Rezidiv nach allo-HSZT: Prävention, DLI und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Onkopedia|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation (allo-HSZT) stellt bei bestimmten hämatologischen Neoplasien oder benignen Erkrankungen eine potenziell kurative Therapie dar. Laut der Onkopedia-Leitlinie ist das Rezidiv jedoch aktuell der häufigste Grund für ein Therapieversagen nach einer Transplantation.

Die Häufigkeit von Rezidiven variiert je nach Grunderkrankung, Remissionsstatus und Art der Konditionierung zwischen 10 % und 50 %. Die Leitlinie unterscheidet bei den Behandlungsstrategien zwischen prophylaktischen, präemptiven und therapeutischen Interventionen.

Ziel der meisten Maßnahmen nach einer allo-HSZT ist die Modulation des Graft-versus-Leukämie-Effekts (GvL-Effekt). Da sich das medizinische Wissen kontinuierlich weiterentwickelt, wird eine individuelle Therapieentscheidung unter Berücksichtigung der patientenspezifischen Faktoren empfohlen.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist das Ansprechen auf Donorlymphozyten-Infusionen (DLI) bei schnell proliferierenden Erkrankungen (wie ALL oder DLBCL) gering. Es wird daher empfohlen, bei diesen Entitäten vor einer therapeutischen DLI-Gabe zunächst eine Kontrolle der Erkrankung durch Chemotherapie oder andere zielgerichtete Maßnahmen zu erreichen. Zudem wird betont, dass vor der Gabe von DLI oder spezifischen Antikörpern die medikamentöse Immunsuppression zwingend beendet sein sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie hat sich als praktikables Vorgehen erwiesen, mit einer prophylaktischen DLI erst mehrere Wochen nach Beendigung der Immunsuppression zu beginnen. Voraussetzung ist das Fehlen einer GvHD von mehr als Grad 1 sowie das Fehlen von Infektionen.

Die Leitlinie beschreibt den Einsatz von Sorafenib, Gilteritinib oder Quizartinib als Erhaltungstherapie bei FLT3-ITD/TKD mutierter AML. Für Midostaurin konnte hingegen kein Vorteil belegt werden, weshalb es nicht empfohlen wird.

Als erste präemptive Maßnahme bei positiver MRD oder gemischtem Chimärismus wird häufig eine zügige Reduktion und Beendigung der Immunsuppression beschrieben. Dies kann bei einigen Entitäten bereits ausreichen, um eine langfristige komplette Remission zu erreichen.

Bei einem Rezidiv einer CD19-positiven Vorläufer-B-Zell-ALL nach allo-HSZT sollte primär die Option einer CAR-T-Zelltherapie geprüft werden. Die Leitlinie gibt an, dass hiermit langanhaltende Remissionen erzielt werden können, oft auch ohne eine konsolidierende zweite Transplantation.

Die Leitlinie stellt fest, dass es für die Wahl des Spenders bei einer zweiten allo-HSZT keine ausreichende Datenbasis für eine eindeutige Empfehlung gibt. Ein Wechsel auf einen anderen Spender scheint nicht von Nachteil zu sein, jedoch kann auch der erste Spender erneut genutzt werden.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Rezidiv: Prävention und Behandlung (Onkopedia). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.