StatPearls2026

Magenvolvulus: Diagnostik und Therapie laut StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Laut der StatPearls-Zusammenfassung ist der Magenvolvulus ein seltenes klinisches Ereignis bei Erwachsenen und Kindern. Er ist definiert als eine Rotation des Magens um sich selbst um mindestens 180 Grad entlang seiner Quer- oder Längsachse.

In 10 bis 30 Prozent der Fälle wird der Volvulus als primär eingestuft, was auf eine Laxizität der Magenbänder zurückzuführen ist. Die häufigste Ursache ist jedoch eine Zwerchfellhernie, insbesondere die paraösophageale Hernie.

Die Erkrankung führt zu einer Obstruktion des oberen Gastrointestinaltrakts. Es besteht ein hohes Risiko für eine Strangulation mit Nekrose, Perforation und Schock, wobei die Mortalitätsrate bei einem akuten Volvulus zwischen 30 und 50 Prozent liegt.

Empfehlungen

Klassifikation

Die Leitlinie unterscheidet zwei Haupttypen der Magenrotation, die sich in ihrer Häufigkeit und klinischen Präsentation unterscheiden:

TypHäufigkeitRotationsachsePassierbarkeit der Magensonde
OrganoaxialHäufig (ca. 2/3)Um Pylorus und gastroösophagealen ÜbergangErschwert oder unmöglich
MesenteroaxialSeltener (ca. 1/3)Längslinien parallel zum Omentum minusLeicht passierbar

Klinische Präsentation und Diagnostik

Laut Leitlinie hängt die klinische Präsentation von der Geschwindigkeit des Auftretens und der Vollständigkeit der Obstruktion ab. Bei einem akuten organoaxialen Volvulus wird auf die klassische Borchardt-Trias hingewiesen:

  • Akute epigastrische Schmerzen

  • Würgen ohne Erbrechen

  • Schwierigkeit oder Unmöglichkeit, eine Magensonde zu legen

Zur radiologischen Bestätigung wird eine Bildgebung empfohlen. Auf Röntgenaufnahmen des Thorax zeigen sich typischerweise ein kugelförmiger Magen oder ein doppelter Spiegel.

Als weitere diagnostische Schritte werden ein Bariumbreischluck oder eine Computertomographie (CT) von Thorax, Abdomen und Becken genannt. Die CT wird insbesondere zur präoperativen Planung empfohlen.

Operative Therapie

Die Leitlinie beschreibt die sofortige Operation als Goldstandard bei einem akuten Magenvolvulus. Ziel ist die Reposition und Entdrehung des Magens.

Folgende chirurgische Prinzipien werden hervorgehoben:

  • Bei Nekrose oder Perforation ist eine sofortige Resektion erforderlich.

  • Eine begleitende Zwerchfellhernie sollte reponiert und verschlossen werden.

  • Der Magen wird durch Naht oder Gastrostomie an der vorderen Bauchwand fixiert (Gastropexie).

Auch bei chronischem Magenvolvulus wird eine operative Sanierung (oft laparoskopisch) empfohlen, sofern die Operationsfähigkeit gegeben ist.

Konservative und endoskopische Ansätze

Bei älteren Patienten mit extrem hohem Operationsrisiko kann laut Leitlinie ein konservativer oder endoskopischer Ansatz verfolgt werden.

Die konservativen Maßnahmen umfassen:

  • Aufrechte Oberkörperhochlagerung

  • Vorsichtige Einlage einer Magensonde zur Dekompression

  • Adäquate Volumensubstitution und engmaschige Reevaluation

Alternativ wird eine endoskopische Dekompression und Reposition mit anschließender perkutaner endoskopischer Gastrostomie (PEG) zur Fixierung beschrieben.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie hebt hervor, dass die Passierbarkeit einer Magensonde stark vom Typ des Volvulus abhängt. Während die Sonde bei einem mesenteroaxialen Volvulus meist leicht vorzuschieben ist, ist dies beim organoaxialen Volvulus oft unmöglich. Ein fehlgeschlagener Versuch der Sondenanlage bei akutem Oberbauchschmerz und Würgen gilt daher als wichtiges klinisches Warnsignal für einen organoaxialen Magenvolvulus.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist eine Zwerchfellhernie, insbesondere die paraösophageale Hernie, die häufigste Ursache bei Kindern und Erwachsenen.

Die Leitlinie gibt die Mortalitätsrate bei einem akuten, strangulierten Magenvolvulus mit 30 bis 50 Prozent an. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer schnellen Diagnostik und Therapie.

Die Borchardt-Trias besteht aus akuten epigastrischen Schmerzen, Würgen ohne Erbrechen und der Unmöglichkeit, eine Magensonde zu platzieren. Sie tritt bei bis zu 70 Prozent der Patienten mit akutem organoaxialen Volvulus auf.

Ein konservativer oder endoskopischer Ansatz wird laut Leitlinie nur bei älteren Hochrisikopatienten beschrieben. Der Goldstandard bleibt die sofortige operative Reposition und Fixierung.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.