Ciprofloxacin: Dosierung, Wirkung & Nebenwirkungen | DrugBank
Hintergrund
Ciprofloxacin ist ein Antibiotikum aus der Klasse der Fluorchinolone. Laut der DrugBank-Datenbank wirkt es als DNA-Gyrase-Inhibitor (Topoisomerase II) sowie als Hemmer der Topoisomerase IV. Die Leitliniendaten beschreiben die Wirkung als bakterizid und konzentrationsabhängig. Das Wirkspektrum umfasst laut Quelle insbesondere gramnegative Bakterien, einschließlich Pseudomonas aeruginosa. Die Pharmakokinetik zeichnet sich nach Angaben von DrugBank durch eine orale Bioverfügbarkeit von 70 Prozent und eine Halbwertszeit von 3 bis 5 Stunden aus. Die Elimination erfolgt zu 45 Prozent renal sowie hepatisch.
Empfehlungen
Die DrugBank-Datenbank listet verschiedene Indikationen für den Einsatz von Ciprofloxacin auf. Gemäß der Quelle wird das Antibiotikum bei komplizierten Harnwegsinfektionen, Pyelonephritis sowie Knochen- und Gelenkinfektionen eingesetzt. Bei intraabdominellen Infektionen wird laut Leitlinientext eine Kombination mit Metronidazol beschrieben. Weitere genannte Anwendungsgebiete sind Reisediarrhö und die Anthrax-Prophylaxe. Die FDA-Richtlinien betonen laut DrugBank, dass Ciprofloxacin für Infektionen reserviert werden soll, für die keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Dosierung
Die DrugBank-Datenbank gibt spezifische Dosierungsrichtlinien für Ciprofloxacin vor. Bei Nierenfunktionseinschränkungen wird eine Dosisanpassung empfohlen.
| Applikationsweg | Indikation | Dosierung laut DrugBank |
|---|---|---|
| Per os (PO) | Standarddosierung | 250-750 mg zweimal täglich (BID) |
| Per os (PO) | Harnwegsinfektion (UTI) | 250-500 mg zweimal täglich (BID) für 3-14 Tage |
| Intravenös (IV) | Standarddosierung | 200-400 mg zweimal täglich (BID) |
Kontraindikationen
Laut DrugBank gibt es strikte Kontraindikationen und Warnhinweise für Ciprofloxacin. Eine absolute Kontraindikation stellt die gleichzeitige Einnahme von Tizanidin dar, da Ciprofloxacin als CYP1A2-Inhibitor wirkt. Ebenso ist das Medikament bei einer Vorgeschichte von Sehnenstörungen im Zusammenhang mit Fluorchinolonen kontraindiziert. Bei Kindern ist der Einsatz laut Quelle bis auf spezifische Indikationen kontraindiziert. Als relative Kontraindikation wird Myasthenia gravis genannt, zudem ist bei G6PD-Mangel Vorsicht geboten.
Die Quelle warnt vor schwerwiegenden Nebenwirkungen, darunter Sehnenrisse und Tendinitis (FDA Black Box Warning), potenziell permanente periphere Neuropathie, ZNS-Effekte wie Schlaflosigkeit und Schwindel sowie QT-Verlängerung. Zudem wird auf das Risiko einer C. difficile-Kolitis und ein epidemiologisches Signal für Aortenaneurysmen oder -dissektionen hingewiesen.
Bezüglich Interaktionen warnt die Datenbank vor erhöhten Theophyllin-Spiegeln, einer verstärkten Antikoagulation durch Warfarin und einem erhöhten Krampfrisiko bei gleichzeitiger NSAID-Gabe.
💡Praxis-Tipp
Laut DrugBank-Profil wird darauf hingewiesen, dass die Einnahme von Antazida, Eisen- oder Kalziumpräparaten die Absorption von Ciprofloxacin durch Chelatbildung verringert; es wird ein zeitlicher Abstand von 2 bis 4 Stunden zwischen den Einnahmen beschrieben.
Häufig gestellte Fragen
Gemäß der DrugBank-Datenbank wirkt Ciprofloxacin bakterizid und konzentrationsabhängig durch die Hemmung der DNA-Gyrase (Topoisomerase II) und der Topoisomerase IV.
Die Quelle beschreibt, dass divalente und trivalente Kationen (wie in Antazida, Eisen oder Kalzium) die Absorption durch Chelatbildung reduzieren.
Laut FDA-Richtlinien, die in der DrugBank zitiert werden, soll Ciprofloxacin für Infektionen reserviert werden, bei denen keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten bestehen.
Die Datenbank listet ZNS-Effekte wie Schlaflosigkeit und Schwindel als mögliche unerwünschte Wirkungen auf.
Laut DrugBank führt Ciprofloxacin zu einer massiven CYP1A2-Inhibition, was die gleichzeitige Gabe von Tizanidin absolut kontraindiziert.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: DrugBank: Ciprofloxacin - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.