StatPearls2026

Menstruationsassoziierte Migräne: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Leitlinie befasst sich mit menstruationsassoziierten Kopfschmerzen, die bei Frauen im Zusammenhang mit dem Östrogenabfall während des Menstruationszyklus auftreten. Diese hormonellen Schwankungen beeinflussen das serotonerge und glutamaterge System des zentralen Nervensystems.

Laut Leitlinie führt der niedrige Östrogenspiegel in der späten Sekretionsphase zu einer verminderten Serotoninproduktion. Dies bedingt eine vermehrte Freisetzung von Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) und Substanz P aus den Trigeminusnerven.

In der Folge kommt es zu einer Vasodilatation der intrazerebralen Gefäße und einer sensorischen Sensibilisierung. Die Leitlinie beschreibt zudem eine erhöhte Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke, was die Freisetzung entzündungsfördernder Mediatoren in den schmerzempfindlichen Meningen begünstigt.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur Diagnostik und Therapie:

Diagnostik und Klassifikation

Die Diagnose wird rein klinisch gestellt, da bildgebende Verfahren in der Regel unauffällig sind. Eine Bildgebung wird nur empfohlen, wenn sich Qualität, Lokalisation oder Dauer der Kopfschmerzen von früheren Episoden unterscheiden.

Die Leitlinie klassifiziert die Erkrankung nach den ICHD-3-Kriterien basierend auf dem Auftreten im Zeitfenster von zwei Tagen vor bis drei Tagen nach Menstruationsbeginn (in mindestens zwei von drei Zyklen):

KlassifikationZeitlicher Zusammenhang mit der MenstruationAuftreten außerhalb des Zyklusfensters
Reine menstruelle MigräneTag -2 bis Tag +3 der MenstruationNein
Menstruationsassoziierte MigräneTag -2 bis Tag +3 der MenstruationJa

Nicht-medikamentöse Therapie

Es wird empfohlen, therapeutische Lebensstilmaßnahmen wie eine angemessene Schlafhygiene, gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung zu etablieren. Zudem wird das Führen eines Kopfschmerztagebuchs über einen Monat zur Identifikation von Auslösern und zur Zykluskorrelation empfohlen.

Medikamentöse Akuttherapie

Zur Akuttherapie empfiehlt die Leitlinie verschiedene pharmakologische Ansätze:

  • Triptane: Gelten als häufige Abortivtherapie und blockieren die Aktivierung des Trigeminusnervs.

  • NSAR: Können als Monotherapie wirksam sein, wobei Mefenaminsäure besonders gut untersucht ist und gleichzeitig eine Dysmenorrhoe lindern kann.

  • CGRP-Antagonisten: Werden als neuartige Optionen bei unzureichendem Ansprechen oder Kontraindikationen gegenüber Erstlinienmedikamenten genannt.

  • Intravenöses Metoclopramid: Wird im Notfallsetting als ebenso wirksam wie eine Triptan-Therapie beschrieben.

Hormonelle Prävention

Bei Patientinnen, die bereits orale Kontrazeptiva einnehmen, kann eine Anpassung des Hormonschemas erwogen werden. Die Leitlinie beschreibt, dass eine Reduktion der Östrogendosis den prämenstruellen Östrogenabfall begrenzen und so Kopfschmerzen verhindern kann.

Zu vermeidende Therapien

Von der Verwendung von Opioiden zur Behandlung wird explizit abgeraten. Die Leitlinie warnt davor, dass Opioide zu langfristigen Veränderungen im ZNS führen und einen Medikamentenübergebrauchskopfschmerz verursachen können.

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt folgende spezifische Kontraindikationen und Warnhinweise:

Triptane

Die Leitlinie nennt Prinzmetal-Angina und koronare Herzkrankheit (KHK) als absolute Kontraindikationen aufgrund des Risikos von Koronarspasmen. Vor Therapiebeginn wird ein Screening auf kardiovaskuläre Risikofaktoren empfohlen.

Zudem besteht bei gleichzeitiger Einnahme von Antidepressiva ein erhöhtes Risiko für ein Serotoninsyndrom.

Orale Kontrazeptiva

Bei Vorliegen einer Migräne mit Aura sind kombinierte hormonelle Kontrazeptiva absolut kontraindiziert, da ein erhöhtes Risiko für ischämische Schlaganfälle besteht.

Weitere Kontraindikationen umfassen laut Leitlinie:

  • Alter über 35 Jahre in Kombination mit Rauchen

  • Vorliegen von zwei oder mehr KHK-Risikofaktoren oder Hypertonie

  • Venöse Thromboembolien in der Anamnese

  • Brustkrebs oder thrombogene Mutationen

NSAR

Nichtsteroidale Antirheumatika sind bei peptischer Ulkuskrankheit oder einem Risiko für gastroduodenale Erkrankungen kontraindiziert.

Bei Nierenerkrankungen wird von NSAR abgeraten, da die Blockade von Prostaglandinen die Nierendurchblutung beeinträchtigen kann. Bei Patienten mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko kann die Anwendung aufgrund eines erhöhten Embolierisikos eingeschränkt sein.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Ein entscheidender Warnhinweis der Leitlinie betrifft die Verordnung von kombinierten oralen Kontrazeptiva. Bei Patientinnen, die an einer Migräne mit Aura leiden, sind diese Präparate aufgrund eines signifikant erhöhten Risikos für ischämische Schlaganfälle absolut kontraindiziert. Zudem wird explizit vom Einsatz von Opioiden abgeraten, da diese das Risiko für einen Medikamentenübergebrauchskopfschmerz erhöhen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie treten die Kopfschmerzattacken in einem definierten Zeitfenster auf. Dieses beginnt zwei Tage vor dem Einsetzen der Menstruation und endet am dritten Tag der Blutung.

Die Leitlinie nennt Triptane und NSAR als wirksame Akuttherapien. Insbesondere Mefenaminsäure wird hervorgehoben, da sie gleichzeitig Menstruationsbeschwerden wie eine Dysmenorrhoe lindern kann.

Nein, bei koronarer Herzkrankheit oder Prinzmetal-Angina sind Triptane absolut kontraindiziert. Die Leitlinie warnt in diesen Fällen vor dem Risiko lebensbedrohlicher Koronarspasmen.

In der Regel ist keine Bildgebung erforderlich, da es sich um eine klinische Diagnose handelt. Eine Untersuchung wird laut Leitlinie nur empfohlen, wenn sich die Kopfschmerzen in Qualität, Lokalisation oder Dauer von früheren Attacken unterscheiden.

Bei Patientinnen, die bereits orale Kontrazeptiva einnehmen, kann eine Anpassung helfen. Die Leitlinie beschreibt, dass eine Reduktion der Östrogendosis den prämenstruellen Hormonabfall und damit die Kopfschmerzen verringern kann.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: StatPearls: Menstrual-Related Headache (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien