StatPearls2026

Progressive Collapsing Foot Deformity (PCFD): StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die posteriore Tibialis-Sehnen-Dysfunktion (PTTD), neuerdings als Progressive Collapsing Foot Deformity (PCFD) bezeichnet, ist die häufigste Ursache für den erworbenen Plattfuß im Erwachsenenalter. Laut der StatPearls-Zusammenfassung handelt es sich um eine fortschreitende Erkrankung, die zu erheblichen Mobilitätseinschränkungen und Schmerzen führt.

Als klassische Risikogruppe beschreibt der Text übergewichtige Frauen im sechsten Lebensjahrzehnt. Zu den prädisponierenden Faktoren zählen unter anderem Adipositas, Diabetes mellitus, Hypertonie, vorangegangene Traumata sowie eine Steroidexposition.

Pathophysiologisch liegt oft eine wiederholte Belastung zugrunde, die zu Mikrotraumata und einem fortschreitenden Versagen der Sehne führt. Zudem wird eine verminderte Durchblutung in der retromalleolären Region als beitragender Faktor für die Degeneration genannt.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte zur Diagnostik und Therapie:

Diagnostik

Es wird eine detaillierte klinische Untersuchung am stehenden und belasteten Fuß empfohlen. Ein wichtiges klinisches Zeichen ist das "Too-many-toes"-Zeichen, bei dem von hinten betrachtet mehr als zwei Zehen lateral abstehen.

Zur Differenzierung der Krankheitsstadien wird der einbeinige Zehenstand (Single-limb heel raise) als essenzieller klinischer Test hervorgehoben. Bildgebend werden belastete Röntgenaufnahmen des Fußes in zwei Ebenen (anterior-posterior und lateral) empfohlen.

Zur erweiterten Beurteilung der knöchernen Deformitäten und Weichteile können eine digitale Volumentomographie unter Belastung (WBCT) oder ein MRT herangezogen werden.

Stadieneinteilung

Die historische Einteilung nach Johnson und Strom (modifiziert durch Myerson) wird im Text wie folgt beschrieben:

StadiumKlinischer BefundRöntgenbefundZehenstand möglich
Stadium IFlexible Deformität, milde TenosynovitisNormalJa
Stadium IIAFlexible PlattfußdeformitätGewölbekollapsNein
Stadium IIBFlexible Plattfußdeformität, VorfußabduktionGewölbekollaps, Talonavikular-Inkongruenz >40%Nein
Stadium IIIRigide Vorfußabduktion, RückfußvalgusSubtalare ArthroseNein
Stadium IVRigide Vorfußabduktion, RückfußvalgusSubtalare Arthrose, Valgusdeformität des TalusNein

Zusätzlich wird eine neuere PCFD-Klassifikation aus dem Jahr 2020 erwähnt, die primär zwischen flexiblen (Stadium I) und rigiden (Stadium II) Deformitäten unterscheidet und diese in die anatomischen Klassen A bis E unterteilt.

Konservative Therapie

In allen Stadien wird initial eine konservative Behandlung mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) und Aktivitätsanpassungen empfohlen. Für das Stadium I nennt der Text eine Ruhigstellung im Gips oder Walker für 3 bis 4 Wochen, gefolgt von exzentrischem Krafttraining und Physiotherapie.

Bei erfolgreicher Schmerzreduktion wird die langfristige Versorgung mit maßgefertigten Einlagen oder Knöchel-Fuß-Orthesen (AFO) mit medialer Vorfußstütze empfohlen.

Operative Therapie

Ein chirurgischer Eingriff wird laut Leitlinie erwogen, wenn konservative Maßnahmen nach 3 bis 4 Monaten versagen. Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach dem Stadium:

  • Stadium I: Tenosynovektomie und Sehnennaht

  • Stadium II: Mediale Kalkaneusosteotomie mit Sehnendebridement, ggf. Sehnentransfer oder Verlängerung der lateralen Säule

  • Stadium III und IV: Arthrodesen (z.B. Triple-Arthrodese) oder Sprunggelenksprothetik bei fortgeschrittener Arthrose

Kontraindikationen

Der Text warnt vor schlechteren postoperativen Ergebnissen bei rekonstruktiven Eingriffen, wenn der Body-Mass-Index (BMI) der betroffenen Person über 30 liegt. In diesen Fällen werden laut Konsensusgruppe Rückfußfusionen gegenüber gelenkerhaltenden Rekonstruktionen bevorzugt.

Zudem wird auf eine hohe Rate an Wundheilungsstörungen hingewiesen, die bei bis zu einem Drittel der operierten Personen auftreten können. Eine sorgfältige Wundpflege wird daher als essenziell eingestuft.

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💡Praxis-Tipp

Ein essenzieller klinischer Test zur frühen Stadieneinteilung ist der einbeinige Zehenstand. Während dieser im Frühstadium (Stadium I) noch schmerzfrei durchführbar ist, bereitet er ab Stadium II Schmerzen oder ist aufgrund einer zunehmend rigiden Deformität gar nicht mehr möglich.

Häufig gestellte Fragen

Die Diagnose basiert primär auf der klinischen Untersuchung am belasteten Fuß, einschließlich des einbeinigen Zehenstands und der Beurteilung des "Too-many-toes"-Zeichens. Zur Bestätigung und Stadieneinteilung werden laut Leitlinie belastete Röntgenaufnahmen in zwei Ebenen empfohlen.

Laut StatPearls-Text umfasst die konservative Therapie initial NSAR, Aktivitätsanpassungen und eine temporäre Ruhigstellung. Im weiteren Verlauf wird die Nutzung von maßgefertigten orthopädischen Einlagen oder Orthesen in Kombination mit Physiotherapie empfohlen.

Ein operativer Eingriff wird in Betracht gezogen, wenn eine drei- bis viermonatige konservative Therapie keine Besserung bringt. Bei fortgeschrittenen Stadien mit rigiden Deformitäten oder arthrotischen Veränderungen ist eine Operation oft primär notwendig.

Die Prognose im Frühstadium ist sehr gut. Der Text zitiert Studien, nach denen etwa 89 Prozent der Behandelten in den Stadien I und II positiv auf Orthesen und Physiotherapie ansprechen und innerhalb von vier Monaten ihre volle Kraft zurückerlangen.

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Quelle: StatPearls: Posterior Tibial Tendon Dysfunction (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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