BfArM2016

Lenalidomid: Virus-Reaktivierung (Rote-Hand-Brief)

Diese Leitlinie stammt aus 2016 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2016)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Rote-Hand-Brief des BfArM aus dem Jahr 2016 zu Revlimid (Lenalidomid). Lenalidomid ist ein immunmodulatorischer Wirkstoff, der vorwiegend in der Hämatologie und Onkologie eingesetzt wird.

Die Sicherheitsinformation wurde in Zusammenarbeit mit der Celgene GmbH herausgegeben. Hintergrund der Warnung sind Berichte über schwerwiegende Komplikationen durch die Reaktivierung latenter Virusinfektionen unter der Therapie mit Lenalidomid.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende zentrale Sicherheitshinweise für die Praxis:

Risiko der Virus-Reaktivierung

Laut der Sicherheitsinformation wurden unter der Behandlung mit Lenalidomid Fälle von Virus-Reaktivierungen berichtet. Dies betrifft insbesondere Patienten mit folgenden Vorinfektionen:

  • Herpes-Zoster-Viren

  • Hepatitis-B-Viren (HBV)

Klinische Konsequenzen und Diagnostik

Es wird davor gewarnt, dass die Reaktivierung einer Hepatitis-B-Infektion in einigen Fällen zu einem akuten Leberversagen führte. In der Folge kam es bei betroffenen Patienten zum Tod.

Daraus leitet das BfArM folgende zwingende Maßnahme ab:

  • Der HBV-Status der Patienten ist vor dem Beginn einer Behandlung mit Lenalidomid abzuklären.

Kontraindikationen

Der Rote-Hand-Brief warnt ausdrücklich vor dem Risiko eines akuten Leberversagens mit möglicher Todesfolge durch eine Hepatitis-B-Reaktivierung unter der Therapie mit Lenalidomid.

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💡Praxis-Tipp

Gemäß dem Rote-Hand-Brief ist es essenziell, bei allen Patienten vor der Einleitung einer Therapie mit Lenalidomid den Hepatitis-B-Status abzuklären. Es wird dringend darauf hingewiesen, dass eine unerkannte latente HBV-Infektion unter der Behandlung zu einem lebensbedrohlichen Leberversagen führen kann.

Häufig gestellte Fragen

Der Rote-Hand-Brief warnt vor dem Risiko einer Reaktivierung von Virusinfektionen unter der Therapie mit Lenalidomid. Dies betrifft insbesondere Herpes-Zoster- und Hepatitis-B-Viren.

Laut der Sicherheitsinformation wurden vor allem Reaktivierungen von Herpes-Zoster-Viren sowie Hepatitis-B-Viren (HBV) bei Patienten mit entsprechender Vorinfektion beobachtet.

Die Reaktivierung einer Hepatitis-B-Infektion kann laut Rote-Hand-Brief zu einem akuten Leberversagen führen. In einigen berichteten Fällen endete diese Komplikation tödlich.

Es wird dringend empfohlen, den Hepatitis-B-Status jedes Patienten vor dem Beginn der Behandlung mit Lenalidomid abzuklären.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Revlimid® (Lenalidomid): Neuer wichtiger Hinweis zur Reaktivierung von Virusinfektionen (BfArM, 2016). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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