StatPearls2026

Achillessehnen-Tendinopathie: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Achillessehne ist die stärkste und größte Sehne des menschlichen Körpers. Eine Tendinopathie entsteht häufig durch ein Ungleichgewicht zwischen Muskelkraft und Sehnenelastizität, wobei zwischen akuter Entzündung (Tendinitis) und chronischer Degeneration (Tendinosis) unterschieden wird.

Anatomisch wird zwischen einer insertionellen und einer nicht-insertionellen Tendinopathie differenziert. Letztere tritt meist in einem hypovaskulären Bereich etwa 2 bis 6 Zentimeter proximal der Sehneninsertion am Calcaneus auf.

Zu den intrinsischen Risikofaktoren zählen Alter, metabolische Dysfunktionen und anatomische Variationen. Extrinsische Faktoren umfassen mechanische Überlastung, ungeeignetes Schuhwerk sowie die Einnahme bestimmter Medikamente wie Fluorchinolone oder Kortikosteroide.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernempfehlungen zur Diagnostik und Therapie der Achillessehnen-Tendinopathie:

Klinische Diagnostik

Die Diagnose wird primär durch eine klinische Untersuchung gestellt. Dabei wird empfohlen, auf lokalisierte Schmerzen, Schwellungen und Steifigkeit zu achten.

Zur klinischen Sicherung werden spezifische Tests beschrieben:

  • Arc-Zeichen: Schwellungen oder Knoten bewegen sich bei Plantar- und Dorsalflexion mit der Sehne.

  • Royal London Hospital Test: Der maximale Druckschmerz nimmt bei maximaler Anspannung der Sehne signifikant ab oder verschwindet.

Bildgebende Diagnostik

Laut Leitlinie ist der Ultraschall ein wertvolles Instrument zur dynamischen Beurteilung von Sehnenverletzungen und Rissrisiken. Die Magnetresonanztomographie (MRT) wird zur detaillierten Beurteilung der Gelenkstrukturen herangezogen, wobei eine Sehnendicke von über 7 Millimetern auf eine chronische Degeneration hinweist.

Röntgenaufnahmen werden empfohlen, um knöcherne Prominenzen oder pathologische Knochentumore auszuschließen.

Konservative Therapie

Konservative Maßnahmen gelten als Erstlinientherapie. Es wird eine Kombination aus Aktivitätsreduktion und nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) zur Schmerzkontrolle empfohlen.

Folgende spezifische Interventionen werden hervorgehoben:

  • Exzentrisches Krafttraining als integraler Bestandteil der Physiotherapie.

  • Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bei ausbleibendem Behandlungserfolg (Empfehlungsgrad B).

  • Die Kombination aus ESWT und exzentrischen Übungen erzielt laut Evidenz die besten Ergebnisse.

Von lokalen Infiltrationen mit autologem Plasma oder plättchenreichem Plasma (PRP) wird abgeraten. Studien zeigen hier keine verbesserte Wirksamkeit gegenüber Placebo-Behandlungen.

Operative Therapie und Nachsorge

Eine chirurgische Intervention wird für die 10 bis 30 Prozent der Betroffenen erwogen, bei denen die konservative Therapie nach 6 Monaten versagt. Zu den Optionen zählen offenes Debridement, minimalinvasive Verfahren sowie Sehnentransfers.

Postoperativ ist eine Immobilisation erforderlich. Die Leitlinie vergleicht konventionelle und beschleunigte Rehabilitationsprotokolle, wobei letztere die kurzfristigen funktionellen Ergebnisse nachweislich verbessern:

ZeitraumKonventionelles ProtokollBeschleunigtes Protokoll
Woche 0-2Keine Belastung, ImmobilisationKeine Belastung, Immobilisation
Woche 2-425% Belastung, 2,4 cm FersenerhöhungVolle Belastung (Woche 2-3: 2,4 cm Erhöhung, Woche 3-4: 1,6 cm Erhöhung)
Woche 4-650% Belastung, 1,6 cm FersenerhöhungVolle Belastung (Woche 4-5: 0,8 cm Erhöhung, Woche 5-6: keine Erhöhung)
Woche 6-875% Belastung, 0,8 cm FersenerhöhungÜbergang zu normalen Schuhen (ab Woche 6)
Woche 8-10Volle Belastung, keine FersenerhöhungEntfällt
Ab Woche 10Übergang zu normalen SchuhenEntfällt

Kontraindikationen

Die Leitlinie warnt vor der lokalen Infiltration von plättchenreichem Plasma (PRP) in Kombination mit exzentrischem Training. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Behandlung keine nachweisbaren therapeutischen Effekte bei chronischer Achillessehnen-Tendinopathie bietet.

Zudem wird die Einnahme von Fluorchinolonen und Kortikosteroiden als relevanter extrinsischer Risikofaktor für die Entstehung von Sehnenverletzungen und Rupturen genannt.

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💡Praxis-Tipp

Es wird empfohlen, bei der klinischen Untersuchung stets zwischen einer insertionellen und einer nicht-insertionellen Tendinopathie zu differenzieren, da dies die Therapieauswahl maßgeblich beeinflusst. Zudem betont die Quelle, dass exzentrisches Training bei Personen mit metabolischem Syndrom weniger wirksam ist und in diesen Fällen frühzeitig mit einer extrakorporalen Stoßwellentherapie kombiniert werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Die Diagnose wird primär klinisch gestellt, unterstützt durch Tests wie das Arc-Zeichen. Ultraschall und MRT werden zur Bestätigung und zur Beurteilung des Rupturrisikos herangezogen.

Als Erstlinientherapie wird ein konservatives Vorgehen mit Aktivitätsanpassung, NSAR und exzentrischem Krafttraining empfohlen. Bei anhaltenden Beschwerden zeigt die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) gute Erfolge.

Laut der StatPearls-Zusammenfassung zeigen Injektionen mit plättchenreichem Plasma (PRP) keine bessere Wirksamkeit als Placebo-Behandlungen. Von dieser Therapieform wird daher eher abgeraten.

Eine Operation wird in Betracht gezogen, wenn die konservative Therapie nach 6 Monaten keine Besserung bringt. Dies betrifft laut Leitlinie etwa 10 bis 30 Prozent der Betroffenen.

Postoperativ ist eine Immobilisation von 3 bis 8 Wochen üblich. Beschleunigte Rehabilitationsprotokolle mit frühzeitiger Belastung können die funktionelle Erholung jedoch beschleunigen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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