StatPearls2026

Trennungsangst (SAD): StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Trennungsangststörung (Separation Anxiety Disorder, SAD) ist laut der StatPearls-Leitlinie eine der häufigsten kindlichen Angststörungen. Sie ist durch eine übersteigerte, entwicklungsunangemessene Angst vor der Trennung von einer Bezugsperson gekennzeichnet.

Während eine physiologische Trennungsangst zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 3. Lebensjahr normal ist, manifestiert sich die Störung durch eine unangemessene Intensität oder Dauer. Unbehandelt kann die Erkrankung bis ins Erwachsenenalter persistieren und die Lebensqualität erheblich einschränken.

Die Ätiologie ist multifaktoriell und umfasst genetische Prädispositionen sowie psychologische Faktoren wie einen ängstlich-ambivalenten Bindungsstil. Auch familiäre Einflüsse, wie überbehütende Erziehungsstile oder elterliche Angststörungen, tragen zur Entstehung bei.

Empfehlungen

Diagnostik und DSM-5-TR-Kriterien

Die Diagnose einer Trennungsangst erfordert laut Leitlinie eine entwicklungsunangemessene Angst, die durch mindestens drei spezifische Symptome gekennzeichnet ist. Dazu gehören unter anderem wiederkehrende extreme Belastung bei Trennung, anhaltende Sorge um die Bezugsperson oder die Weigerung, alleine zu schlafen.

Für eine Diagnosestellung müssen die Symptome bei Kindern und Jugendlichen mindestens vier Wochen und bei Erwachsenen sechs Monate oder länger anhalten. Zudem wird eine klinisch bedeutsame Beeinträchtigung in wichtigen Lebensbereichen wie Schule oder Beruf vorausgesetzt.

Screening-Instrumente

Zur Diagnostik und Verlaufsbeobachtung wird der Einsatz validierter Screening-Instrumente empfohlen. Die Leitlinie hebt folgende Tools hervor:

Screening-ToolZielgruppeBesonderheiten
SCAREDKinder und Eltern41 Fragen, Score ab 25 weist auf Angststörung hin
ADISKinder und ElternGoldstandard, strukturiertes diagnostisches Interview
PARSKlinikerBewertet Schweregrad basierend auf Symptomfrequenz
SAAIKinder und ElternFokussiert auf Vermeidungsverhalten in Trennungssituationen

Nicht-medikamentöse Therapie

Bei leichten Symptomen reichen oft Aufklärung, Unterstützung und die Etablierung regelmäßiger Schlaf- und Essensroutinen aus.

Als Erstlinientherapie bei behandlungsbedürftiger Trennungsangst wird die kognitive Verhaltenstherapie (CBT) empfohlen. Eine effektive CBT umfasst typischerweise 10 bis 15 ambulante Sitzungen und beinhaltet Psychoedukation sowie schrittweise Exposition.

Medikamentöse und Kombinationstherapie

Es gibt keine von der FDA zugelassenen Medikamente spezifisch für die Trennungsangststörung. Dennoch werden Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) im Off-Label-Use häufig erfolgreich eingesetzt.

Die Leitlinie betont, dass eine Kombinationstherapie aus CBT und einem SSRI (wie Sertralin) der jeweiligen Monotherapie überlegen ist. Von der Anwendung von Benzodiazepinen und trizyklischen Antidepressiva (TCA) wird aufgrund unzureichender Evidenz abgeraten.

Kontraindikationen

Die Leitlinie rät von der Behandlung kindlicher Angststörungen mit Benzodiazepinen und trizyklischen Antidepressiva (TCA) ab, da hierfür keine ausreichende Evidenz vorliegt.

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💡Praxis-Tipp

Ein häufiges, aber oft übersehenes Symptom der Trennungsangststörung ist die Somatisierung, wie beispielsweise wiederkehrende Kopf- oder Bauchschmerzen vor dem Schulbesuch. Es wird empfohlen, bei unklaren somatischen Beschwerden im Kindesalter und gleichzeitigem Schulverweigerungsverhalten gezielt nach Trennungsängsten zu screenen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist eine physiologische Trennungsangst bis zum Alter von etwa drei Jahren normal. Wenn die Symptome darüber hinaus in unangemessener Intensität bestehen bleiben oder neu auftreten, kann eine Trennungsangststörung vorliegen.

Die kognitive Verhaltenstherapie (CBT) gilt als Erstlinientherapie. Bei unzureichendem Ansprechen oder schweren Verläufen wird eine Kombination aus CBT und einem SSRI empfohlen.

Gemäß den DSM-5-TR-Kriterien müssen die Symptome bei Kindern und Jugendlichen mindestens vier Wochen andauern. Bei Erwachsenen wird eine Dauer von mindestens sechs Monaten gefordert.

Aktuell gibt es keine Medikamente mit einer offiziellen FDA-Zulassung für die Trennungsangststörung. SSRIs wie Sertralin werden jedoch häufig und erfolgreich im Off-Label-Use eingesetzt.

Die Leitlinie empfiehlt unter anderem den SCARED-Fragebogen (Screen for Child Anxiety Related Emotional Disorders). Ein Gesamtscore von 25 oder höher weist dabei mit hoher Sensitivität und Spezifität auf eine Angststörung hin.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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