CochraneIa2025

Postpartale Depression: Prävention durch Stillförderung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die postpartale Depression ist eine psychische Erkrankung, die nach der Geburt auftritt und schwerwiegende Folgen für Mutter, Kind und Familie haben kann. Etwa 6 bis 13 Prozent der Frauen in Ländern mit hohem Einkommen sind davon betroffen.

Gleichzeitig können Stillschwierigkeiten das Risiko für die Entwicklung einer postpartalen Depression erhöhen. Ein positiver und kontinuierlicher Stillverlauf wird hingegen mit einem geringeren Risiko in Verbindung gebracht.

Dieser Cochrane-Review aus dem Jahr 2025 untersucht, ob gezielte Maßnahmen zur Stillförderung (psychosozial, pharmakologisch oder alternativ) im Vergleich zur Standardversorgung dazu beitragen können, postpartalen Depressionen vorzubeugen oder deren Symptome zu lindern.

Empfehlungen

Der Cochrane-Review fasst die Evidenz zu verschiedenen Interventionen der Stillförderung zusammen.

Psychosoziale Maßnahmen

Laut Review gibt es Evidenz von niedriger Vertrauenswürdigkeit, dass psychosoziale Maßnahmen zur Stillförderung:

  • das Auftreten einer postpartalen Depression kurzfristig (ein bis drei Monate nach der Intervention) verhindern können.

  • die Stilldauer langfristig (sieben bis zwölf Monate nach der Intervention) verlängern können.

Es ist laut den Autoren jedoch sehr unsicher, ob diese Maßnahmen depressive Symptome oder Ängste unmittelbar nach der Intervention reduzieren. Auch ein Effekt auf die Rate des ausschließlichen Stillens konnte nicht sicher nachgewiesen werden.

Alternative Maßnahmen

Der Review untersuchte auch alternative Ansätze wie Achtsamkeits- oder Meditations-Apps. Die Evidenz ist hierbei sehr unsicher.

Es konnte nicht belegt werden, dass solche Interventionen einen Effekt auf die Vorbeugung von Depressionen, Angstzuständen oder Stress haben.

Unerwünschte Ereignisse

In den eingeschlossenen Studien wurden keine unerwünschten Ereignisse berichtet, die direkt auf die Interventionen zur Stillförderung zurückzuführen waren. Der Review betont jedoch, dass in den meisten Studien unklar blieb, ob solche Ereignisse überhaupt systematisch erfasst wurden.

Verwendete Scoring-Systeme

In den eingeschlossenen Studien wurden laut Review standardisierte Scores zur Messung von Depressionen und Ängsten verwendet:

ScoreMessgrößeCut-off / Schweregrad
EPDS (Edinburgh Postnatal Depression Scale)Depressive Symptome> 10 Punkte (Verdacht auf Depression)
SAS (Zung Self-Rating Anxiety Scale)Angstsymptome45-59: leicht bis mittelschwer
SAS (Zung Self-Rating Anxiety Scale)Angstsymptome60-74: schwer
SAS (Zung Self-Rating Anxiety Scale)Angstsymptome> 75: extrem
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review weist darauf hin, dass kurze und begrenzte Interventionen oft nicht ausreichen, um komplexe Stillschwierigkeiten zu lösen. Es wird vermutet, dass eine längerfristige und häufigere Unterstützung notwendig ist, um das ausschließliche Stillen zu fördern und dadurch die psychische Gesundheit der Mutter positiv zu beeinflussen.

Häufig gestellte Fragen

Laut einem Cochrane-Review gibt es Hinweise von niedriger Vertrauenswürdigkeit, dass psychosoziale Stillförderung das Auftreten von postpartalen Depressionen in den ersten drei Monaten nach der Geburt verringern kann. Die Effekte auf bestehende depressive Symptome sind jedoch sehr unsicher.

Der Review fand Evidenz von niedriger Vertrauenswürdigkeit, dass psychosoziale Maßnahmen die Stilldauer langfristig (sieben bis zwölf Monate) verlängern können. Ein sicherer Effekt auf das ausschließliche Stillen in den ersten Monaten konnte jedoch nicht belegt werden.

Die aktuelle Studienlage zu alternativen Maßnahmen wie Achtsamkeits-Apps ist laut Review sehr unsicher. Es konnte bisher nicht nachgewiesen werden, dass sie postpartalen Depressionen vorbeugen oder Stress und Ängste signifikant reduzieren.

In den ausgewerteten Studien wurden keine unerwünschten Ereignisse im Zusammenhang mit den Interventionen gemeldet. Der Review schränkt jedoch ein, dass oft unklar war, ob Nebenwirkungen überhaupt systematisch untersucht wurden.

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Quelle: Cochrane Review: Breastfeeding interventions for preventing postpartum depression (Cochrane, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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