BfArM2008

Abacavir: HLA-B*5701 Testung vor Therapie (Rote-Hand-Brief)

Diese Leitlinie stammt aus 2008 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2008)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel basiert auf dem Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2008 zu Abacavir-haltigen Arzneimitteln. Da der Originaltext sehr kurz ist, wurden allgemeine medizinische Hintergrundinformationen zur Einordnung ergänzt.

Abacavir ist ein nukleosidaler Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NRTI), der in der antiretroviralen Kombinationstherapie der HIV-1-Infektion eingesetzt wird. Bei der Therapie mit Abacavir besteht das Risiko einer schweren, potenziell lebensbedrohlichen Überempfindlichkeitsreaktion (Hypersensitivitätssyndrom).

Da dieses Risiko stark mit dem Vorliegen eines spezifischen genetischen Markers assoziiert ist, wurden die Sicherheitsvorgaben für die Verordnung durch das BfArM entsprechend angepasst, um schwere Komplikationen zu verhindern.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert eine zentrale Sicherheitsvorgabe für die Einleitung einer Therapie mit Abacavir:

Verpflichtende genetische Testung

Laut BfArM ist eine Testung auf das HLA-B*5701-Allel vor Beginn einer Behandlung mit Abacavir zwingend erforderlich. Dies dient der Identifikation von Personen, die ein hohes Risiko für eine Abacavir-assoziierte Überempfindlichkeitsreaktion aufweisen.

Betroffene Arzneimittel

Die Vorgabe zur vorherigen Testung gilt gemäß dem Rote-Hand-Brief für folgende Medikamente:

  • Ziagen®

  • Kivexa®

  • Trizivir®

Es wird betont, dass die Testung vor der Erstverordnung jeglicher Abacavir-haltiger Präparate, unabhängig davon, ob es sich um Monopräparate oder Fixkombinationen handelt, durchgeführt werden muss.

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💡Praxis-Tipp

Vor jeder Erstverordnung von Abacavir-haltigen Medikamenten (wie Ziagen, Kivexa oder Trizivir) muss das Vorliegen des HLA-B*5701-Allels laborchemisch ausgeschlossen werden. Es wird dringend empfohlen, das Testergebnis abzuwarten, bevor die antiretrovirale Therapie mit diesem Wirkstoff initiiert wird, um potenziell lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Der Rote-Hand-Brief des BfArM schreibt die Testung auf das HLA-B*5701-Allel vor Beginn der Behandlung zwingend vor. Medizinischer Hintergrund ist das hohe Risiko für schwere Überempfindlichkeitsreaktionen bei Trägern dieses spezifischen Allels.

Laut BfArM betrifft die Testpflicht alle Abacavir-haltigen Arzneimittel. Namentlich genannt werden im Rote-Hand-Brief die Präparate Ziagen®, Kivexa® und Trizivir®.

Die Testung auf das HLA-B*5701-Allel ist laut Rote-Hand-Brief zwingend vor dem Beginn einer Behandlung mit Abacavir erforderlich. Ein nachträgliches Testen unter laufender Therapie wird den Sicherheitsvorgaben nicht gerecht.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Abacavir (Ziagen®, Kivexa® und Trizivir®) (BfArM, 2008). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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