Anatomie der Arteria gastroepiploica: StatPearls
Hintergrund
Die Arteria gastroepiploica (GEA) besteht aus einem rechten (RGEA) und einem linken (LGEA) Ast. Diese Gefäße versorgen primär das Omentum majus sowie große Teile des Magens.
Der vorliegende Artikel basiert auf der StatPearls-Übersicht zur Anatomie des Abdomens und Beckens. Er beleuchtet die embryologische Entwicklung, den Verlauf sowie die klinische Relevanz dieser wichtigen Gefäßstrukturen.
Ein fundiertes Wissen über die anatomischen Varianten und Anastomosen ist besonders in der Abdominalchirurgie essenziell. Zudem spielt die RGEA eine zunehmend wichtige Rolle in der Herzchirurgie als Transplantatgefäß.
Empfehlungen
Die StatPearls-Übersicht beschreibt folgende zentrale anatomische und klinische Aspekte:
Anatomischer Verlauf und Versorgung
Der Text beschreibt deutliche Unterschiede zwischen dem rechten und linken Ast der Arteria gastroepiploica:
| Eigenschaft | Arteria gastroepiploica dextra (RGEA) | Arteria gastroepiploica sinistra (LGEA) |
|---|---|---|
| Ursprung | Arteria gastroduodenalis | Arteria splenica |
| Verlauf | Rechts nach links entlang der großen Kurvatur | Links nach rechts entlang der großen Kurvatur |
| Versorgungsgebiet | Antrum (anterior/posterior), unterer Magenkorpus | Magenkorpus (anterior/posterior) |
| Anastomosen | Mit LGEA (in 50-94 % der Fälle) | Mit RGEA und Arteria colica media |
Chirurgische Relevanz
Die Gefäße dienen als wichtige anatomische Orientierungspunkte im Abdomen. Für operative Eingriffe werden folgende Aspekte hervorgehoben:
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Bei chirurgischen Eingriffen am Magen wird eine Schonung der RGEA empfohlen, da der Magen stark von deren Blutversorgung abhängt.
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Laut Text führt eine Verletzung der Magengefäße eher zu einem hohen Blutungsrisiko als zu einer Ischämie, da eine ausgeprägte kollaterale Blutversorgung besteht.
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Bei einer Ösophagektomie wird häufig die RGEA erhalten, da sie als primäre Blutquelle für den rekonstruierten Magenschlauch dient (versorgt etwa 60 % des Gewebes).
Gefäßchirurgie und Kardiologie
Die RGEA wird zunehmend in der kardiovaskulären Chirurgie genutzt. Der Text nennt hierfür spezifische Eigenschaften:
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Die RGEA eignet sich als zuverlässiges Transplantat für koronare Bypass-Operationen (CABG).
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Es wird beschrieben, dass die RGEA im Vergleich zu anderen Transplantatgefäßen eine geringere Neigung zur Arteriosklerose aufweist.
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Pharmakologisch reagiert die RGEA auf Histamin mit einer Vasodilatation, was sie von der Arteria thoracica interna unterscheidet.
Aneurysmen der Arteria gastroepiploica
Viszerale Arterienaneurysmen der GEA sind selten und machen nur etwa 3,5 % aller viszeralen Aneurysmen aus. Sie bleiben meist asymptomatisch und werden oft erst bei einer Ruptur diagnostiziert.
Laut Text wird bei einem inzidentellen Fund einer nicht rupturierten Läsion eine elektive chirurgische Sanierung empfohlen. Dies begründet sich durch das hohe Komplikations- und Rupturrisiko des Gefäßes.
💡Praxis-Tipp
Laut StatPearls-Übersicht ist die Arteria gastroepiploica sinistra (LGEA) besonders bei der chirurgischen Mobilisation der linken Kolonflexur (Flexura coli sinistra) gefährdet. Es wird darauf hingewiesen, dass iatrogene Verletzungen in diesem Bereich zu starken Blutungen führen können, die eine sofortige chirurgische Blutstillung erfordern.
Häufig gestellte Fragen
Laut StatPearls entspringt die rechte Arteria gastroepiploica in den meisten Fällen aus der Arteria gastroduodenalis. Als physiologische Variante kann sie jedoch auch direkt aus der Arteria mesenterica superior hervorgehen.
Die RGEA wird bei der Bildung eines Magenschlauchs geschont, da sie die Hauptblutversorgung für das rekonstruierte Gewebe sicherstellt. Der Text beschreibt, dass sie zusammen mit ihren Ästen etwa 60 % des Magenschlauchs versorgt.
Im Gegensatz zur Arteria thoracica interna reagiert die RGEA auf Histamin paradoxerweise mit einer Vasodilatation. Diese Eigenschaft wird im Kontext ihrer Nutzung als koronares Bypass-Transplantat beschrieben.
Wird ein nicht rupturiertes Aneurysma der Arteria gastroepiploica zufällig entdeckt, wird eine elektive chirurgische Reparatur empfohlen. Der Text begründet dies mit dem hohen Risiko einer zukünftigen Ruptur.
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Quelle: StatPearls: Anatomy, Abdomen and Pelvis: Stomach Gastroepiploic Artery (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.