BfArM2008

Moxifloxacin: Rote-Hand-Brief zu Leber- und Hautrisiken

Diese Leitlinie stammt aus 2008 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2008)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Text des Rote-Hand-Briefs des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2008.

Moxifloxacin (bekannt unter den Handelsnamen Avalox® und Actimax®) ist ein Antibiotikum aus der Wirkstoffklasse der Fluorchinolone. Es wird in der Praxis zur Behandlung verschiedener bakterieller Atemwegs- und Hautinfektionen eingesetzt.

Aufgrund von Nebenwirkungsberichten wurden für Deutschland und andere EU-Staaten neue Risiko- und Warnhinweise für diesen Wirkstoff eingeführt. Der Zulassungsinhaber hat die Fachkreise entsprechend über diese sicherheitsrelevanten Änderungen informiert.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert wichtige Sicherheitshinweise für die Verordnung von Moxifloxacin.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Es wird vor neuen, teils lebensbedrohlichen Risiken gewarnt. Laut BfArM liegen Berichte über folgende unerwünschte Wirkungen vor:

  • Schwerwiegende, teilweise tödlich verlaufende Leberschädigungen (Hepatotoxizität)

  • Bullöse Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)

  • Toxische epidermale Nekrolyse (TEN)

Zugelassene Indikationen

Das Dokument erinnert zudem an die spezifischen Einsatzgebiete des Antibiotikums. Die orale Gabe ist vorgesehen für:

  • Akute bakterielle Sinusitis

  • Akute Exazerbation einer chronischen Bronchitis (AECB)

  • Ambulant erworbene Lungenentzündung (ausgenommen schwere Formen)

Die intravenöse Anwendung (Infusionslösung) ist laut Zulassung für die Behandlung ambulant erworbener Lungenentzündungen indiziert. Zudem wird sie für komplizierte Haut- und Weichgewebeinfektionen (mit bestimmten Einschränkungen) angewendet.

Kontraindikationen

Das BfArM warnt ausdrücklich vor dem Risiko für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen unter der Therapie mit Moxifloxacin.

Hierzu zählen insbesondere schwere Leberschädigungen, die in einigen Fällen tödlich verliefen. Ebenso wird vor schweren bullösen Hautreaktionen, einschließlich des Stevens-Johnson-Syndroms (SJS) und der toxischen epidermalen Nekrolyse (TEN), gewarnt.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Therapie mit Moxifloxacin wird eine besondere ärztliche Wachsamkeit hinsichtlich der Leberfunktion und möglicher Hautveränderungen empfohlen. Beim ersten Auftreten von Hautausschlägen, Schleimhautläsionen oder klinischen Zeichen einer Leberschädigung sollte das Medikament umgehend abgesetzt werden, um lebensbedrohliche Verläufe wie eine toxische epidermale Nekrolyse zu verhindern.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Rote-Hand-Brief des BfArM kann Moxifloxacin schwerwiegende Leberschädigungen verursachen, die teils tödlich verlaufen. Zudem wird vor schweren bullösen Hautreaktionen wie dem Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und der toxischen epidermalen Nekrolyse (TEN) gewarnt.

Die orale Gabe wird zur Behandlung der akuten bakteriellen Sinusitis und der akuten Exazerbation einer chronischen Bronchitis (AECB) eingesetzt. Zudem ist sie bei nicht-schweren Formen der ambulant erworbenen Lungenentzündung indiziert.

Die Infusionslösung ist für die Therapie von ambulant erworbenen Lungenentzündungen zugelassen. Darüber hinaus wird sie mit bestimmten Einschränkungen bei komplizierten Haut- und Weichgewebeinfektionen angewendet.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Moxifloxacin (Avalox® und Actimax®): Neue Risikohinweise auf schwerwiegende unerwünschte Wirkungen (Hepatotoxizität und bullöse Hautreaktionen) (BfArM, 2008). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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