StatPearls2026

Spannungskopfschmerz: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Spannungskopfschmerz (Tension-Type Headache, TTH) ist die weltweit häufigste primäre Kopfschmerzerkrankung. Er verursacht laut StatPearls-Leitlinie eine signifikante Morbidität und führt zu mehr Arbeitsausfällen als die Migräne.

Die Pathophysiologie ist multifaktoriell und umfasst sowohl periphere als auch zentrale Sensibilisierungsprozesse. Als wesentliche Triggerfaktoren werden Stress, Fehlhaltungen, myofasziale Triggerpunkte und insbesondere Schlafstörungen beschrieben.

Die Erkrankung wird anhand der Häufigkeit der Episoden in seltene episodische, häufige episodische und chronische Verlaufsformen unterteilt. Eine Chronifizierung wird häufig durch Medikamentenübergebrauch oder anhaltende Schlafstörungen begünstigt.

Empfehlungen

Die StatPearls-Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen für das Management des Spannungskopfschmerzes:

Diagnostik

Die Diagnose wird rein klinisch anhand der Kriterien der International Headache Society (ICHD-3) gestellt. Bildgebende Verfahren oder Laboruntersuchungen sind bei unauffälligem neurologischem Befund und typischer Anamnese nicht indiziert.

Laut Leitlinie wird eine weiterführende Diagnostik (CCT, MRT oder Lumbalpunktion) nur beim Vorliegen von Warnsymptomen empfohlen. Zur systematischen Erfassung dieser sekundären Kopfschmerzursachen wird die Anwendung des SNNOOP10-Screenings nahegelegt.

Akuttherapie

Für die Behandlung episodischer Spannungskopfschmerzen empfiehlt die Leitlinie primär einfache Analgetika oder nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR). Es wird betont, dass eine Kombination aus Ibuprofen und Paracetamol einen synergistischen Effekt aufweist.

Zusätzlich wird die lokale Anwendung von 10-prozentigem Pfefferminzöl auf die Schläfen als wirksame Standardoption genannt. Die Leitlinie warnt davor, Analgetika zu häufig einzusetzen, da dies zu einem Medikamentenübergebrauchskopfschmerz führen kann.

Medikamentöse Prophylaxe

Eine prophylaktische Therapie wird für Patienten mit chronischem oder sehr häufigem episodischem Spannungskopfschmerz empfohlen. Als Mittel der ersten Wahl gilt hierbei das trizyklische Antidepressivum Amitriptylin.

  • Die Therapie sollte einschleichend begonnen und bei Ansprechen für mindestens 6 Monate fortgeführt werden.

  • Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) zeigen laut Leitlinie keine überlegene Wirksamkeit gegenüber Placebo.

  • Botulinumtoxin A kann in therapierefraktären chronischen Fällen erwogen werden, ist jedoch keine Erstlinientherapie.

Nicht-medikamentöse Therapie

Die Leitlinie hebt die Bedeutung multimodaler Ansätze hervor. Als wirksam werden folgende Interventionen eingestuft:

  • Physiotherapie mit Haltungskorrektur und manuellen Gelenkmobilisationen

  • Kognitive Verhaltenstherapie und Biofeedback

  • Akupunktur und Triggerpunkt-Injektionen (Dry Needling)

Dosierung

Klassifikation nach ICHD-3

SubtypHäufigkeit der Kopfschmerzepisoden
Seltener episodischer TTH< 1 Tag/Monat (oder < 12 Tage/Jahr)
Häufiger episodischer TTH1 bis 14 Tage/Monat für > 3 Monate
Chronischer TTH≥ 15 Tage/Monat für > 3 Monate

Akuttherapie

MedikamentDosierungIndikation / Anmerkung
Ibuprofen400 mgMittel der Wahl, synergistisch mit Paracetamol
Paracetamol1000 mgAlternative bei NSAR-Kontraindikationen
Naproxen-Natrium375 - 550 mgAkuttherapie
Diclofenac50 - 100 mgAkuttherapie
Ketoprofen25 - 50 mgAkuttherapie
Pfefferminzöl (10 % in Ethanol)lokal auftragenFür Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren zugelassen

Prophylaxe (Chronischer TTH)

MedikamentDosierungIndikation / Anmerkung
Amitriptylin10 - 25 mg/Tag (Startdosis)Mittel der 1. Wahl, wöchentlich um 10-25 mg steigern

Kontraindikationen

Die Leitlinie weist auf folgende Einschränkungen und Warnhinweise hin:

  • Acetylsalicylsäure: Eine Dosis von 500 mg zeigte in Studien keine bessere Wirksamkeit als Placebo.

  • Muskelrelaxanzien: Es gibt nur schwache Evidenz für deren Wirksamkeit beim Spannungskopfschmerz, zudem besteht die Gefahr einer Gewöhnung.

  • Medikamentenübergebrauch: Eine zu häufige Einnahme von Akutmedikation (Analgetika, Triptane) an mehr als 15 Tagen pro Monat über mehr als 3 Monate kann einen Rebound-Kopfschmerz auslösen.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist die Abklärung von Schlafstörungen bei Patienten mit chronischem Spannungskopfschmerz essenziell, da Insomnie ein Hauptrisikofaktor für die Chronifizierung darstellt. Zudem wird empfohlen, bei täglichen morgendlichen Kopfschmerzen, die nur kurzzeitig auf Analgetika ansprechen, stets an einen Medikamentenübergebrauchskopfschmerz zu denken.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie beschreibt den Spannungskopfschmerz als beidseitig, drückend und nicht durch körperliche Aktivität verstärkt. Im Gegensatz zur Migräne fehlen typischerweise Begleitsymptome wie starke Übelkeit, Erbrechen oder eine ausgeprägte Licht- und Lärmempfindlichkeit.

Eine Bildgebung wird laut Leitlinie nur bei Vorliegen von Warnsymptomen, sogenannten "Red Flags", empfohlen. Dazu gehören unter anderem ein plötzlicher Beginn, neurologische Ausfälle, ein Alter über 50 Jahre bei Erstmanifestation oder begleitendes Fieber.

Für die Akuttherapie empfiehlt die Leitlinie primär Ibuprofen in einer Dosierung von 400 mg oder Paracetamol 1000 mg. Es wird darauf hingewiesen, dass eine Kombination beider Wirkstoffe einen synergistischen Effekt erzielen kann.

Bei chronischen Verläufen wird gemäß Leitlinie eine medikamentöse Prophylaxe mit dem trizyklischen Antidepressivum Amitriptylin empfohlen. Die Therapie sollte mit einer niedrigen Dosis begonnen und bei Erfolg für mindestens sechs Monate fortgeführt werden.

Die Leitlinie bestätigt die Wirksamkeit von lokal aufgetragenem, 10-prozentigem Pfefferminzöl. Die schmerzlindernde Wirkung wird in Studien als vergleichbar mit der von Paracetamol oder Acetylsalicylsäure eingestuft.

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Quelle: StatPearls: Muscle Contraction Tension Headache (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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