Eligard (Leuprorelin): Rote-Hand-Brief zu Medikationsfehlern
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Kurztext des Rote-Hand-Briefs.
Leuprorelinacetat (Eligard®) ist ein GnRH-Agonist, der unter anderem zur Hormonentzugstherapie beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom eingesetzt wird. Das Arzneimittel muss vor der Injektion aus zwei Spritzen rekonstituiert werden.
In einem Rote-Hand-Brief aus dem Jahr 2017 informieren das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und der Hersteller über aufgetretene Medikationsfehler. Diese stehen im Zusammenhang mit einem Flüssigkeitsaustritt des Arzneimittels aus der Spritze während der Anwendung.
Empfehlungen
Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende Kerninformationen und Handlungsanweisungen zur sicheren Anwendung:
Ursache für Medikationsfehler
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Ein Überdrehen des Nadelansatzes der Sicherheitsnadel bei der Rekonstitution kann zum Bruch des Ansatzes führen.
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Infolgedessen kann das Arzneimittel während der Injektion auslaufen.
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Dies birgt das Risiko einer klinisch relevanten Unterdosierung des Wirkstoffs.
Prävention und Monitoring
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Es wird dringend empfohlen, die in der aktualisierten Produktinformation beschriebenen Schritte zur Rekonstitution exakt zu befolgen.
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Bei einem Verdacht auf eine fehlerhafte Handhabung von Eligard® wird eine Kontrolle des Testosteronspiegels empfohlen, um eine ausreichende Androgensuppression sicherzustellen.
💡Praxis-Tipp
Bei der Rekonstitution von Eligard® wird zu besonderer Vorsicht geraten, um den Nadelansatz nicht zu überdrehen, da dies zu unbemerktem Wirkstoffverlust führen kann. Sollte der Verdacht bestehen, dass bei der Vorbereitung oder Injektion ein Fehler aufgetreten ist, wird eine zeitnahe Kontrolle des Testosteronspiegels empfohlen, um einen Therapieausfall frühzeitig zu erkennen.
Häufig gestellte Fragen
Der Rote-Hand-Brief warnt vor Medikationsfehlern durch ein Überdrehen der Sicherheitsnadel bei der Rekonstitution. Dies kann zum Bruch des Nadelansatzes und Auslaufen der Flüssigkeit führen.
Ein gebrochener Nadelansatz kann dazu führen, dass das Arzneimittel während der Injektion ausläuft. Laut BfArM resultiert daraus das Risiko einer Unterdosierung für den Patienten.
Bei Verdacht auf eine fehlerhafte Handhabung oder einen Wirkstoffverlust wird empfohlen, den Testosteronspiegel des Patienten zu kontrollieren. So kann die Wirksamkeit der Therapie überprüft werden.
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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Eligard® (Leuprorelinacetat): Medikationsfehler durch Überdrehen der Sicherheitsnadel (BfArM, 2017). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.