StatPearls2026

Transverse Myelitis: Diagnostik & Therapie (StatPearls)

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Transverse Myelitis (TM) ist eine seltene, erworbene fokal-entzündliche Erkrankung des Rückenmarks. Sie präsentiert sich typischerweise mit einer rasch einsetzenden Schwäche, sensorischen Defiziten sowie Blasen- und Darmfunktionsstörungen.

Laut StatPearls-Leitlinie tritt die Erkrankung meist idiopathisch auf, kann aber auch als Komplikation von Infektionen oder im Rahmen anderer neuroinflammatorischer Erkrankungen entstehen. Dazu zählen unter anderem Multiple Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD) und die akute disseminierte Enzephalomyelitis (ADEM).

Die Entzündung betrifft das Rückenmark auf einer bestimmten Höhe, am häufigsten im thorakalen Bereich. Die Prognose ist variabel: Etwa ein Drittel der Betroffenen erholt sich vollständig, ein Drittel behält moderate Defizite, und ein Drittel bleibt dauerhaft schwer beeinträchtigt.

Empfehlungen

Die StatPearls-Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur Evaluation und Behandlung der Transversen Myelitis:

Diagnostik und Bildgebung

Der erste und wichtigste Schritt in der Diagnostik ist laut Leitlinie der Ausschluss einer kompressiven Rückenmarksläsion. Hierfür wird eine Magnetresonanztomografie (MRT) der gesamten Wirbelsäule empfohlen.

Zur Bestätigung der Entzündung sollte anschließend ein Gadolinium-verstärktes MRT oder eine Lumbalpunktion erfolgen. Bei der Liquordiagnostik wird auf Pleozytose oder einen erhöhten IgG-Index geachtet.

Zusätzlich wird ein MRT des Gehirns mit und ohne Kontrastmittel empfohlen, um mögliche Hirnläsionen zu evaluieren. Eine umfassende Serologie wird zur Klärung der Ätiologie angeraten.

Diagnostische Kriterien

Die Leitlinie nennt spezifische Kriterien für die Diagnose einer Transversen Myelitis. Die ersten drei Punkte gelten dabei als die wichtigsten:

KriteriumBeschreibung
Klinische SymptomatikSensorische, motorische oder autonome Dysfunktion mit Ursprung im Rückenmark
MRT-Befund (T2)T2-hyperintense Signalveränderungen im MRT
AusschlussKein Hinweis auf eine kompressive Läsion
SymmetrieBilaterale Zeichen und Symptome
SensorikKlar definiertes sensorisches Niveau
EntzündungsnachweisGadolinium-Enhancement im MRT oder Liquor-Pleozytose/erhöhter IgG-Index
Zeitlicher VerlaufProgression zum Nadir zwischen 4 Stunden und 21 Tagen

Akuttherapie

Als Standard- und Erstlinientherapie wird die intravenöse Gabe von hochdosierten Glukokortikoiden empfohlen. Die Leitlinie betont, dass diese Therapie so schnell wie möglich eingeleitet werden sollte.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Behandlung nicht durch das Warten auf Testergebnisse verzögert werden darf. Mögliche Therapieregime umfassen Methylprednisolon oder Dexamethason über einen Zeitraum von 3 bis 5 Tagen.

Eskalationstherapie und Langzeitmanagement

Bei Personen, die nicht auf die Glukokortikoid-Therapie ansprechen, wird ein Plasmaaustausch als wirksame Option bei akuten demyelinisierenden Erkrankungen des zentralen Nervensystems genannt.

Für chronisch rezidivierende oder therapieresistente akute Verläufe erwähnt die Leitlinie immunmodulatorische Therapien. Dazu zählen Wirkstoffe wie Cyclophosphamid, Mycophenolat oder Rituximab.

Zusätzlich wird eine symptomatische Behandlung empfohlen. Diese umfasst Schmerztherapie sowie die Prävention und Behandlung von Komplikationen wie Harnwegsinfekten oder Spastik.

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💡Praxis-Tipp

Ein früher und oft übersehener Hinweis auf eine Transverse Myelitis ist die Harnretention, welche laut Leitlinie stets eine weitere Abklärung hinsichtlich einer Myelopathie nach sich ziehen sollte. Zudem wird nachdrücklich betont, dass die hochdosierte Glukokortikoid-Therapie bei klinischem Verdacht sofort begonnen werden muss und nicht durch das Warten auf diagnostische Testergebnisse verzögert werden darf.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist die thorakale Region in etwa 70 Prozent der Fälle betroffen. Zervikale Läsionen machen rund 20 Prozent und lumbale Läsionen etwa 10 Prozent der Fälle aus.

Die Erholung beginnt meist innerhalb von 1 bis 3 Monaten nach Symptombeginn. Die Leitlinie gibt an, dass der Prozess bis zu zwei Jahre dauern kann, wobei eine Besserung unwahrscheinlich ist, wenn in den ersten 3 bis 6 Monaten keine Fortschritte erkennbar sind.

Ein Plasmaaustausch wird in der Leitlinie für Fälle beschrieben, bei denen die initiale Therapie mit hochdosierten Glukokortikoiden keine ausreichende Wirkung zeigt. Er gilt als wirksame Option bei akuten demyelinisierenden Erkrankungen des zentralen Nervensystems.

Es wird eine umfassende Liquoranalyse empfohlen. Diese umfasst Zellzahl mit Differenzialbild, Protein, Glukose, VDRL-Test, oligoklonale Banden, den IgG-Index sowie eine Zytologie.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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