BfArM2022

Natpar (Parathormon): Rote-Hand-Brief zu Produktionsstopp

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Laut einem Rote-Hand-Brief des BfArM aus dem Jahr 2022 informiert der Hersteller Takeda über die weltweite Marktrücknahme des Arzneimittels Natpar (Wirkstoff: Parathormon). Der Hintergrund für diese Entscheidung sind unüberwindbare Probleme bei der Herstellung des Präparats.

Natpar wird in der klinischen Praxis zur Behandlung des chronischen Hypoparathyreoidismus eingesetzt. Diese Zusammenfassung basiert auf dem kurzen Originaltext des Rote-Hand-Briefs; allgemeine medizinische Informationen zur Indikation wurden zum besseren Verständnis ergänzt.

Die Produktion sämtlicher Dosisstärken wird bis Ende des Jahres 2024 vollständig eingestellt.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende Kerninformationen und Empfehlungen zum Umgang mit dem Präparat:

Produktionsstopp und Lieferengpass

  • Die Produktion von Natpar wird weltweit bis Ende 2024 eingestellt.

  • Über das Jahr 2024 hinaus werden noch verfügbare Dosen ausgeliefert, bis die Bestände aufgebraucht oder abgelaufen sind.

  • Für die Dosisstärke 100 Mikrogramm besteht ein kontinuierlicher Lieferengpass, der bis zum endgültigen Produktionsende bestehen bleiben wird.

Patientenmanagement

  • Es wird dringend empfohlen, keine neuen Patienten mehr auf Natpar einzustellen.

  • Diese Einschränkung gilt für sämtliche Dosisstärken des Arzneimittels.

Kontraindikationen

Gemäß dem Rote-Hand-Brief stellt die Neueinstellung von Patienten auf Natpar aufgrund des bevorstehenden Produktionsstopps eine Kontraindikation dar. Dies betrifft alle verfügbaren Dosisstärken.

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💡Praxis-Tipp

Es wird darauf hingewiesen, dass aufgrund der weltweiten Marktrücknahme und bestehender Lieferengpässe keine neuen Patienten mehr auf Natpar eingestellt werden dürfen. Bestehende Therapien müssen voraussichtlich rechtzeitig auf alternative Behandlungsstrategien umgestellt werden, da die Restbestände nach 2024 absehbar aufgebraucht sein werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Rote-Hand-Brief wird die Produktion aufgrund von unüberwindbaren Problemen bei der Herstellung weltweit eingestellt.

Die Produktion endet Ende 2024. Danach werden laut Hersteller noch verfügbare Dosen ausgeliefert, bis die Bestände aufgebraucht oder abgelaufen sind.

Nein, der Rote-Hand-Brief empfiehlt ausdrücklich, keine neuen Patienten mehr auf Natpar einzustellen. Dies gilt für alle Dosisstärken.

Der Rote-Hand-Brief weist explizit auf einen anhaltenden Lieferengpass für die Dosisstärke 100 Mikrogramm hin, der bis zum Produktionsende bestehen bleibt. Der Produktionsstopp Ende 2024 betrifft jedoch alle Dosisstärken.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Natpar 100 Mikrogramm/Dosis Pulver und Lösungsmittel für Injektionslösung der Firma Takeda: Einstellung der Produktion von Natpar (BfArM, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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