Cobimetinib (Cotellic): Rote-Hand-Brief zu Rhabdomyolyse
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2017. Die Sicherheitswarnung thematisiert neu erkannte Risiken unter der Therapie mit dem zielgerichteten Krebsmedikament Cobimetinib (Cotellic®).
Im Fokus der Warnung stehen das Risiko für schwerwiegende Blutungen sowie das Auftreten einer Rhabdomyolyse. Der Hersteller Roche Pharma AG informiert in diesem Zusammenhang über notwendige Überwachungsmaßnahmen und neue Empfehlungen zur Dosisanpassung.
Empfehlungen
Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende Kernempfehlungen zur Überwachung der Therapie mit Cobimetinib:
Laborkontrollen
Vor dem Beginn der Behandlung wird eine Bestimmung der Serum-CPK- und Kreatinin-Spiegel empfohlen.
Während der laufenden Therapie sollen diese Werte laut BfArM monatlich oder je nach klinischer Indikation kontrolliert werden.
Management bei Auffälligkeiten
Bei erhöhten Serum-CPK-Spiegeln wird empfohlen, das klinische Bild genau zu evaluieren. Es sollte geprüft werden, ob:
-
Anzeichen und Symptome einer Rhabdomyolyse vorliegen
-
Andere Ursachen für die CPK-Erhöhung verantwortlich sein könnten
Zudem verweist das Dokument auf neue, angepasste Empfehlungen zu Dosisreduktionen oder Therapieunterbrechungen beim Auftreten dieser Nebenwirkungen.
Kontraindikationen
Der Rote-Hand-Brief warnt explizit vor folgenden schwerwiegenden Risiken unter der Therapie mit Cobimetinib:
-
Erhöhtes Risiko für Blutungen
-
Risiko der Entwicklung einer Rhabdomyolyse
💡Praxis-Tipp
Ein zentraler Aspekt der Arzneimittelsicherheit bei Cobimetinib ist die konsequente Überwachung der Muskelenzyme. Es wird empfohlen, bereits vor Therapiebeginn einen Ausgangswert für CPK und Kreatinin zu bestimmen, um spätere Anstiege korrekt einordnen und eine drohende Rhabdomyolyse frühzeitig erkennen zu können.
Häufig gestellte Fragen
Laut Rote-Hand-Brief wird die regelmäßige Kontrolle der Serum-CPK- und Kreatinin-Spiegel empfohlen. Diese sollten vor Behandlungsbeginn und danach monatlich oder nach klinischem Ermessen bestimmt werden.
Bei einem Anstieg der Serum-CPK-Spiegel wird empfohlen, den Patienten auf klinische Anzeichen und Symptome einer Rhabdomyolyse zu untersuchen. Zudem sollten andere mögliche Ursachen für die Erhöhung differenzialdiagnostisch abgeklärt werden.
Das BfArM warnt vor dem Risiko von Blutungen und dem Auftreten einer Rhabdomyolyse. In diesem Zusammenhang wurden auch die Empfehlungen zu Dosisanpassungen bei diesen Nebenwirkungen aktualisiert.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: Rote-Hand-Brief zu Cotellic® (Cobimetinib): Risiko von Blutungen und Rhabdomyolyse (BfArM, 2017). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.