Ultrafiltration bei Herzinsuffizienz: StatPearls
Hintergrund
Die akut dekompensierte Herzinsuffizienz (ADHF) ist eine häufige Ursache für Krankenhauseinweisungen und geht oft mit einer ausgeprägten Volumenüberladung einher. Die Standardtherapie besteht in der Regel aus intravenösen Schleifendiuretika.
Bei chronischer Diuretikagabe kann es jedoch zu neurohormonalen Veränderungen kommen, die eine Diuretika-Resistenz und eine Verschlechterung der Nierenfunktion begünstigen. In diesen Fällen wird nach alternativen Strategien zur Volumenkontrolle gesucht.
Die extrakorporale Ultrafiltration (UF) wird in der StatPearls-Zusammenfassung als eine aufkommende, mechanische Alternative zur medikamentösen Therapie beschrieben. Sie ermöglicht einen isotonen Volumenverlust ohne Elektrolytverschiebungen.
Empfehlungen
Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernaspekte zur Ultrafiltration:
Indikationen und Patientenauswahl
Laut Leitlinie wird die Ultrafiltration primär für Patienten mit refraktärer ADHF beschrieben, die nicht mehr auf eine Standardtherapie mit intravenösen Diuretika ansprechen.
Zudem werden folgende spezifische Einsatzgebiete genannt:
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Volumenüberladung bei Patienten, die ihre Kalorienzufuhr erhöhen müssen
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Prävention einer zusätzlichen Flüssigkeitsansammlung während eines kardiopulmonalen Bypasses
Durchführung und Monitoring
Für die Durchführung wird ein zentralvenöser Zugang, vorzugsweise über die Vena jugularis interna, benötigt. Die Leitlinie betont, dass die Therapie eine engmaschige und regelmäßige Überwachung der Vitalparameter erfordert.
Es wird beschrieben, dass die Behandlung durch ein interprofessionelles Team aus Kardiologen, Nephrologen, Intensivmedizinern und spezialisierten Pflegekräften erfolgen sollte.
Klinischer Nutzen
Die Leitlinie verweist auf Studienergebnisse, die folgende Vorteile der Ultrafiltration gegenüber der konventionellen Diuretikatherapie aufzeigen:
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Größerer Gewichts- und Flüssigkeitsverlust
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Reduktion der 90-Tage-Wiedereinweisungsrate
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Wiederherstellung der Diuretika-Sensitivität
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Maximaler Natriumverlust pro entfernter Volumeneinheit
Kontraindikationen
Die StatPearls-Zusammenfassung nennt klare Kontraindikationen für die Durchführung einer Ultrafiltration:
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Hämodynamische Instabilität
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Akutes Koronarsyndrom (Myokardinfarkt oder instabile Angina pectoris)
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Serumkreatinin-Werte über 3,0 mg/dl
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Hämatokrit von über 45 %
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Fehlende Möglichkeit für einen adäquaten venösen Zugang
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie weist darauf hin, dass die Ultrafiltration initial zu einem stärkeren Anstieg des Serumkreatinins führen kann als eine Diuretikatherapie. Langfristig zeigen Studien jedoch, dass die Kreatininwerte bei Ultrafiltrations-Patienten niedriger ausfallen, weshalb ein initialer Anstieg nicht zwingend als Therapiefehler zu werten ist.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie wird die Ultrafiltration bei Patienten mit schwerer, akut dekompensierter Herzinsuffizienz eingesetzt, die auf intravenöse Diuretika nicht mehr ansprechen. Sie dient der mechanischen Reduktion der Volumenüberladung.
Es wird beschrieben, dass hämodynamische Instabilität, ein akutes Koronarsyndrom sowie ein Serumkreatinin über 3,0 mg/dl absolute Kontraindikationen darstellen. Auch ein Hämatokrit über 45 % schließt die Behandlung aus.
Die Leitlinie beschreibt, dass ein zentralvenöser Zugang erforderlich ist. Dabei wird der Zugang über die Vena jugularis interna bevorzugt.
Es wird hervorgehoben, dass die Ultrafiltration zu einem iso-osmotischen Volumenverlust führt. Dadurch werden im Gegensatz zur Diuretikatherapie keine neuen Elektrolytstörungen verursacht.
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Quelle: StatPearls: Ultrafiltration in Acute Decompensated Heart Failure (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.