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Foramen Spinosum Anatomie: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Foramen spinosum ist eine kleine, kreisförmige Öffnung im großen Keilbeinflügel (Ala major ossis sphenoidalis). Es verbindet die Fossa infratemporalis mit der mittleren Schädelgrube.

Die Struktur dient als wichtiger anatomischer Orientierungspunkt bei Eingriffen an der mittleren Schädelgrube und der Schädelbasis. Der durchschnittliche Durchmesser bei Erwachsenen beträgt laut StatPearls-Quelle etwa 2,4 bis 2,63 mm.

Die Entwicklung des Foramens beginnt zwischen der 15. und 16. Schwangerschaftswoche. Es verknöchert während der Fetalzeit um das proximale Segment der Arteria meningea media herum.

Empfehlungen

Die StatPearls-Quelle beschreibt folgende anatomische und klinische Kernaspekte:

Neurovaskuläre Strukturen

Durch das Foramen spinosum ziehen wichtige Leitungsbahnen in die mittlere Schädelgrube:

  • Die Arteria meningea media (Hauptblutversorgung der Meningen und Calvaria)

  • Die Vena meningea media (drainiert in den Plexus pterygoideus und Sinus cavernosus)

  • Der Nervus spinosus (Ramus meningeus des Nervus mandibularis, Hirnnerv V3)

Klinische Relevanz und Trauma

Bei Schädelbasisfrakturen, die durch das Schläfenbein und die mittlere Schädelgrube verlaufen, kann das Foramen spinosum beteiligt sein.

Es wird darauf hingewiesen, dass ein Trauma in dieser Region die Arteria meningea media verletzen kann. Dies führt potenziell zu einer Blutung zwischen Schädel und Dura mater und resultiert in einem Epiduralhämatom.

Chirurgische Orientierung

Das Foramen spinosum dient als essenzielle Landmarke für verschiedene Eingriffe:

  • Bei der endovaskulären Behandlung chronischer Subduralhämatome markiert es den intrakraniellen Eintritt der Arteria meningea media.

  • Bei perkutanen Eingriffen zur Behandlung der Trigeminusneuralgie hilft die Kenntnis der Distanz zum Foramen ovale (ca. 3 bis 4 mm) bei der sicheren Kanülierung.

  • Extrakraniell bildet der Nervus auriculotemporalis eine Schlinge um die Arteria meningea media, was ein Verletzungsrisiko bei Eingriffen in der Fossa infratemporalis darstellt.

Anatomische Varianten

Laut Quelle treten bei einigen Menschen Normvarianten auf:

  • Eine Duplikatur des Foramens kommt in 0,4 % bis 2,5 % der Fälle vor.

  • Ein vollständiges Fehlen (unter 1 %) ist meist mit einer persistierenden Arteria stapedia assoziiert. In diesem Fall verlaufen die Gefäße durch das Foramen ovale.

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💡Praxis-Tipp

Die Quelle betont die enge räumliche Beziehung zwischen dem Foramen spinosum und dem Foramen ovale. Es wird hervorgehoben, dass die Kenntnis des durchschnittlichen Abstands von 3 bis 4 mm entscheidend ist, um bei perkutanen Eingriffen (z. B. bei Trigeminusneuralgie) das Foramen ovale sicher zu lokalisieren und Fehlpunktionen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Quelle passieren die Arteria meningea media, die Vena meningea media und der Nervus spinosus das Foramen. Sie ziehen von der Fossa infratemporalis in die mittlere Schädelgrube.

Ein Trauma in dieser Region kann die Arteria meningea media durchtrennen. Die Quelle warnt, dass dies zu einer Blutung zwischen Schädelknochen und Dura mater führen kann, was ein Epiduralhämatom verursacht.

Ja, laut Quelle fehlt das Foramen in weniger als 1 % der Fälle. Dies tritt meist auf, wenn die Arteria meningea media aus einer persistierenden Arteria stapedia entspringt und stattdessen durch das Foramen ovale verläuft.

Es dient als verlässliche knöcherne Landmarke bei Eingriffen an der mittleren Schädelgrube. Die Quelle beschreibt, dass es unter anderem bei der endovaskulären Embolisation chronischer Subduralhämatome zur Orientierung genutzt wird.

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Quelle: StatPearls: Anatomy, Head and Neck: Foramen Spinosum (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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