BfArM2016

Rückruf GlucaGen Hypokit: Rote-Hand-Brief BfArM

Diese Leitlinie stammt aus 2016 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2016)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das GlucaGen® HypoKit (Wirkstoff: Glucagonhydrochlorid) wird als Notfallmedikament zur Behandlung schwerer Hypoglykämien bei Patienten mit Diabetes mellitus eingesetzt. Eine zuverlässige und schnelle Applikation ist in diesen Notfallsituationen lebensrettend.

Im September 2016 veröffentlichte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) einen Rote-Hand-Brief zu diesem Präparat. Diese Zusammenfassung basiert auf den Informationen des BfArM bezüglich eines herstellerübergreifenden Chargenrückrufs aufgrund eines Qualitätsmangels.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief des BfArM informiert über einen Chargenrückruf des GlucaGen® HypoKits aufgrund eines Qualitätsmangels.

Ursache des Rückrufs

Laut BfArM hat sich in sehr seltenen Fällen (0,0006 %) die Nadel von der Fertigspritze gelöst. Da das Präparat in akuten Notfallsituationen eingesetzt wird, stellt dieser Defekt ein erhebliches Risiko für eine verzögerte oder ausbleibende Behandlung dar.

Betroffene Chargen

Der Rückruf betrifft spezifische Chargen des Originalherstellers Novo Nordisk Pharma GmbH sowie mehrerer Parallelimporteure. Folgende Chargen sind laut Rote-Hand-Brief betroffen:

Hersteller / ImporteurBetroffene Chargen
Novo Nordisk Pharma GmbHFS6W906, FS6W937, FS6X052
EurimPharm Arzneimittel GmbHFS6X718, FS6X874, FS6X535
European Pharma B.V.FS6X535
Kohlpharma GmbHFS6X718

Informationsmaterial

Das BfArM stellt spezifische Informationsbriefe für verschiedene Zielgruppen zur Verfügung. Dazu gehören separate Dokumente für Apotheken, Ärzte sowie für Patienten mit Diabetes.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Da das GlucaGen® HypoKit ein Notfallmedikament bei schweren Hypoglykämien ist, kann ein Defekt der Spritze lebensbedrohliche Verzögerungen verursachen. Es wird empfohlen, betroffene Patienten aktiv auf den Rückruf hinzuweisen und die Chargennummern der ausgegebenen Notfallsets zu überprüfen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Rote-Hand-Brief des BfArM hat sich bei einigen Fertigspritzen die Nadel gelöst. Dies betrifft etwa 0,0006 % der Fälle und stellt einen Qualitätsmangel dar, der die Notfallversorgung gefährden kann.

Der Rückruf betrifft die Chargen FS6W906, FS6W937 und FS6X052 der Novo Nordisk Pharma GmbH.

Ja, laut BfArM sind auch spezifische Chargen der Parallelimporteure EurimPharm, European Pharma B.V. und Kohlpharma vom Rückruf erfasst.

Das BfArM hat zielgruppenspezifische Informationsbriefe bereitgestellt. Diese umfassen separate Dokumente für Ärzte, Apotheken und Patienten mit Diabetes.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Rote-Hand-Brief zu GlucaGen® Hypokit (Glucagonhydrochlorid): Chargenrückruf aufgrund eines Qualitätsmangels (BfArM, 2016). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien