Pneumothorax: Diagnostik, Therapie und Thoraxdrainage

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Ein Pneumothorax ist eine Luftansammlung außerhalb der Lunge, aber innerhalb der Pleurahöhle. Die Luft übt Druck auf die Lunge aus und kann zu deren Kollaps führen.

Es wird zwischen traumatischen und atraumatischen Formen unterschieden. Atraumatische Formen unterteilen sich in den primären Spontanpneumothorax (PSP) ohne bekannte Auslöser und den sekundären Spontanpneumothorax (SSP) bei zugrunde liegender Lungenerkrankung.

Ein Spannungspneumothorax stellt einen lebensbedrohlichen Notfall dar. Hierbei kommt es zu einer hämodynamischen Beeinträchtigung durch eine Mediastinalverschiebung.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernempfehlungen zur Diagnostik und Therapie des Pneumothorax:

Diagnostik

Röntgen-Thorax, Ultraschall (E-FAST) oder CT werden zur Diagnostik eingesetzt. Im Ultraschall deuten das Fehlen von Lungengleiten und Kometenschweif-Artefakten sowie das Vorhandensein eines Lungenpunktes auf einen Pneumothorax hin.

Bei hämodynamisch instabilen Personen mit Verdacht auf Spannungspneumothorax darf die Intervention nicht für eine Bildgebung verzögert werden.

Akuttherapie und Spannungspneumothorax

Bei klinischer Instabilität wird eine sofortige Nadeldekompression empfohlen. Diese erfolgt typischerweise mit einem 14- bis 16-Gauge-Katheter im zweiten Interkostalraum in der Medioklavikularlinie.

Im Anschluss an die Nadeldekompression ist die Anlage einer Thoraxdrainage (fünfter Interkostalraum, vordere Axillarlinie) indiziert. Offene Thoraxwunden werden initial mit einem an drei Seiten geschlossenen Okklusivverband versorgt.

Therapie des Spontanpneumothorax

Die Behandlung richtet sich nach der Art des Pneumothorax, der Größe und der Symptomatik. Die Gabe von zusätzlichem Sauerstoff wird empfohlen, da dies die Resorptionsrate der Luft aus dem Pleuraspalt erhöht.

Pneumothorax-TypBefundEmpfohlene Maßnahme
Primär (PSP)Asymptomatisch, < 2 cmEntlassung, Kontrolle nach 2-4 Wochen
Primär (PSP)Symptomatisch oder > 2 cmNadelaspiration, bei Versagen Thoraxdrainage
Sekundär (SSP)< 1 cm, keine DyspnoeStationäre Aufnahme, High-Flow-Sauerstoff, 24h Beobachtung
Sekundär (SSP)1-2 cmNadelaspiration, bei Restbefund > 2 cm Thoraxdrainage
Sekundär (SSP)> 2 cm oder AtemnotThoraxdrainage

Chirurgische Intervention

Die Leitlinie nennt spezifische Indikationen für ein chirurgisches Eingreifen (VATS oder Thorakotomie). Dazu gehören:

  • Kontinuierliches Luftleck für mehr als 7 Tage

  • Beidseitige Pneumothoraces

  • Erstepisode bei Hochrisikoberufen (z. B. Taucher, Piloten)

  • Rezidivierender ipsilateraler oder kontralateraler Pneumothorax

  • Vorliegen einer AIDS-Erkrankung

Kontraindikationen

Ein unbehandelter Pneumothorax stellt eine Kontraindikation für Flugreisen oder Sporttauchen dar.

Eine bereits gezogene Thoraxdrainage darf laut Leitlinie niemals an derselben Stelle neu eingelegt werden, da dies das Risiko für ein Empyem erhöht.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei einem hämodynamisch instabilen Spannungspneumothorax darf die lebensrettende Nadeldekompression oder Thoraxdrainage niemals durch das Warten auf eine radiologische Bildgebung verzögert werden. Zudem weist die Leitlinie darauf hin, dass eine zunehmende subkutane Emphysembildung auf eine Fehllage der Thoraxdrainage hindeuten kann, was eine Neupositionierung mit einem neuen Schlauch erfordert.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls wird eine Nadeldekompression mit einem 14- bis 16-Gauge-Katheter empfohlen. Die Punktion erfolgt im zweiten Interkostalraum in der Medioklavikularlinie.

Ein asymptomatischer primärer Spontanpneumothorax mit einer Tiefe von weniger als 2 cm kann konservativ behandelt werden. Die Leitlinie empfiehlt in diesem Fall eine Entlassung mit ambulanter Kontrolle nach 2 bis 4 Wochen.

In der E-FAST-Untersuchung deuten das Fehlen von Lungengleiten und Kometenschweif-Artefakten auf einen Pneumothorax hin. Das Vorhandensein eines Lungenpunktes (Lung Point) gilt als spezifisches Zeichen.

Eine chirurgische Intervention wird unter anderem bei einem persistierenden Luftleck von über 7 Tagen, beidseitigen Befunden oder bei Rezidiven empfohlen. Auch bei Personen in Hochrisikoberufen wie Tauchern wird bereits nach der Erstepisode operiert.

Ein unbehandelter Pneumothorax ist eine absolute Kontraindikation für das Fliegen oder Tauchen. Nach erfolgreicher Behandlung wird empfohlen, mindestens zwei Wochen bis zu einer Flugreise zu warten.

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Quelle: StatPearls: Pneumothorax (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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