StatPearls2026

Amoxicillin: Dosierung und Anwendung laut StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Monographie beschreibt Amoxicillin als ein häufig eingesetztes Beta-Laktam-Antibiotikum aus der Gruppe der Aminopenicilline. Es verfügt über eine zusätzliche Aminogruppe im Vergleich zu Penicillin, um bestimmten Antibiotikaresistenzen entgegenzuwirken.

Das Wirkspektrum umfasst laut Text zahlreiche grampositive Bakterien wie Streptokokken, Listerien und Enterokokken. Zudem wird eine Wirksamkeit gegen bestimmte gramnegative Erreger wie Haemophilus influenzae und ausgewählte Escherichia-coli-Stämme beschrieben.

Der Wirkmechanismus beruht auf der Bindung an Penicillin-bindende Proteine. Dies hemmt die Zellwandsynthese der Bakterien und führt zu einer bakteriziden Wirkung.

Empfehlungen

Die StatPearls-Monographie formuliert folgende Kernaspekte zur Anwendung:

Zugelassene Indikationen

Das Medikament wird für die Behandlung von Hals-Nasen-Ohren-Infektionen wie Tonsillitis, Pharyngitis und Otitis media empfohlen. Weitere zugelassene Indikationen umfassen Infektionen der unteren Atemwege, akute bakterielle Sinusitis sowie Haut- und Harnwegsinfektionen.

Zudem wird Amoxicillin im Rahmen der Eradikationstherapie von Helicobacter pylori eingesetzt. Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) empfehlen es laut Text als Zweitlinienpräparat zur Postexpositionsprophylaxe bei Milzbrand.

Off-Label-Anwendungen

Die Monographie beschreibt den Einsatz bei Lyme-Borreliose, falls Kontraindikationen für Doxycyclin bestehen.

Zudem wird eine Anwendung zur Endokarditisprophylaxe bei Personen mit Hochrisiko-Herzerkrankungen beschrieben. Weitere Off-Label-Indikationen umfassen die Behandlung von Parodontitis in Kombination mit Metronidazol sowie die Therapie der Aktinomykose.

Überwachung und Therapieprinzipien

Da Amoxicillin zeitabhängig bakterizid wirkt, wird eine regelmäßige Dosierung zur Aufrechterhaltung des Wirkspiegels über der minimalen Hemmkonzentration betont.

Bei einer Langzeittherapie, beispielsweise bei Osteomyelitis, wird eine regelmäßige Kontrolle der Nieren-, Leber- und Blutwerte empfohlen. Bei anhaltender Diarrhö mit Fieber sollte laut Text auf eine Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhö (CDAD) untersucht werden.

Dosierung

Die Monographie gibt folgende Dosierungsrichtlinien für Amoxicillin vor:

Patientengruppe / IndikationDosierungDosierungsintervall
Erwachsene (Standarddosierung)750 bis 1750 mg pro Tag (aufgeteilt)Alle 8 bis 12 Stunden
Kinder (ab 3 Monaten)20 bis 45 mg/kg Körpergewicht pro Tag (aufgeteilt)Alle 8 bis 12 Stunden
H. pylori Eradikation (Tripeltherapie)1 g Amoxicillin (+ Clarithromycin & Lansoprazol)Alle 12 Stunden (für 14 Tage)
H. pylori Eradikation (Dualtherapie)1 g Amoxicillin (+ Lansoprazol)3-mal täglich
Niereninsuffizienz (GFR 10-30 mL/min)250 bis 500 mgAlle 12 Stunden
Niereninsuffizienz (GFR <10 mL/min)250 bis 500 mgAlle 24 Stunden
Hämodialyse250 bis 500 mg (+ Zusatzdosis bei/nach Dialyse)Alle 24 Stunden

Es wird darauf hingewiesen, dass bei einer glomerulären Filtrationsrate (GFR) von unter 30 mL/min keine Einzeldosis von 875 mg verabreicht werden darf. Bei Säuglingen unter 3 Monaten sind aufgrund der unreifen Nierenfunktion Dosisanpassungen erforderlich.

Kontraindikationen

Eine absolute Kontraindikation besteht bei früheren anaphylaktischen Reaktionen oder schweren Hautreaktionen (wie dem Stevens-Johnson-Syndrom) auf Amoxicillin oder andere Beta-Laktam-Antibiotika.

Die Monographie warnt vor einer Typ-I-Überempfindlichkeitsreaktion, da bei erneuter Exposition das Risiko einer lebensbedrohlichen Anaphylaxie besteht.

Es wird jedoch klargestellt, dass ein in der Kindheit aufgetretener makulopapulöser Ausschlag (Typ-IV-Reaktion), der häufig im Zusammenhang mit einer infektiösen Mononukleose auftritt, keine Kontraindikation für eine erneute Gabe darstellt.

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis der Monographie ist die wichtige Unterscheidung zwischen Typ-I- und Typ-IV-Überempfindlichkeitsreaktionen. Eine in der Anamnese angegebene Amoxicillin-Allergie aus der Kindheit stellt sich oft als harmlose Typ-IV-Reaktion im Rahmen einer infektiösen Mononukleose heraus und ist keine Kontraindikation für eine erneute Gabe. Echte Typ-I-Reaktionen erfordern hingegen einen strikten Verzicht auf das Medikament.

Häufig gestellte Fragen

Laut Monographie ist bei einer GFR unter 30 mL/min eine Dosisreduktion erforderlich, und die 875-mg-Dosis darf nicht verwendet werden. Bei einer GFR von 10 bis 30 mL/min werden 250 bis 500 mg alle 12 Stunden empfohlen.

Die Quelle stuft Amoxicillin als sicher in der Schwangerschaft ein. Die Dosierung und Therapiedauer entsprechen den Empfehlungen für nicht-schwangere Erwachsene.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Seltener können Superinfektionen wie eine Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhö oder Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.

Bei einer echten Typ-I-Allergie (Anaphylaxie) gegen Penicillin besteht eine absolute Kontraindikation. Ein makulopapulöser Ausschlag (Typ-IV-Reaktion) in der Vorgeschichte stellt laut Text jedoch keine Kontraindikation dar.

Für Kinder ab 3 Monaten wird eine Dosierung von 20 bis 45 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag empfohlen. Diese Tagesdosis wird aufgeteilt und alle 8 bis 12 Stunden verabreicht.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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