IQWiG2019

Suizidale Krisen bei Depression: IQWiG-Bericht

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf den Kurzinformationen des HTA-Berichts HT17-03 des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus dem Jahr 2019.

Unipolare Depressionen sind psychische Störungen, die mit einem erheblichen Leidensdruck einhergehen. In schweren Fällen können sie mit Selbsttötungsabsichten (Suizid) verbunden sein, bei denen in Gedanken oder durch aktives Handeln der Tod angestrebt oder in Kauf genommen wird.

Zur Reduktion der Suizidgefährdung kommen neben der medikamentösen Behandlung auch verschiedene psychotherapeutische und psychosoziale Verfahren zum Einsatz. Ziel des Berichts war es, die Evidenz für diese nicht medikamentösen Ansätze zur Bewältigung suizidaler Krisen zu bewerten.

Empfehlungen

Der Bericht bewertet die Studienlage zu verschiedenen psychologischen und psychosozialen Interventionen. Es werden folgende Kernaussagen zur Wirksamkeit getroffen:

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)

Laut Bericht stellt die kognitive Verhaltenstherapie die am besten untersuchte nicht medikamentöse Maßnahme dar. Es wird hervorgehoben, dass bestimmte Formen der KVT depressive Symptome und Suizid-Tendenzen mindern können.

Die KVT kann Betroffenen somit nachweislich bei der Bewältigung suizidaler Krisen helfen.

Andere nicht medikamentöse Verfahren

Neben der KVT werden in der Praxis weitere Verfahren wie die Problemlösetherapie oder eine intensive Nachbetreuung mit regelmäßigen Kontakten eingesetzt. Der Bericht stellt hierzu fest:

  • Für diese anderen nicht medikamentösen Maßnahmen fehlen bislang aussagekräftige Studien.

  • Eine verlässliche Aussage zum Nutzen oder Schaden dieser Verfahren bei suizidalen Krisen ist daher auf Basis der untersuchten Evidenz nicht möglich.

  • Bis zum Zeitpunkt der Berichterstellung wurde primär die Verhaltenstherapie in klinischen Studien ausreichend untersucht.

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💡Praxis-Tipp

Der Bericht unterstreicht, dass bei suizidalen Krisen im Rahmen einer unipolarer Depression primär die kognitive Verhaltenstherapie als evidenzbasierte nicht medikamentöse Maßnahme herangezogen werden sollte. Es wird darauf hingewiesen, dass für andere häufig angewandte Verfahren wie die Problemlösetherapie oder intensive Nachbetreuungsprogramme derzeit keine ausreichenden Wirksamkeitsbelege vorliegen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) das am besten untersuchte Verfahren. Bestimmte Formen der KVT können depressive Symptome und suizidale Tendenzen nachweislich mindern.

Der Bericht stellt fest, dass für die Problemlösetherapie in diesem spezifischen Kontext keine ausreichenden Studien vorliegen. Die Evidenzlage erlaubt keine verlässliche Aussage zur Wirksamkeit bei suizidalen Krisen.

Auch für die intensive Nachbetreuung mit regelmäßigen Kontakten fehlen laut Bericht aussagekräftige Studien. Die kognitive Verhaltenstherapie bleibt die einzige nicht medikamentöse Maßnahme mit belegtem Nutzen in der untersuchten Literatur.

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Quelle: IQWiG HT17-03: Suizidale Krisen bei unipolarer Depression: Welchen Einfluss haben nicht medikamentöse Maßnahmen auf deren Bewältigung (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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