StatPearls2026Psychiatrie

Panikstörung: DSM-5 Diagnostik und Therapieempfehlung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Panikstörung ist durch wiederkehrende, unerwartete Panikattacken gekennzeichnet. Laut der StatPearls-Leitlinie erreichen diese Attacken innerhalb von Minuten ihren Höhepunkt und gehen mit intensiver Angst oder Unbehagen einher.

Epidemiologisch zeigt die Erkrankung eine hohe Lebenszeitprävalenz, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Der Erkrankungsgipfel liegt in der Adoleszenz und im frühen Erwachsenenalter.

Die Pathophysiologie wird auf ein chemisches Ungleichgewicht von Gamma-Aminobuttersäure (GABA), Cortisol und Serotonin sowie auf eine Dysfunktion der Amygdala zurückgeführt. Zudem besteht ein familiäres Risiko, da Verwandte ersten Grades ein um 40 Prozent erhöhtes Risiko aufweisen.

Empfehlungen

Diagnostik

Die Leitlinie verweist für die Diagnosestellung auf die DSM-5-Kriterien. Eine Panikstörung liegt vor, wenn wiederkehrende, unerwartete Panikattacken auftreten.

Zudem muss mindestens eine Attacke von einer einmonatigen oder längeren Phase der anhaltenden Sorge vor weiteren Attacken oder von maladaptivem Vermeidungsverhalten gefolgt sein.

Für eine Panikattacke wird das Vorliegen von mindestens vier der folgenden körperlichen oder kognitiven Symptome gefordert:

  • Palpitationen, Herzklopfen oder beschleunigter Herzschlag

  • Schwitzen, Zittern oder Beben

  • Gefühl der Kurzatmigkeit, Erstickungsgefühle oder Brustschmerzen

  • Übelkeit, Schwindel, Benommenheit oder Ohnmachtsgefühl

  • Kälteschauer, Hitzegefühle oder Parästhesien

  • Derealisation, Depersonalisation, Angst vor Kontrollverlust oder Todesangst

Es wird betont, dass eine gründliche körperliche Untersuchung zum Ausschluss anderer medizinischer Ursachen erfolgen sollte. Spezifische Labor- oder Bildgebungsuntersuchungen sind für die Diagnose selbst nicht erforderlich.

Therapie

Die Behandlung stützt sich laut Leitlinie auf psychologische und pharmakologische Interventionen. Als psychologisches Verfahren wird die kognitive Verhaltenstherapie (CBT) empfohlen.

Zusätzlich wird ein Atemtraining mittels Kapnometrie-Biofeedback erwähnt, um Hyperventilationsepisoden zu reduzieren.

Für die medikamentöse Therapie formuliert die Leitlinie folgende Ansätze:

  • Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) gelten als Erstlinientherapie.

  • Benzodiazepine (wie Alprazolam) werden zur Überbrückung bei schweren Symptomen empfohlen, bis die Antidepressiva wirken.

  • Bei gleichzeitig bestehender Substanzgebrauchsstörung wird der Einsatz von Gabapentin und Mirtazapin empfohlen.

Monitoring und Prognose

Aufgrund eines erhöhten Suizidrisikos wird bei einigen Betroffenen eine stationäre Überwachung empfohlen, bis die Symptome abklingen.

Die Leitlinie weist darauf hin, dass die Prognose oft vorsichtig zu stellen ist, da Rückfälle häufig sind. Etwa 60 Prozent der Behandelten erreichen innerhalb von sechs Monaten eine Remission.

Kontraindikationen

Die Leitlinie rät vom Konsum von Alkohol und Freizeitdrogen ab. Zudem wird davor gewarnt, pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel ohne vorherige Rücksprache mit dem behandelnden Arzt einzunehmen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass Betroffene aufgrund der stark ausgeprägten körperlichen Symptome häufig medizinische Spezialisten aufsuchen und psychologische Hilfe meiden. Es wird empfohlen, Differenzialdiagnosen wie Angina pectoris, Asthma oder Lungenembolien sorgfältig auszuschließen, bevor die Diagnose einer Panikstörung gestellt wird. Zudem wird betont, dass die Aufklärung über die Ungefährlichkeit der Symptome essenziell ist, um die Angst vor weiteren Attacken zu mindern.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie gelten selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) als Erstlinientherapie. Monoaminoxidase-Hemmer und trizyklische Antidepressiva werden nicht als erste Wahl empfohlen.

Der Einsatz von Benzodiazepinen wie Alprazolam wird bei schweren Symptomen oder Begleiterkrankungen empfohlen. Sie dienen der Überbrückung, bis die Wirkung der Antidepressiva einsetzt.

Die Diagnose erfordert wiederkehrende, unerwartete Panikattacken. Darauf muss mindestens ein Monat mit anhaltender Sorge vor weiteren Attacken oder einer Verhaltensänderung wie Vermeidungsverhalten folgen.

Bei Vorliegen einer komorbiden Substanzgebrauchsstörung empfiehlt die Leitlinie den Einsatz von Gabapentin und Mirtazapin.

Es wird empfohlen, Erkrankungen wie Angina pectoris, Asthma, Herzinsuffizienz, Lungenembolie und Hyperthyreose differenzialdiagnostisch auszuschließen.

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Quelle: StatPearls: Panic Disorder (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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