StatPearls2026

Hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH): StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH) ist ein lebensbedrohliches, hyperinflammatorisches Syndrom. Es ist durch eine exzessive Immunaktivierung gekennzeichnet, die unbehandelt zu Gewebeschäden, Multiorganversagen und oft zum Tod führt.

Die Erkrankung wird in eine primäre (familiäre) und eine sekundäre (erworbene) Form unterteilt. Die primäre HLH manifestiert sich typischerweise in der frühen Kindheit aufgrund genetischer Mutationen, die die Immunregulation beeinträchtigen.

Die sekundäre HLH tritt häufiger bei Erwachsenen auf. Sie wird meist durch Infektionen, Malignome, Autoimmunerkrankungen oder bestimmte Therapien ausgelöst.

Empfehlungen

Die StatPearls-Leitlinie beschreibt folgende Kernaspekte zur Diagnostik und Therapie der HLH:

Diagnostik und Klassifikation

Die Diagnose basiert laut Leitlinie auf den etablierten HLH-2004-Kriterien. Für eine positive Diagnose müssen mindestens 5 der 8 Kriterien erfüllt sein.

KriteriumSpezifikation
FieberVorhanden
ZytopenienMindestens 2 Zelllinien betroffen
SplenomegalieVorhanden
Hypertriglyzeridämie und/oder HypofibrinogenämieVorhanden
HämophagozytoseBioptisch gesichert (Knochenmark, Milz, Lymphknoten)
Ferritin> 500 ng/ml
NK-Zell-AktivitätNiedrig oder fehlend
Lösliches CD25 (sIL2Ra)≥ 2400 U/ml

Es wird betont, dass ein bioptischer Nachweis der Hämophagozytose für die Diagnosestellung nicht mehr zwingend erforderlich ist.

Initiale Therapie

Die Behandlung fokussiert sich auf Immunsuppression und zytotoxische Chemotherapie. Die Leitlinie verweist auf die etablierten HLH-94- und HLH-2004-Protokolle.

Folgende Therapiebausteine werden beschrieben:

  • Dexamethason und Etoposid als Basistherapie

  • Cyclosporin A zur weiteren Immunsuppression

  • Intrathekales Methotrexat (IT-MTX) bei neurologischer Beteiligung

Erhaltungstherapie und Kuration

Als einzige kurative Maßnahme wird eine frühzeitige hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSCT) beschrieben. Diese sollte nach erfolgreicher Überbrückung durch die Chemo-Immuntherapie erfolgen.

Salvage-Therapie

Bei refraktären oder schweren Verläufen werden neuere Therapieansätze diskutiert. Dazu gehören Anakinra, Emapalumab (ein monoklonaler Antikörper gegen IFN-gamma) sowie Ruxolitinib.

Kontraindikationen

Laut Leitlinie sind Immunsuppression und zytotoxische Therapien bei Personen mit schweren Infektionen kontraindiziert. Es wird betont, dass vor Therapiebeginn eine eindeutige Diagnose gestellt werden muss.

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💡Praxis-Tipp

Bei Personen mit Multiorganversagen, Zytopenien und Koagulopathie, die nicht auf Standardtherapien ansprechen, wird ein hoher Verdacht auf eine HLH empfohlen. Insbesondere bei Kindern mit Symptomen eines Kawasaki-Syndroms oder toxischen Schocksyndroms sollte an diese Differenzialdiagnose gedacht werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie sind Malignome die häufigsten Auslöser und machen etwa 45 % der Fälle bei Erwachsenen aus. Weitere häufige Trigger sind Infektionen und Autoimmunerkrankungen.

Es wird beschrieben, dass ein bioptischer Nachweis einer Hämophagozytose nicht mehr zwingend für die Diagnose erforderlich ist. Die Diagnose kann auch durch das Erfüllen von 5 der 8 klinischen und laborchemischen HLH-2004-Kriterien gestellt werden.

Die Leitlinie warnt, dass betroffene Kinder ohne Behandlung unweigerlich versterben. Auch bei Erwachsenen bleibt die Mortalitätsrate mit etwa 41 % sehr hoch, wobei Malignom-assoziierte Fälle die schlechteste Prognose aufweisen.

Eine frühzeitige hämatopoetische Stammzelltransplantation wird als die einzige kurative Maßnahme angesehen. Sie erfolgt in der Regel nach einer erfolgreichen Überbrückungstherapie mit Chemo- und Immunsuppressiva.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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