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USPSTF-Leitlinie: Sturzprävention bei älteren Erwachsenen

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: US Preventive Services Task Force (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Stürze bei älteren Menschen stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar und können zu schweren Verletzungen sowie einem Verlust der Selbstständigkeit führen. Die US Preventive Services Task Force (USPSTF) hat 2018 eine Leitlinie zur Sturzprävention bei zu Hause lebenden Erwachsenen veröffentlicht.

Zielgruppe der Empfehlungen sind Personen ab 65 Jahren, die ein erhöhtes Sturzrisiko aufweisen. Laut Leitlinie zählen zu den wesentlichen Risikofaktoren:

  • Alter von 65 Jahren oder älter
  • Vorangegangene Stürze
  • Gang- und Gleichgewichtsstörungen
  • Sehminderungen
  • Polypharmazie
  • Kognitive Einschränkungen
  • Gefahren im häuslichen Umfeld
  • Schwäche der unteren Extremitäten
  • Orthostatische Hypotonie

Empfehlungen

Die zentrale Empfehlung der USPSTF-Leitlinie bezieht sich auf den Einsatz von Bewegungsinterventionen zur Reduktion des Sturzrisikos.

Bewegungsprogramme Die USPSTF empfiehlt Bewegungsinterventionen zur Sturzprävention bei zu Hause lebenden Erwachsenen ab 65 Jahren mit erhöhtem Sturzrisiko (Empfehlungsgrad B). Gemäß der Task Force besteht eine hohe Sicherheit für einen moderaten Nettonutzen oder eine moderate Sicherheit für einen moderaten bis substanziellen Nettonutzen. Besonders effektiv sind dabei laut Leitlinie Gleichgewichts-, Gang- und Funktionstraining.

Multifaktorielle Interventionen Neben isolierten Bewegungsprogrammen beschreibt die Leitlinie auch multifaktorielle Ansätze als wirksam. Diese kombinieren nach Angaben der USPSTF Bewegungstraining mit einer Medikamentenüberprüfung, einer Sehkorrektur sowie Anpassungen im häuslichen Umfeld (Wohnraumanpassung).

Risikoerfassung Zur Einschätzung des individuellen Sturzrisikos verweist die Leitlinie auf etablierte Instrumente. Genannt werden hierbei der "Timed Up and Go"-Test, der "30-second Chair Stand"-Test sowie das STEADI-Toolkit.

Vitamin-D-Supplementierung Die USPSTF spricht sich explizit gegen die routinemäßige Gabe von Vitamin D zur reinen Sturzprävention aus (Empfehlungsgrad D).

Kontraindikationen

Die USPSTF-Leitlinie rät von einer Vitamin-D-Supplementierung zur primären Sturzprävention bei älteren, zu Hause lebenden Erwachsenen ab (Empfehlungsgrad D). Gemäß der Definition der Task Force bedeutet dieser Empfehlungsgrad, dass mit moderater bis hoher Sicherheit kein Nutzen besteht oder die potenziellen Schäden den Nutzen überwiegen.

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💡Praxis-Tipp

Gemäß den Umsetzungshinweisen der USPSTF-Leitlinie stellen Bewegungsinterventionen, die gezielt Gleichgewichts-, Gang- und Funktionstraining umfassen, die wirksamste Einzelmaßnahme zur Sturzprävention dar.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie richten sich die Empfehlungen an zu Hause lebende Erwachsene im Alter von 65 Jahren oder älter, die ein erhöhtes Sturzrisiko aufweisen.

Die USPSTF empfiehlt Bewegungsinterventionen, insbesondere Gleichgewichts-, Gang- und Funktionstraining, als wirksamste Einzelmaßnahme (Empfehlungsgrad B).

Nein, die USPSTF rät explizit von der Einnahme von Vitamin D zur Sturzprävention ab (Empfehlungsgrad D), da laut Evidenz kein Nutzen belegt ist oder mögliche Schäden überwiegen.

Zur Risikobewertung nennt die Leitlinie etablierte Tests wie den "Timed Up and Go", den "30-second Chair Stand" sowie das STEADI-Toolkit.

Gemäß der USPSTF umfassen wirksame multifaktorielle Ansätze eine Kombination aus Bewegungstraining, Medikamentenüberprüfung, Sehkorrektur und Anpassungen im häuslichen Umfeld.

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Quelle: USPSTF: Falls Prevention in Community-Dwelling Older Adults: Exercise Interventions (Grade B, 2018) (US Preventive Services Task Force, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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