit 37 % angegeben. Die Ausscheidung erfolgt biliär.

Indikation / SchemaDosierung laut DrugBank
Standard-Schema (5 Tage)Tag 1: 500 mg, Tag 2-5: jeweils 250 mg
Kurz-Schema (3 Tage)500 mg einmal täglich für 3 Tage
Chlamydien-Infektion1 g als Einmaldosis

Zudem wird laut Quelle empfohlen, Antazida in einem zeitlichen Abstand von 2 Stunden zu verabreichen.

Kontraindikationen

Laut DrugBank ist Azithromycin bei einer bekannten Vorgeschichte von cholestatischem Ikterus im Zusammenhang mit Azithromycin kontraindiziert. Weiterhin wird das Vorliegen eines Risikos für eine QT-Verlängerung oder Torsades de pointes als Kontraindikation genannt. Die Datenbank warnt zudem davor, dass sich eine bestehende Myasthenia gravis unter der Therapie verschlechtern kann.

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💡Praxis-Tipp

Gemäß den Dosierungshinweisen der DrugBank wird empfohlen, Azithromycin-Tabletten entweder eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit einzunehmen, um die Resorption zu optimieren.

Häufig gestellte Fragen

Die Datenbank beschreibt, dass der Wirkstoff an die 50S-Ribosomenuntereinheit bindet und so die Proteinsynthese der Bakterien hemmt.

Laut dem pharmakologischen Profil erfolgt nur ein minimaler CYP-Metabolismus, was einen Vorteil gegenüber Clarithromycin darstellt und zu weniger Interaktionen (z. B. mit Statinen) führt.

Die DrugBank gibt eine sehr lange Gewebe-Halbwertszeit von 68 Stunden an.

Gemäß der Quelle wird ein zeitlicher Abstand von 2 Stunden zwischen der Einnahme von Azithromycin und Antazida empfohlen.

Ja, laut DrugBank ist die Streptokokken-Pharyngitis bei Patienten mit Penicillin-Allergie eine der gelisteten Indikationen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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