StatPearls2026

Applanationstonometrie: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Tonometrie ist ein diagnostisches Verfahren zur Messung des Augeninnendrucks (Intraokulardruck, IOP). Ein normaler Augeninnendruck liegt in der Regel zwischen 10 und 21 mmHg.

Die Messung ist essenziell für das Screening, die Diagnose und das Management eines Glaukoms. Unbehandelt kann diese Erkrankung zu irreversiblen Gesichtsfeldausfällen und im Spätstadium zur Erblindung führen.

Das Prinzip der Applanationstonometrie basiert auf dem Imbert-Fick-Gesetz. Dieses besagt, dass der Druck innerhalb einer geschlossenen Kugel durch die Kraft angenähert werden kann, die erforderlich ist, um eine bestimmte Fläche abzuflachen.

Empfehlungen

Die StatPearls-Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte zur Durchführung und Wahl der Applanationstonometrie:

Indikationen

Laut Leitlinie wird die Tonometrie für folgende klinische Situationen empfohlen:

  • Periodisches Screening auf Glaukom

  • Diagnose und Management von okulärer Hypertension und allen Glaukomformen

  • Beurteilung des Augeninnendrucks vor und nach chirurgischen Eingriffen

  • Differenzialdiagnose von Erkrankungen mit erhöhtem Augeninnendruck (z. B. Uveitis, Posner-Schlossman-Syndrom)

Vergleich der Tonometer-Systeme

Die Leitlinie beschreibt verschiedene Instrumente, die je nach klinischer Situation eingesetzt werden. Die Goldmann-Applanationstonometrie (GAT) gilt dabei als Goldstandard in der klinischen Routine.

Tonometer-TypKontakt erforderlichAnästhesie/FluoreszeinBesonderheiten
Goldmann (GAT)JaJaGoldstandard, erfordert Spaltlampe und aufrechte Position
PerkinsJaJaPortabel, Messung in Rückenlage möglich
Air-Puff (NCT)NeinNeinLuftstoß-Messung, geeignet für Screening und Kinder
Ocular Response Analyzer (ORA)NeinNeinMisst zusätzlich die korneale Hysterese

Einflussfaktoren und Fehlerquellen

Es wird darauf hingewiesen, dass verschiedene Faktoren die Genauigkeit der Messungen beeinflussen können. Dazu gehören insbesondere die zentrale Hornhautdicke, Hornhautödeme und ein hoher Astigmatismus.

Bei dicken Hornhäuten neigt die GAT laut Leitlinie zu falsch hohen Werten. Bei dünnen Hornhäuten werden die Werte tendenziell unterschätzt.

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt spezifische Situationen, in denen bestimmte oder alle Formen der Applanationstonometrie vermieden werden sollten:

  • Offene Augenverletzungen und Traumata mit Bulbusruptur (absolute Kontraindikation für Kontakt- und Luftstoßtonometrie)

  • Unverträglichkeit gegenüber Fluoreszein oder lokalen Anästhetika (GAT und Perkins vermeiden, stattdessen Non-Contact-Tonometrie nutzen)

  • Keratokonjunktivitis aufgrund des Übertragungsrisikos auf das andere Auge oder andere Personen

  • Zentrale Hornhautnarben, unregelmäßiger Astigmatismus oder Hornhautulzera (GAT und Perkins liefern hier ungenaue Werte)

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass die zentrale Hornhautdicke die Messergebnisse der Goldmann-Applanationstonometrie signifikant verfälscht. Es wird darauf hingewiesen, dass bei Patienten mit sehr dünner Hornhaut der Augeninnendruck unterschätzt wird, was ein zusätzliches Risiko für die unerkannte Entwicklung eines Glaukoms darstellt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie liegt der normale Augeninnendruck (IOP) bei gesunden Personen im Bereich von 10 bis 21 mmHg. Werte darüber gelten als möglicher Hinweis auf ein Glaukom oder eine okuläre Hypertension.

Die Goldmann-Applanationstonometrie (GAT) wird in der Leitlinie als Goldstandard für die klinische Routine bezeichnet. Sie erfordert jedoch eine Spaltlampe, lokale Anästhesie und Fluoreszein.

Für Patienten in Rückenlage oder unter Vollnarkose beschreibt die Leitlinie das Perkins-Tonometer als geeignete Alternative. Es ist portabel und nutzt das gleiche Messprinzip wie das Goldmann-Tonometer.

Die NCT erfordert laut Leitlinie weder direkten Augenkontakt noch die Gabe von Anästhetika oder Fluoreszein. Sie eignet sich daher besonders für das Screening, für Kinder und für Patienten mit eingeschränkter Kooperation.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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