Ligamentum falciforme hepatis: StatPearls Übersicht
Hintergrund
Das Ligamentum falciforme hepatis ist eine doppelschichtige Bauchfellfalte, die die Leber mit der vorderen Bauchwand und dem Zwerchfell verbindet. Laut der StatPearls-Übersicht teilt es die Leber asymmetrisch in einen rechten und linken Lappen.
Am freien, unteren Rand des Ligaments verlaufen das Ligamentum teres hepatis (ein Überbleibsel der embryonalen linken Nabelvene) sowie die Venae paraumbilicales. Diese anatomische Struktur dient als wichtige Orientierungshilfe bei minimalinvasiven und laparoskopischen Eingriffen im Abdomen.
Embryologisch entsteht das Ligament aus dem ventralen Mesenterium. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Beurteilung von Lebererkrankungen, da sich die darin verlaufenden Gefäße bei pathologischen Veränderungen des Blutflusses, wie einer portalen Hypertension, stark erweitern können.
Empfehlungen
Die StatPearls-Übersicht beschreibt folgende anatomische und klinische Kernaspekte:
Anatomische Leitstrukturen
Das Ligamentum falciforme dient als essenzielle chirurgische Leitstruktur im Abdomen:
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Es fungiert als Orientierungspunkt für die innere vordere Bauchwand und bei Gallenblasenoperationen.
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Die Lebervenen, die in die Vena cava inferior münden, liegen unmittelbar inferior des Ligaments.
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Das Ligamentum teres hepatis verläuft im freien Rand des Ligaments bis zum Bauchnabel.
Blutversorgung
Die Blutversorgung des Ligamentum falciforme wird in zwei funktionelle Gruppen unterteilt:
| Gefäßgruppe | Arterielle Versorgung | Venöser Abfluss | Versorgungsgebiet |
|---|---|---|---|
| Superiore Gruppe | A. thoracica interna, A. phrenica inferior | V. thoracica interna | Leberläppchen unter dem Ligament, Zwerchfellanteile |
| Inferiore Gruppe | Äste der A. hepatica media/sinistra | Vv. umbilicales und paraumbilicales | Unterer Teil des Ligaments, vordere Bauchwand |
Chirurgische Anwendung (Flap-Techniken)
Das Ligament wird aufgrund seiner guten Mobilität und Durchblutung häufig als autologes Transplantat oder Flap verwendet. Die Quelle beschreibt folgende Einsatzgebiete:
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Leberresektionen: Zur Versiegelung der Resektionsfläche als kostengünstige Alternative zu künstlichen Hämostatika.
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Gefäßrekonstruktionen: Als Patch für die Vena cava inferior und Lebervenen bei Tumorinvasionen.
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Ulcus-Perforationen: Zur Deckung perforierter Duodenalulzera mit geringerer Komplikationsrate als Omentum-Plastiken.
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Hernien: Als verankernde Manschette bei Hiatus- und Ösophagushernien.
Klinische Bedeutung
Ein wesentlicher klinischer Aspekt ist die Beteiligung des Ligaments bei portaler Hypertension. Es kommt zu einer Rekanalisation und Stauung der Venae paraumbilicales.
Dies führt laut Text zur Ausbildung eines Caput medusae (gestaute oberflächliche Venen um den Bauchnabel). Seltene Pathologien des Ligaments umfassen Zysten, Nekrosen, Torsionen oder innere Hernien, die ein akutes Abdomen auslösen können.
💡Praxis-Tipp
Die StatPearls-Übersicht betont, dass periumbilikale Hauteinblutungen oder ein Caput medusae (gestaute Venen) starke klinische Hinweise auf eine portale Hypertension sind. In diesen Fällen wird das Blut über die rekanalisierten Venen des Ligamentum falciforme in die Bauchwand umgeleitet. Zudem wird darauf hingewiesen, dass eine Nekrose oder Torsion des Ligaments eine seltene, aber relevante Differenzialdiagnose beim akuten Abdomen darstellt.
Häufig gestellte Fragen
Laut der StatPearls-Übersicht ist es eine doppelschichtige Bauchfellfalte, die die Leber mit der vorderen Bauchwand verbindet. Es teilt die Leber in einen rechten und linken Lappen und enthält in seinem freien Rand das Ligamentum teres hepatis.
Der Text beschreibt, dass im freien Rand des Ligaments die Venae paraumbilicales sowie das Ligamentum teres hepatis (die obliterierte linke Nabelvene) verlaufen. Diese Gefäße können sich bei portaler Hypertension rekanalisieren.
Es wird häufig als autologer Flap oder Patch verwendet. Die Quelle nennt den Einsatz zur Versiegelung von Leberresektionsflächen, zur Deckung perforierter Duodenalulzera oder zur Rekonstruktion der Vena cava inferior.
Ein Caput medusae entsteht laut Text durch einen erhöhten portalen Druck, der das Blut in die vordere Bauchwand umleitet. Dabei stauen sich die Venae paraumbilicales innerhalb des Ligamentum falciforme und werden um den Bauchnabel herum sichtbar.
Ja, die Übersicht erwähnt, dass seltene Pathologien wie eine Nekrose, Torsion oder innere Herniation des Ligaments ein akutes Abdomen auslösen können. Auch Zysten oder Abszesse werden als mögliche Ursachen beschrieben.
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Quelle: StatPearls: Anatomy, Abdomen and Pelvis: Falciform Ligament (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.