AWMF2024

Suizidalität (Kind/Jugend): Diagnostik & Intervention

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie behandelt die Diagnostik und Therapie von Suizidalität im Kindes- und Jugendalter. Suizidalität wird dabei als Symptom und nicht als eigenständige Diagnose verstanden, welches von passiver Todessehnsucht bis hin zu konkreten Handlungsplänen reicht.

Suizidgedanken und -versuche nehmen ab dem 15. Lebensjahr deutlich zu, während sie bei Kindern unter 10 Jahren sehr selten sind. Zu den stärksten Risikofaktoren zählen vorangegangene Suizidversuche, nichtsuizidales selbstverletzendes Verhalten (NSSV) sowie das Vorliegen psychischer Erkrankungen.

Eine besondere Herausforderung in dieser Altersgruppe stellt die Imitation suizidaler Modelle dar, beispielsweise durch Vorfälle im Freundeskreis oder Berichte in den Medien. Die Leitlinie betont daher die Wichtigkeit von Präventions- und Postventionsmaßnahmen im klinischen und schulischen Umfeld.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass bei Kindern und Jugendlichen nicht von der objektiven Gefährlichkeit der gewählten Methode auf die Ernsthaftigkeit der Suizidabsicht geschlossen werden kann. Auch einer medizinisch harmlosen Handlung kann ein starker Suizidwunsch zugrunde liegen, wenn das Kind die Letalität überschätzt hat. Es wird daher empfohlen, stets die subjektive Intention und Erwartung des Patienten zu explorieren.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt eine direkte und offene Exploration. Es wird geraten, zunächst nach passiver Todessehnsucht zu fragen und bei Bejahung konkrete Suizidgedanken und -pläne zu explorieren.

Eine ambulante Führung wird laut Leitlinie nur bei geringem Schweregrad, vorhandener Absprachefähigkeit und einem stabilen sozialen Umfeld empfohlen. Zudem muss ein individueller Notfallplan mit dem Patienten erarbeitet werden.

Zur vorübergehenden Entlastung und Sedierung nennt die Leitlinie Benzodiazepine oder niedrig-potente Neuroleptika. Die zugrundeliegende psychische Erkrankung sollte gemäß den jeweiligen störungsspezifischen Leitlinien pharmakologisch behandelt werden.

Bei akuter Selbstgefährdung und fehlender Kooperation der Eltern verweist die Leitlinie auf die Möglichkeit einer Inobhutnahme durch das Jugendamt. Alternativ kann eine Unterbringung nach dem jeweiligen PsychKG erwogen werden.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: S3-Leitlinie Suizidalität Kindes-/Jugendalter (AWMF 028-031) (AWMF, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.