StatPearls2026

Knopflochdeformität (Boutonniere Deformity): StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Knopflochdeformität (Boutonniere Deformity) ist durch eine Beugung im proximalen Interphalangealgelenk (PIP) und eine Überstreckung im distalen Interphalangealgelenk (DIP) gekennzeichnet. Ursächlich ist meist ein Riss des zentralen Zügels (Central Slip) der Strecksehne.

Zu den häufigsten Auslösern zählen traumatische Stauchungsverletzungen, wie sie oft bei Sportarten wie Basketball oder Football auftreten. Auch Schnittverletzungen, Verbrennungen oder entzündliche Gelenkerkrankungen wie die rheumatoide Arthritis können zu dieser Deformität führen.

Pathophysiologisch kommt es durch die Ruptur des zentralen Zügels zu einer palmaren Verlagerung der lateralen Zügel. Dies führt zur erzwungenen Beugung des PIP-Gelenks und schränkt die Streckung des DIP-Gelenks ein.

Empfehlungen

Die StatPearls-Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte zur Diagnostik und Therapie:

Diagnostik

Es wird eine gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung empfohlen, um den Verletzungsmechanismus zu klären. Bei Schnittverletzungen wird eine Untersuchung der Sehnenintegrität in einem blutleeren Feld angeraten.

Zur klinischen Überprüfung der Sehnenintegrität bei Stauchungsverletzungen wird der Elson-Test beschrieben:

  • Der betroffene Finger wird am PIP-Gelenk über eine Tischkante gebeugt.

  • Es wird Druck auf die mittlere Phalanx ausgeübt.

  • Die betroffene Person streckt den Finger gegen diesen Widerstand.

  • Ein positives Ergebnis zeigt sich durch eine Überstreckung im DIP-Gelenk.

Zusätzlich wird eine radiologische Diagnostik empfohlen, um begleitende Frakturen oder knöcherne Ausrisse auszuschließen. Seitliche Röntgenaufnahmen dienen der genauen Beurteilung des Überstreckungsgrades.

Konservative Therapie

Das primäre Behandlungsziel ist die Wiederherstellung des vollen Bewegungsumfangs. Als nicht-operative Standardtherapie wird eine Schienung (Splinting) empfohlen, um das PIP-Gelenk in Streckstellung zu fixieren.

Die Schiene wird in der Regel für 3 bis 6 Wochen getragen, abhängig von Alter und Verletzungsschwere. Anschließend wird häufig eine nächtliche Schienung für mehrere weitere Wochen empfohlen.

Begleitend werden Übungen zur Verbesserung von Kraft und Flexibilität angeraten. Bei Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten wird ein schützendes Taping oder eine erneute Schienung empfohlen.

Operative Therapie

Eine chirurgische Intervention wird bei durchtrennten Sehnen, großen dislozierten Knochenfragmenten oder bei Versagen der konservativen Therapie in Betracht gezogen. Bei großen knöchernen Ausrissen wird eine Fixierung mittels Draht oder Schraube beschrieben.

Die Leitlinie weist darauf hin, dass eine Korrektur deutlich erschwert ist, wenn die Deformität länger als drei Wochen unbehandelt bleibt.

Bei rheumatoider Arthritis kommen medikamentöse Therapien zum Einsatz. Bei fortgeschrittener Gelenkzerstörung werden operative Gelenkfusionen oder ein Gelenkersatz beschrieben.

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis der Leitlinie ist die frühzeitige Erkennung von Verletzungen des zentralen Zügels, da diese bei Stauchungsverletzungen oft okkult bleiben. Es wird betont, dass eine operative Korrektur der Knopflochdeformität deutlich erschwert ist, wenn die Verletzung länger als drei Wochen unbehandelt bleibt. Zur klinischen Diagnostik bei unklaren Stauchungsverletzungen eignet sich der Elson-Test.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt eine Schienung des proximalen Interphalangealgelenks (PIP) in Streckstellung für 3 bis 6 Wochen. Anschließend wird oft eine nächtliche Schienung sowie Physio- oder Ergotherapie angeraten.

Der Elson-Test ist eine klinische Untersuchungsmethode zur Überprüfung der Sehnenintegrität des zentralen Zügels. Ein positives Ergebnis, das auf eine Verletzung hindeutet, zeigt sich durch eine Überstreckung im distalen Interphalangealgelenk (DIP) bei Streckung gegen Widerstand.

Eine chirurgische Korrektur wird laut Leitlinie bei durchtrennten Sehnen, großen dislozierten Knochenfragmenten oder bei erfolgloser konservativer Therapie erwogen. Bei großen knöchernen Ausrissen erfolgt meist eine Fixierung mit Draht oder Schraube.

Zu den häufigen Komplikationen zählen chronische Gelenksteifigkeit, erneute Verletzungen oder Luxationen sowie posttraumatische Arthritis. Die Leitlinie weist darauf hin, dass eine vollständige Wiederherstellung des Bewegungsumfangs selten erreicht wird.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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