StatPearls2026

EMS Pneumothorax: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Leitlinie beschreibt die präklinische Versorgung des traumatischen Pneumothorax. Dieser stellt die zweithäufigste Verletzung beim Thoraxtrauma dar.

Ein schnelles Erkennen und Behandeln durch den Rettungsdienst ist entscheidend, um ein Atemversagen oder einen obstruktiven Schock zu verhindern. Es existiert jedoch kein einheitlicher nationaler Standard für die Behandlung.

Die Leitlinie teilt den traumatischen Pneumothorax in drei Hauptklassen ein: den einfachen, den Spannungspneumothorax und den offenen (kommunizierenden) Pneumothorax.

Empfehlungen

Diagnostik

Laut Leitlinie sollte ein Pneumothorax bei Thoraxtrauma mit klinischen Zeichen einer respiratorischen oder zirkulatorischen Beeinträchtigung in Betracht gezogen werden. Zu den klassischen, aber oft erst spät auftretenden Befunden zählen:

  • Hypoxie und Tachypnoe

  • Abgeschwächte Atemgeräusche und Hautemphysem (Krepitation)

  • Tachykardie und Hypotonie

  • Trachealdeviation und saugende Thoraxwunden

Klassifikation des Pneumothorax

Die Leitlinie unterscheidet drei pathophysiologische Formen, die das therapeutische Vorgehen bestimmen:

KlassifikationPathophysiologieHäufige UrsacheHämodynamischer Effekt
Einfacher PneumothoraxLuftansammlung im Pleuraspalt ohne KompressionStumpfes TraumaGering, sofern nicht massiv
SpannungspneumothoraxZunehmender Druck komprimiert thorakale StrukturenKontinuierliche LuftansammlungObstruktiver Schock
Offener PneumothoraxLuftaustausch zwischen Atmosphäre und PleuraspaltPenetrierendes TraumaRespiratorische Insuffizienz

Therapie des Spannungspneumothorax

Bei Verdacht auf einen Spannungspneumothorax mit Hypotonie oder respiratorischem Versagen wird eine Nadelthorakostomie (Nadeldekompression) empfohlen.

Bezüglich des Punktionsortes werden zwei Zugänge diskutiert:

  • Klassischer Zugang: 2. Interkostalraum in der Medioklavikularlinie.

  • Alternativer Zugang: 4. oder 5. Interkostalraum in der mittleren Axillarlinie. Dieser wird zunehmend bevorzugt, da hier weniger Weichteilgewebe vorliegt und die Erfolgsrate höher ist.

Es wird darauf hingewiesen, dass beim lateralen Zugang ein erhöhtes Risiko für ein Abknicken des Katheters in Rückenlage besteht.

Therapie des offenen Pneumothorax

Bei einer saugenden Thoraxwunde wird die Anlage eines Okklusivverbandes empfohlen, unabhängig vom aktuellen respiratorischen Status.

Die Leitlinie beschreibt folgende Optionen:

  • Klassischer an drei Seiten fixierter Verband, der als Einwegventil fungiert.

  • Kommerzielle ventilierte Okklusivverbände, die laut Studien im Tiermodell effektiver sind.

  • Militärischer Ansatz: Komplett verschlossener (vierseitiger) Verband mit Nadeldekompression bei Entwicklung einer Spannungssymptomatik.

Kontraindikationen

Laut Leitlinie gibt es keine absoluten Kontraindikationen für die Behandlung eines Spannungspneumothorax mittels Nadeldekompression oder eines offenen Pneumothorax mit einem Okklusivverband.

Aufgrund der hohen Morbidität und Mortalität dieser Verletzungen darf die lebensrettende Therapie bei instabilen Personen nicht verzögert werden.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, dass sich ein offener Pneumothorax nach Anlage eines Okklusivverbandes in einen Spannungspneumothorax verwandeln kann. Es wird empfohlen, kontinuierlich auf eine sich entwickelnde Spannungssymptomatik zu achten und bei Bedarf eine Nadeldekompression durchzuführen. Zudem wird betont, dass eine Nadeldekompression nur eine temporäre Maßnahme bis zur definitiven Versorgung mit einer Thoraxdrainage in der Klinik darstellt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird klassisch der 2. Interkostalraum in der Medioklavikularlinie punktiert. Zunehmend wird jedoch der 4. oder 5. Interkostalraum in der mittleren Axillarlinie empfohlen, da hier die Erfolgsrate aufgrund geringerer Gewebedicke höher ist.

Die Leitlinie nennt Hypoxie, abgeschwächte Atemgeräusche, Tachypnoe, Tachykardie, Hypotonie und eine Trachealdeviation als klassische Zeichen. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass viele dieser Symptome erst spät im Verlauf auftreten.

Es wird die Anlage eines Okklusivverbandes empfohlen, der als Einwegventil wirkt. Dies kann durch einen an drei Seiten fixierten Verband oder durch kommerzielle Ventilverbände erreicht werden.

Die Leitlinie stellt klar, dass es bei einem instabilen Zustand keine absoluten Kontraindikationen für diese lebensrettende Maßnahme gibt. Die Therapie sollte nicht zugunsten eines schnelleren Transports verzögert werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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