Rektusscheidenhämatom: StatPearls Zusammenfassung
Hintergrund
Das Rektusscheidenhämatom ist eine seltene Ursache für akute Bauchschmerzen. Es entsteht durch eine Verletzung der Arteria epigastrica oder ihrer Perforansäste innerhalb des Musculus rectus abdominis.
Frauen sind häufiger betroffen als Männer, und das Durchschnittsalter liegt bei etwa 67 Jahren. Der größte Risikofaktor ist eine therapeutische Antikoagulation, gefolgt von chronischer Niereninsuffizienz, Bauchwandinjektionen und starkem Husten.
Die Blutungsausdehnung hängt stark von der anatomischen Lokalisation ab. Während Blutungen der Arteria epigastrica superior meist durch die Rektusscheide tamponiert werden, können Rupturen der Arteria epigastrica inferior unterhalb der Linea arcuata zu deutlich größeren Hämatomen führen.
Empfehlungen
Die StatPearls-Zusammenfassung liefert folgende Kernaspekte zur Evaluation und Behandlung des Rektusscheidenhämatoms:
Klinische Untersuchung
Laut Text präsentieren sich die meisten Betroffenen mit akuten Bauchschmerzen und einer tastbaren Raumforderung. Es wird auf zwei spezifische klinische Zeichen hingewiesen:
-
Carnett-Zeichen: Eine Schmerzverstärkung bei Anspannung der Bauchmuskulatur spricht für einen Ursprung in der Bauchwand.
-
Fothergill-Zeichen: Eine tastbare Masse, die die Mittellinie nicht überschreitet und bei Muskelanspannung palpabel bleibt, deutet auf ein Rektusscheidenhämatom hin.
Labor- und Bildgebungsdiagnostik
Der Text empfiehlt die Bestimmung von Hämoglobin und Hämatokrit im Verlauf sowie eine initiale Gerinnungsdiagnostik. Ein Fehlen von hämodynamischer Instabilität schließt ein Hämatom nicht aus.
Für die Bildgebung werden folgende Modalitäten beschrieben:
-
Computertomografie (CT): Gilt als bevorzugte Methode mit nahezu 100 % Sensitivität und Spezifität. Eine Kontrastmittelgabe wird empfohlen, um aktive Blutungen darzustellen.
-
Ultraschall: Wird als Alternative bei Schwangeren oder Niereninsuffizienz beschrieben.
Klassifikation
Der Text teilt Rektusscheidenhämatome in drei Schweregrade ein:
| Typ | Ausdehnung | Lokalisation |
|---|---|---|
| Typ I | Unilateral | Innerhalb des Musculus rectus abdominis |
| Typ II | Unilateral oder bilateral | Innerhalb des Muskels oder zwischen Muskel und Fascia transversalis |
| Typ III | Ausgedehnt | Ausdehnung in das Peritoneum und den perivesikalen Raum |
Therapie und Management
Die Behandlung erfolgt in den meisten Fällen erfolgreich konservativ. Der Text beschreibt folgendes Vorgehen:
-
Konservative Therapie: Ruhe, Kühlung, Kompression und Analgesie sind bei etwa 80 % der Fälle ausreichend.
-
Gerinnungsmanagement: Ein Pausieren oder Antagonisieren der Antikoagulation wird bei Vorliegen einer Koagulopathie beschrieben.
-
Intervention: Bei anhaltender Blutung wird eine Angioembolisation als primäre Intervention empfohlen. Eine chirurgische Laparotomie wird aufgrund des hohen Blutungsrisikos nur selten in Betracht gezogen.
💡Praxis-Tipp
Ein fehlender Abfall des Blutdrucks oder eine fehlende Tachykardie schließen ein Rektusscheidenhämatom nicht aus, da hämodynamische Veränderungen oft erst bei einem Blutverlust von 15 bis 30 Prozent auftreten. Zudem wird betont, dass bei Personen unter Antikoagulation eine chirurgische Intervention mit einem hohen Blutungsrisiko einhergeht. Eine Angioembolisation wird bei persistierender Blutung als deutlich sicherere Alternative beschrieben.
Häufig gestellte Fragen
Laut Text ist die therapeutische Antikoagulation der größte Risikofaktor. Weitere häufige Faktoren sind eine chronische Niereninsuffizienz ab Stadium III, Bauchwandinjektionen und starker Husten.
Eine Verletzung der Arteria epigastrica superior führt meist zu kleineren Hämatomen, die durch die Rektusscheide schnell tamponiert werden. Eine Ruptur der Arteria epigastrica inferior verursacht oft größere Hämatome, da unterhalb der Linea arcuata die hintere Rektusscheide fehlt.
Der Text gibt an, dass das Hämatom in der Regel innerhalb von 2 bis 3 Monaten resorbiert wird. Die Prognose für die meisten Betroffenen wird als sehr gut eingestuft.
Die kontrastmittelgestützte Computertomografie wird als sensitivste Methode beschrieben. Bei Kontraindikationen wie Niereninsuffizienz oder Schwangerschaft stellt der Ultraschall eine geeignete Alternative dar.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: StatPearls: Rectus Sheath Hematoma (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.