StatPearls2026

Koronarkalk (CAC): StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Koronararterienverkalkung (Coronary Artery Calcification, CAC) ist ein direkter Marker für das Vorliegen einer koronaren Herzkrankheit. Laut der StatPearls-Leitlinie tritt sie meist als Folge einer Atherosklerose auf und ist stark alters- sowie geschlechtsabhängig.

Man unterscheidet primär zwei Formen der Verkalkung. Die intimalen Verkalkungen sind mit Atherosklerose assoziiert, während mediale Verkalkungen häufiger bei chronischer Niereninsuffizienz oder Diabetes mellitus auftreten.

Mikroverkalkungen deuten oft auf instabile Plaques hin. Dichte Makroverkalkungen sind hingegen eher mit stabilen Plaques assoziiert, können aber zur arteriellen Steifigkeit beitragen.

Empfehlungen

Indikation zur Diagnostik

Die Leitlinie empfiehlt die Bestimmung des CAC-Scores bei asymptomatischen Personen mit einem intermediären kardiovaskulären 10-Jahres-Risiko von 10 bis 20 Prozent (Klasse-IIa-Empfehlung).

Ebenso wird das Screening für asymptomatische Personen ab 40 Jahren mit Diabetes mellitus empfohlen.

Bei Personen mit einem sehr niedrigen (unter 10 Prozent) oder sehr hohen (über 20 Prozent) Risiko wird eine routinemäßige CAC-Messung nicht empfohlen.

Diagnostische Methoden

Als Goldstandard zur Quantifizierung wird die EKG-getriggerte Computertomographie (CT) ohne Kontrastmittel genannt.

Alternativ können intravaskulärer Ultraschall (IVUS) oder optische Kohärenztomographie (OCT) bei invasiven Eingriffen zur genauen Plaque-Beurteilung herangezogen werden.

Klassifikation nach Agatston-Score

Der Agatston-Score dient der Quantifizierung der Verkalkung und wird aus der Fläche und der Dichte der Läsionen berechnet. Die Leitlinie teilt die Krankheitslast in folgende Schweregrade ein:

CAC-ScoreSchweregrad der Erkrankung
0Keine identifizierbare Erkrankung
1 bis 99Milde Erkrankung
100 bis 399Moderate Erkrankung
Über 400Schwere Erkrankung

Ein Score von 0 gilt als stärkster negativer Prädiktor für zukünftige kardiovaskuläre Ereignisse bei asymptomatischen Personen.

Therapiesteuerung in der Primärprävention

Die Ergebnisse des CAC-Scores dienen laut Leitlinie als Entscheidungshilfe für den Beginn einer Statin-Therapie:

  • Bei einem Score von 0 ist keine Statin-Therapie indiziert, sofern keine Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes oder eine familiäre Vorbelastung vorliegen

  • Bei einem Score von 1 bis 99 wird die Statin-Gabe für Personen über 55 Jahren empfohlen

  • Bei einem Score von 1 bis 99 bei Personen unter 55 Jahren kann auf Statine verzichtet werden, wobei eine Reevaluation nach 3 bis 5 Jahren erfolgen sollte

  • Bei einem Score über 100 wird der Beginn einer Statin-Therapie generell empfohlen

Zusätzlich kann bei einem Score über 100 und einem Alter unter 70 Jahren der Einsatz von Aspirin zur Primärprävention nützlich sein.

Von seriellen CAC-Messungen zur Überprüfung der Therapieeffektivität wird explizit abgeraten.

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💡Praxis-Tipp

Ein CAC-Score von 0 schließt das Vorliegen von nicht-verkalkten, potenziell instabilen Plaques nicht völlig aus, gilt aber als extrem starker negativer Prädiktor für schwere kardiovaskuläre Ereignisse. Zudem wird in der Leitlinie betont, dass serielle CT-Untersuchungen zur Verlaufskontrolle einer Statin-Therapie nicht empfohlen werden, da sie keinen klinischen Mehrwert bieten.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist die Messung besonders bei asymptomatischen Personen mit einem intermediären kardiovaskulären 10-Jahres-Risiko (10 bis 20 Prozent) sinnvoll. Auch bei asymptomatischen Diabetikern ab 40 Jahren wird die Untersuchung empfohlen.

Der Score ergibt sich aus der Multiplikation der Verkalkungsfläche mit einem Dichtefaktor, der in Hounsfield-Einheiten (HU) gemessen wird. Ein Dichtewert ab 400 HU erhält beispielsweise den maximalen Multiplikator von 4.

Nein, der Score ist primär ein Marker für das Ausmaß der Atherosklerose und nicht zwingend für den Grad der Stenosierung. Durch ein kompensatorisches Gefäßwachstum können auch bei hoher Plaque-Last noch offene Gefäßlumen vorliegen.

Die Leitlinie rät von seriellen CAC-Messungen zur Beurteilung der Wirksamkeit einer medikamentösen Therapie ab. Eine erneute Messung nach 3 bis 5 Jahren wird nur bei jungen Personen mit initial niedrigem Score (1 bis 99) erwogen, um die Statin-Indikation neu zu bewerten.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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