Secukinumab bei Psoriasis-Arthritis (PsA): Indikation
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht A20-80 bewertet den Zusatznutzen von Secukinumab bei erwachsenen Personen mit aktiver Psoriasis-Arthritis. Im Fokus stehen dabei Patientengruppen, die unzureichend auf eine vorherige Therapie mit krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (DMARDs) angesprochen haben.
Die Bewertung unterscheidet zwischen bDMARD-naiven Personen und solchen, die bereits unzureichend auf eine vorhergehende Therapie mit biologischen DMARDs (bDMARDs) angesprochen haben.
Als Datengrundlage für den direkten Vergleich mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie Adalimumab dient die randomisierte, doppelblinde Phase-III-Studie EXCEED.
Empfehlungen
Der Bericht formuliert folgende Ergebnisse zum Zusatznutzen:
bDMARD-naive Patientengruppe
Für bDMARD-naive Erwachsene, die unzureichend auf eine vorherige DMARD-Therapie angesprochen haben, wird nach Alter und Begleiterkrankung differenziert.
Laut Bewertung ergibt sich für Personen unter 65 Jahren mit gleichzeitiger mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen gegenüber Adalimumab.
Dieser Vorteil begründet sich ausschließlich auf eine signifikante Verbesserung der Hautsymptomatik (PASI 100). Bei der Arthritis-Symptomatik und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität zeigten sich keine Unterschiede.
Für folgende bDMARD-naive Gruppen ist ein Zusatznutzen nicht belegt:
-
Personen ab 65 Jahren mit gleichzeitiger mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis
-
Personen ohne gleichzeitige mittelschwere bis schwere Plaque-Psoriasis
-
Personen, die Secukinumab in Kombination mit Methotrexat erhalten
Vorbehandelte Patientengruppe
Für Erwachsene, die bereits unzureichend auf eine vorhergehende bDMARD-Therapie angesprochen haben, wurden keine verwertbaren Daten vorgelegt.
Daraus resultiert, dass für diese Gruppe ein Zusatznutzen nicht belegt ist.
Dosierung
Die Fachinformation nennt folgende Dosierungen für Secukinumab bei Psoriasis-Arthritis:
| Indikation / Patientengruppe | Empfohlene Dosis |
|---|---|
| Aktive Psoriasis-Arthritis (Standarddosis) | 150 mg s.c. (Erhöhung auf 300 mg möglich) |
| Gleichzeitige mittelschwere bis schwere Plaque-Psoriasis | 300 mg s.c. |
| Unzureichendes Ansprechen auf TNF-alpha-Inhibitoren | 300 mg s.c. |
Kontraindikationen
Laut Dokument bestehen folgende Gegenanzeigen und Warnhinweise für die Anwendung:
-
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile
-
Klinisch relevante, aktive Infektionen (zum Beispiel aktive Tuberkulose)
-
Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wird die Anwendung nicht empfohlen
Es wird zudem zu Vorsicht bei chronischen oder rezidivierenden Infektionen in der Vorgeschichte geraten.
💡Praxis-Tipp
Der festgestellte Zusatznutzen von Secukinumab im Vergleich zu Adalimumab bei bDMARD-naiven Personen unter 65 Jahren beschränkt sich laut IQWiG-Bewertung rein auf die Besserung der Hautsymptomatik. Hinsichtlich der Gelenkbeschwerden und der Lebensqualität lässt sich aus den Studiendaten kein Vorteil gegenüber der Vergleichstherapie ableiten.
Häufig gestellte Fragen
Das IQWiG sieht einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen nur bei bDMARD-naiven Personen unter 65 Jahren mit gleichzeitiger mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis. Für alle anderen Gruppen ist ein Zusatznutzen nicht belegt.
Laut Bewertung zeigt sich in der EXCEED-Studie lediglich bei der Hautsymptomatik (PASI 100) ein Vorteil für Secukinumab. Bei den Gelenksymptomen und der Lebensqualität gibt es keine signifikanten Unterschiede zur Therapie mit Adalimumab.
Die Standarddosis beträgt 150 mg subkutan. Bei gleichzeitiger mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis oder unzureichendem Ansprechen auf TNF-alpha-Inhibitoren werden 300 mg verabreicht.
Das Dokument weist darauf hin, dass die Anwendung bei Personen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen nicht empfohlen wird. Bei gastrointestinalen Beschwerden ist eine entsprechende Überwachung ratsam.
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Quelle: IQWiG A20-80: Secukinumab (Psoriasis Arthritis) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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