StatPearls2026

Plasmavolumenbestimmung: StatPearls Zusammenfassung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Bestimmung des Blut- und Plasmavolumens ist essenziell für die Beurteilung des hämodynamischen Status. Laut StatPearls-Text kann die klinische Einschätzung durch eine rein körperliche Untersuchung oft unzureichend sein, da Flüssigkeitsverschiebungen in den extravaskulären Raum eine Hypervolämie vortäuschen können.

Die Plasmavolumenbestimmung nutzt traditionell die Indikator-Verdünnungsmethode mit radioaktiven Tracern oder alternativ die Kohlenmonoxid-Rückatmung. Während die Untersuchung früher mehrere Stunden dauerte, liefern moderne semi-automatisierte Systeme die Ergebnisse in etwa 90 Minuten.

Das Blutvolumen setzt sich aus dem Erythrozytenvolumen und dem Plasmavolumen zusammen. Die Untersuchung hilft bei der präzisen Differenzierung zwischen Hypo-, Eu- und Hypervolämie, insbesondere bei kritisch kranken Personen.

Empfehlungen

Der StatPearls-Text beschreibt folgende Kernaspekte der Plasmavolumenbestimmung:

Indikationen

Die Untersuchung wird zur genauen Beurteilung des Volumenstatus bei verschiedenen Pathologien eingesetzt. Zu den genannten Indikationen gehören unter anderem Herzinsuffizienz, Leberzirrhose, nephrotisches Syndrom und Nierenversagen.

Zudem wird der Einsatz bei Polyzythämie, Anämie, Hypertonie, orthostatischer Hypotonie und unklaren Synkopen beschrieben.

Vorbereitung und Durchführung

Vor der Untersuchung wird eine genaue Messung von Größe und Gewicht empfohlen, um das ideale Körpergewicht zu ermitteln. Um eine posturale Pseudoanämie durch Flüssigkeitsverschiebungen zu vermeiden, muss die zu untersuchende Person vor dem Test eine Stunde lang flach auf dem Rücken liegen.

Der Text beschreibt die Durchführung mit radioaktiven Tracern (125I-HSA oder 131I-HSA) wie folgt:

  • Nach Entnahme einer Kontrollprobe wird 1 ml des Tracers injiziert.

  • Es wird eine Verteilungszeit von 12 Minuten abgewartet.

  • Anschließend werden fünf Blutproben im Abstand von jeweils 6 Minuten entnommen.

Alternativ wird die Kohlenmonoxid-Rückatmungsmethode zur Bestimmung der zirkulierenden Hämoglobinmasse und des daraus abgeleiteten Plasmavolumens erwähnt.

Auswertung und Schweregrade

Die Beurteilung des Blutvolumens erfolgt laut Text basierend auf der Abweichung vom vorhergesagten Idealwert. Dabei wird folgende Klassifikation nach Feldschuh und Enson herangezogen:

SchweregradAbweichung vom vorhergesagten Wert
Normal± 8 %
Milde Hypo-/Hypervolämie8 bis 16 %
Moderate Hypo-/Hypervolämie16 bis 24 %
Schwere Hypo-/Hypervolämie24 bis 32 %
Extreme Hypo-/Hypervolämie> 32 %

Störfaktoren

Der Text warnt vor verschiedenen Faktoren, die die Messergebnisse verfälschen können. Ein Überschuss an EDTA-Antikoagulans im Probenröhrchen kann zu einem falsch niedrigen Hämatokrit und einer Unterschätzung des Erythrozytenvolumens führen.

Zudem wird auf die Gefahr von Plasma-Trapping nach der Zentrifugation hingewiesen, was den Hämatokritwert überschätzen lässt. Eine Extravasation des Tracers bei der Injektion führt zu einer geringeren gemessenen Konzentration und somit zu einer Überschätzung des Blutvolumens.

Dosierung

Zur Blockade der Schilddrüse vor der Gabe von radioaktivem Jod (125I-HSA oder 131I-HSA) werden im Text folgende Dosierungen für Kaliumjodid genannt:

MedikamentDosierungDauer
Kaliumjodid30 mg/Tag3 bis 4 Wochen vorab
Kaliumjodid400 mgEinmalige Gabe

Kontraindikationen

Der Text warnt vor einer hohen Strahlenbelastung der Schilddrüse durch die verwendeten Radioisotope (125I-HSA oder 131I-HSA). Es wird dringend empfohlen, die Schilddrüse vor der Untersuchung durch die Gabe von nicht-radioaktivem Jod zu blockieren.

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💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler bei der Plasmavolumenbestimmung ist die unzureichende Vorbereitung der Körperposition. Es wird betont, dass die zu untersuchende Person zwingend eine Stunde vor dem Test flach auf dem Rücken liegen muss. Ein Wechsel von der liegenden in die aufrechte Position führt zu einer signifikanten Abnahme des gemessenen Blutvolumens (posturale Pseudoanämie) und verfälscht das Ergebnis.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls-Text liefern moderne semi-automatisierte Systeme die Ergebnisse in etwa 90 Minuten. Früher nahm die Untersuchung durch aufwendigere Auswertungen vier bis sechs Stunden in Anspruch.

Der Text erklärt, dass ein Wechsel der Körperposition zu Flüssigkeitsverschiebungen zwischen dem intra- und extravaskulären Raum führt. Das Liegen verhindert eine sogenannte posturale Pseudoanämie, die das Messergebnis verfälschen würde.

Es wird primär der Einsatz von radioaktiven Tracern wie 125I-HSA oder 131I-HSA (humanes Serumalbumin) beschrieben. Alternativ wird die Kohlenmonoxid-Rückatmungsmethode erwähnt.

Um die Aufnahme radioaktiver Isotope zu verhindern, wird eine Blockade mit nicht-radioaktivem Jod empfohlen. Dies erfolgt laut Text durch die Gabe von Kaliumjodid, entweder als mehrwöchige Therapie oder als hochdosierte Einmalgabe.

Gemäß der im Text zitierten Klassifikation nach Feldschuh und Enson liegt eine extreme Hypervolämie vor, wenn das gemessene Blutvolumen mehr als 32 Prozent über dem vorhergesagten Idealwert liegt.

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Quelle: StatPearls: Plasma Volume Study (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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