BfArM2013

Fentanyl-Pflaster: Serotonin-Syndrom (BfArM Rote-Hand-Brief)

Diese Leitlinie stammt aus 2013 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2013)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem kurzen Bekanntmachungstext eines Rote-Hand-Briefs des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2013. Die Sicherheitswarnung betrifft transdermale Pflaster mit dem Wirkstoff Fentanyl, einschließlich der Präparate Fentanyl-Janssen, Durogesic SMAT sowie entsprechender Generika.

Fentanyl ist ein stark wirksames Opioid-Analgetikum, das häufig in der Schmerztherapie eingesetzt wird. Transdermale Pflaster ermöglichen dabei eine kontinuierliche Wirkstofffreisetzung über einen längeren Zeitraum.

Ein Serotonin-Syndrom ist eine potenziell lebensbedrohliche unerwünschte Arzneimittelwirkung, die durch einen Überschuss an Serotonin im zentralen und peripheren Nervensystem verursacht wird. Es äußert sich typischerweise durch neuromuskuläre, vegetative und kognitive Symptome.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief des BfArM formuliert einen neuen Warnhinweis für die Anwendung von fentanylhaltigen Arzneimitteln.

Risiko des Serotonin-Syndroms

Laut der Sicherheitswarnung besteht ein potenzielles Risiko für das Auftreten eines Serotonin-Syndroms. Dieses Risiko betrifft:

  • Die gleichzeitige Verabreichung von Fentanyl-Pflastern und serotonerg wirkenden Arzneimitteln.

  • Alle fentanylhaltigen Arzneimittel, ausdrücklich auch Generika.

  • Die transdermalen Pflaster in den Dosierungen 12, 25, 50, 75 und 100 µg/h.

Klinische Konsequenz

Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Kombinationstherapie von Fentanyl mit anderen serotonergen Substanzen eine erhöhte Wachsamkeit erforderlich ist. Das medizinische Personal wird auf die mögliche Interaktion aufmerksam gemacht.

Dosierung

Die Sicherheitswarnung bezieht sich explizit auf folgende verfügbare Wirkstärken der transdermalen Pflaster:

Präparat / WirkstoffDarreichungsformBetroffene Wirkstärken
Fentanyl-Janssen / Durogesic SMAT / GenerikaTransdermales Pflaster12, 25, 50, 75, 100 µg/h

Kontraindikationen

Der Rote-Hand-Brief warnt vor der unkritischen gleichzeitigen Verabreichung von Fentanyl-Pflastern und serotonerg wirkenden Arzneimitteln aufgrund der Gefahr eines Serotonin-Syndroms.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Bei Personen, die Fentanyl-Pflaster erhalten, wird eine sorgfältige Überprüfung der Begleitmedikation auf serotonerge Wirkstoffe empfohlen. Treten unter einer solchen Kombinationstherapie unerklärliche vegetative oder neuromuskuläre Symptome auf, wird geraten, differenzialdiagnostisch an ein Serotonin-Syndrom zu denken.

Häufig gestellte Fragen

Laut BfArM betrifft der Warnhinweis die Präparate Fentanyl-Janssen und Durogesic SMAT sowie alle entsprechenden Generika. Es sind die Wirkstärken 12, 25, 50, 75 und 100 µg/h betroffen.

Der Rote-Hand-Brief warnt vor dem möglichen Auftreten eines Serotonin-Syndroms, wenn Fentanyl gleichzeitig mit serotonerg wirkenden Arzneimitteln verabreicht wird. Dazu gehören viele gängige Antidepressiva.

Die Kernaussage ist die Einführung eines neuen Warnhinweises bezüglich der Interaktion mit serotonergen Substanzen. Es wird auf die Gefahr eines potenziell lebensbedrohlichen Serotonin-Syndroms hingewiesen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Rote-Hand-Briefe zu Fentanyl®-Janssen und Durogesic® SMAT (12, 25, 50, 75, 100 µg/h), transdermales Pflaster (Wirkstoff: Fentanyl): Neuer Warnhinweis (BfArM, 2013). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien