StatPearls2026

Anatomie & Klinik: M. flexor digitorum profundus (StatPearls)

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der StatPearls-Artikel beschreibt die Anatomie und klinische Relevanz des Musculus flexor digitorum profundus (FDP). Dieser extrinsische Handmuskel ist für die Beugung der Metakarpophalangeal- (MCP) und distalen Interphalangealgelenke (DIP) der medialen vier Finger verantwortlich.

Er entspringt an der Ulna sowie der Membrana interossea und verläuft durch den Karpaltunnel. Die Sehnen setzen an der Basis der distalen Phalangen an, wobei der FDP der einzige Muskel ist, der die DIP-Gelenke beugen kann.

Die Innervation erfolgt zweigeteilt: Der Nervus interosseus anterior (ein Ast des N. medianus) versorgt die Anteile für den Zeige- und Mittelfinger. Der Nervus ulnaris innerviert die Anteile für den Ring- und kleinen Finger.

Empfehlungen

Der Text fasst folgende klinische und chirurgische Aspekte des FDP zusammen:

Klinische Pathologien

  • Jersey-Finger: Ein Sehnenabriss nahe der Basis der distalen Phalanx, der in 75 % der Fälle den Ringfinger betrifft. Zur Stratifizierung wird die Leddy-und-Packer-Klassifikation herangezogen.

  • Quadriga-Syndrom: Entsteht durch Verwachsungen oder eine zu starke distale Vorverlagerung der FDP-Sehnen. Patienten können keine vollständige Faust machen und haben eine verminderte Greifkraft.

  • Lumbrical-plus-Finger: Ein Riss oder eine Amputation distal des Ursprungs der Musculi lumbricales führt zu einer paradoxen Streckung der Interphalangealgelenke beim Versuch, die Finger zu beugen.

  • Läsion des N. interosseus anterior (AIN): Führt zu einer Lähmung des FDP und des M. flexor pollicis longus, wodurch das Bilden des "OK"-Zeichens unmöglich wird.

Chirurgische Versorgung

Für die Behandlung von FDP-Abrissen (Jersey-Finger) werden je nach Verletzungsart und Zeitpunkt verschiedene operative Techniken beschrieben.

OperationstechnikIndikation / ZeitpunktZiel / Besonderheit
Direkte SehnennahtInnerhalb von 3 WochenVerhindert DIP-Kontrakturen und Quadriga-Syndrom
Reinsertion mit dorsalem ButtonInnerhalb von 3 Wochen bei knöchernem AusrissFixierung der Sehne am Knochen
Offene Reposition und Osteosynthese (ORIF)Große Ausrissfrakturen mit SehnenretraktionFixierung mittels Schrauben oder Platten
Zweizeitiges SehnentransplantatVerletzungen älter als 3 MonateVoraussetzung ist eine freie passive Beweglichkeit des DIP-Gelenks
DIP-ArthrodeseChronische Verletzungen mit GelenksteifeSalvage-Verfahren (Rettungsoperation)
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💡Praxis-Tipp

Ein wichtiger klinischer Hinweis betrifft die rechtzeitige Versorgung des sogenannten Jersey-Fingers. Es wird betont, dass eine direkte Sehnennaht oder Reinsertion idealerweise innerhalb von drei Wochen nach der Verletzung erfolgen sollte. Eine Verzögerung erhöht das Risiko für DIP-Kontrakturen und die Entwicklung eines funktionell einschränkenden Quadriga-Syndroms.

Häufig gestellte Fragen

Die Innervation ist geteilt. Der Nervus interosseus anterior (Ast des N. medianus) versorgt die Finger 2 und 3, während der Nervus ulnaris die Finger 4 und 5 innerviert.

Laut Text handelt es sich um einen Abriss der FDP-Sehne an der Basis der distalen Phalanx. Diese Verletzung tritt am häufigsten (in 75 % der Fälle) am Ringfinger auf.

Eine Schädigung des Nervus interosseus anterior lähmt den FDP (Zeigefinger) und den Musculus flexor pollicis longus (Daumen). Dadurch ist die Beugung der distalen Gelenke dieser Finger für das "OK"-Zeichen nicht mehr möglich.

Bei diesem Syndrom können die FDP-Sehnen nicht mehr unabhängig voneinander gleiten, oft bedingt durch Verwachsungen oder chirurgische Fixierungen. Patienten leiden unter einer schwachen Greifkraft und können keine vollständige Faust machen.

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Quelle: StatPearls: Anatomy, Shoulder and Upper Limb, Hand Flexor Digitorum Profundus Muscle (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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