StatPearls2026

Curling-Ulkus: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Übersicht beschreibt Stressulzera als stressinduzierte Gastritis oder Gastropathie, bei der die Schleimhautbarriere durch eine schwere akute Erkrankung gestört wird. Treten diese Ulzera als Folge von systemischen Verbrennungen auf, werden sie als Curling-Ulzera bezeichnet. Bei einem akuten Schädel-Hirn-Trauma spricht man hingegen von Cushing-Ulzera.

Die Pathophysiologie beruht auf einer Schädigung der Schleimhautbarriere durch systemischen Stress und eine verminderte Durchblutung des Splanchnikusgebiets. Dies führt zu multiplen oberflächlichen Erosionen, die am häufigsten im Magenkorpus und Fundus auftreten.

Zu den Hauptrisikofaktoren zählen eine mechanische Beatmung von mehr als 48 Stunden, Koagulopathien, Sepsis sowie Verbrennungen von über 30 Prozent der Körperoberfläche. Auch ein Multiorganversagen oder der Einsatz hochdosierter systemischer Kortikosteroide begünstigen die Entstehung.

Empfehlungen

Diagnostik und Evaluation

Bei Verdacht auf ein Stressulkus wird zunächst die hämodynamische Stabilisierung priorisiert. Dies umfasst laut Übersicht die Volumensubstitution, Bluttransfusionen und gegebenenfalls die Korrektur einer Koagulopathie.

Zur Bestätigung und Lokalisation der Blutung wird eine Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD) empfohlen. Bei refraktären Ulzera kann zusätzlich eine Testung auf Helicobacter pylori erwogen werden.

Stadieneinteilung

Die endoskopische Stadieneinteilung der Magenulzera erfolgt anhand der Forrest-Klassifikation:

StadiumEndoskopischer BefundBlutungssituation
Forrest IaAktive spritzende BlutungAkute Blutung
Forrest IbAktive SickerblutungAkute Blutung
Forrest IIaNicht blutender sichtbarer GefäßstumpfZeichen einer kürzlichen Blutung
Forrest IIbAnhaftendes KoagelZeichen einer kürzlichen Blutung
Forrest IIcFlaches, pigmentiertes Hämatin am UlkusgrundZeichen einer kürzlichen Blutung
Forrest IIILäsion ohne aktive BlutungKeine aktive Blutung

Therapie

Die Behandlung umfasst sowohl nicht-pharmakologische als auch pharmakologische Ansätze. Zu den Basismaßnahmen zählen eine frühe enterale Ernährung und die Anlage einer Magensonde.

Die medikamentöse Therapie orientiert sich an der allgemeinen Behandlung der Ulkuskrankheit. Es kommen Protonenpumpeninhibitoren (PPI), H2-Rezeptor-Antagonisten und schleimhautschützende Präparate wie Sucralfat zum Einsatz.

Bei manifesten gastrointestinalen Blutungen wird eine endoskopische Blutstillung mittels Epinephrin-Injektion, Elektrokauterisation oder Clipping empfohlen. Bei refraktären Blutungen kann eine angiografische Embolisation oder als Ultima Ratio ein chirurgischer Eingriff erforderlich sein.

Stressulkus-Prophylaxe (SUP)

Eine medikamentöse Prophylaxe wird insbesondere bei Hochrisikopersonen auf der Intensivstation empfohlen. Dazu zählen Personen mit einer Beatmungsdauer von über 48 Stunden oder einer bestehenden Koagulopathie.

Die Prophylaxe wird in der Regel für die Dauer der kritischen Erkrankung oder der mechanischen Beatmung durchgeführt. Sie kann beendet werden, sobald eine orale Nahrungsaufnahme wieder toleriert wird.

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💡Praxis-Tipp

Die Übersicht warnt vor dem unkritischen Einsatz von Protonenpumpeninhibitoren (PPI) zur Stressulkus-Prophylaxe. Es wird darauf hingewiesen, dass die häufige Anwendung von PPI in der Intensivmedizin mit unerwünschten Wirkungen wie Clostridium-difficile-assoziierten Diarrhöen und Pneumonien einhergehen kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls handelt es sich bei beiden um stressinduzierte Ulzera. Ein Curling-Ulkus entsteht spezifisch als Folge von schweren systemischen Verbrennungen, während ein Cushing-Ulkus bei einem akuten Schädel-Hirn-Trauma auftritt.

Eine Prophylaxe wird unter anderem bei mechanischer Beatmung von über 48 Stunden und bei Vorliegen einer Koagulopathie empfohlen. Weitere Indikationen umfassen schwere Verbrennungen, Sepsis und den Einsatz hochdosierter Kortikosteroide.

Die Prophylaxe wird in der Regel für die Dauer der kritischen Erkrankung oder der mechanischen Beatmung fortgeführt. Sie kann beendet werden, sobald eine orale Nahrungsaufnahme wieder toleriert wird.

Zu den schwerwiegendsten Komplikationen zählen gastrointestinale Blutungen, Perforationen und eine Peritonitis. Diese Ereignisse sind mit einer deutlich erhöhten Morbidität und Mortalität auf der Intensivstation assoziiert.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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