Torasemid: Indikation, Dosierung und Interaktionen
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzinformation der DrugBank-Datenbank. Torasemid ist ein Schleifendiuretikum aus der Gruppe der Sulfonamid-Derivate, das vorwiegend in der kardiovaskulären Medizin zur Ausschwemmung von Flüssigkeit eingesetzt wird.
Der Wirkstoff hemmt den Na+/K+/2Cl--Kotransporter im dicken aufsteigenden Ast der Henle-Schleife. Im Vergleich zu Furosemid zeichnet sich Torasemid laut Quelle durch eine besser vorhersehbare Resorption und eine längere Wirkdauer aus.
Die orale Bioverfügbarkeit liegt bei etwa 80 Prozent. Die Metabolisierung erfolgt hepatisch über das Enzym CYP2C9, wobei die Halbwertszeit drei bis vier Stunden und die Wirkdauer sechs bis acht Stunden beträgt.
Empfehlungen
Indikationen
Laut DrugBank-Profil wird Torasemid für folgende Anwendungsgebiete eingesetzt:
-
Ödeme im Zusammenhang mit einer Herzinsuffizienz
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Ödeme bei Nieren- oder Lebererkrankungen
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Arterielle Hypertonie
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Das Nebenwirkungsprofil umfasst laut Quelle vor allem Elektrolyt- und Volumenverschiebungen. Zu den genannten unerwünschten Wirkungen zählen:
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Hypokaliämie und Hyponatriämie
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Hypovolämie
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Hyperurikämie
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Schwindel und Polyurie
Wichtige Interaktionen
Die Datenbank weist auf mehrere klinisch relevante Wechselwirkungen hin:
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NSAR: Verminderte diuretische Wirkung
-
Aminoglykoside: Verstärkte Ototoxizität
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Lithium: Erhöhte Lithiumspiegel
-
ACE-Hemmer und Sartane (ARBs): Risiko einer Hypotonie nach der ersten Dosis
-
Digoxin: Erhöhte Toxizität durch eine begleitende Hypokaliämie
Dosierung
Die DrugBank-Datenbank gibt folgende Dosierungsrichtlinien für die einmal tägliche Gabe (QD) an:
| Indikation | Dosierung | Anmerkung |
|---|---|---|
| Herzinsuffizienz | 5-20 mg / Tag | Entspricht der 2- bis 4-fachen Furosemid-Dosis |
| Arterielle Hypertonie | 2,5-5 mg / Tag | - |
Kontraindikationen
Laut DrugBank bestehen folgende Kontraindikationen für die Anwendung von Torasemid:
-
Anurie
-
Coma hepaticum und Praecoma hepaticum
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Schwere Hypokaliämie
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Schwere Hyponatriämie
-
Hypovolämie
💡Praxis-Tipp
Ein wichtiger Praxisaspekt ist die Interaktion von Torasemid mit ACE-Hemmern oder Sartanen, da laut Quelle das Risiko für einen starken Blutdruckabfall nach der ersten Dosis besteht. Zudem wird darauf hingewiesen, dass eine durch Torasemid induzierte Hypokaliämie die Toxizität einer gleichzeitigen Digoxin-Therapie erhöhen kann.
Häufig gestellte Fragen
Laut DrugBank weist Torasemid eine besser vorhersehbare Resorption und eine höhere orale Bioverfügbarkeit von etwa 80 Prozent auf. Zudem wird eine längere Wirkdauer im Vergleich zu Furosemid beschrieben.
Die Quelle gibt für die Behandlung von Ödemen bei Herzinsuffizienz eine Dosis von 5 bis 20 mg einmal täglich an. Dies entspricht laut Datenbank etwa der zwei- bis vierfachen Dosis von Furosemid.
Die gleichzeitige Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) kann laut DrugBank-Profil die diuretische Wirkung von Torasemid vermindern.
Die Wirkdauer von Torasemid wird in der Datenbank mit sechs bis acht Stunden angegeben. Die Halbwertszeit des Wirkstoffs liegt bei drei bis vier Stunden.
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Quelle: DrugBank: Torasemide - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.
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