IQWiG2022Dermatologie

Plaque-Psoriasis: Bimekizumab Dosierung und Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht fasst die IQWiG-Nutzenbewertung (A21-110) aus dem Jahr 2022 zusammen. Bewertet wird der Wirkstoff Bimekizumab zur Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, für die eine systemische Therapie infrage kommt.

Die Bewertung unterscheidet zwei Fragestellungen basierend auf der Vorbehandlung. Fragestellung 1 betrachtet Personen, für die im Rahmen einer erstmaligen systemischen Therapie eine konventionelle Therapie nicht infrage kommt.

Fragestellung 2 umfasst Personen, die auf eine vorherige systemische Therapie unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben. Als zweckmäßige Vergleichstherapie dienen in beiden Fällen Adalimumab oder Secukinumab.

Empfehlungen

Der IQWiG-Bericht formuliert folgende Ergebnisse zum Zusatznutzen von Bimekizumab:

Erstmalige systemische Therapie

Für Personen ohne vorherige systemische Therapie zeigt sich ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie.

Dieser Zusatznutzen stützt sich auf positive Effekte in den folgenden Bereichen:

  • Höhere Raten an vollständiger Remission (PASI 100)

  • Bessere patientenberichtete Symptomfreiheit bezüglich Schuppung

Demgegenüber steht ein Anhaltspunkt für einen größeren Schaden im Bereich der schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse (SUEs). Dieser stellt den Vorteil laut Bericht jedoch nicht gänzlich infrage.

Vorbehandelte Patientengruppe

Für Personen mit unzureichendem Ansprechen oder Unverträglichkeit auf eine vorherige systemische Therapie ist ein Zusatznutzen nicht belegt.

Zwar zeigen sich Belege und Anhaltspunkte für einen geringen Zusatznutzen bei der patientenberichteten Schuppung und Rötung. Demgegenüber steht jedoch ein Beleg für einen größeren Schaden beträchtlichen Ausmaßes durch Pilzinfektionen (insbesondere orale Candidose).

Aufgrund dieses beträchtlichen Schadenspotenzials ergibt sich in der Gesamtschau kein Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen in dieser Patientengruppe.

Dosierung

Laut Fachinformation, die im Bericht zitiert wird, gelten folgende Dosierungsempfehlungen für Bimekizumab bei Plaque-Psoriasis:

PatientengruppeInitialdosis (Woche 0, 4, 8, 12, 16)Erhaltungsdosis (ab Woche 16)
Erwachsene Standarddosis320 mg s.c. (zwei Injektionen à 160 mg)320 mg s.c. alle 8 Wochen
Körpergewicht ≥ 120 kg ohne vollständige Symptomfreiheit an Woche 16320 mg s.c.320 mg s.c. alle 4 Wochen

Es wird empfohlen, ein Absetzen der Behandlung in Erwägung zu ziehen, wenn sich nach 16 Wochen keine Besserung zeigt.

Kontraindikationen

Der Bericht nennt basierend auf der Fachinformation folgende Kontraindikationen und Warnhinweise:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile

  • Klinisch relevante aktive Infektionen (z. B. aktive Tuberkulose)

Zudem wird vor einem erhöhten Risiko für Infektionen der oberen Atemwege und oraler Candidose gewarnt. Vor Behandlungsbeginn ist eine Untersuchung auf Tuberkulose zwingend erforderlich.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht hebt hervor, dass unter der Therapie mit Bimekizumab ein signifikant erhöhtes Risiko für Pilzinfektionen, insbesondere orale Candidosen, besteht. Es wird empfohlen, dies bei der Therapieentscheidung, besonders bei vorbehandelten Personen, stark zu gewichten und Betroffene entsprechend aufzuklären und zu überwachen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht beträgt die Standarddosis 320 mg subkutan in den Wochen 0, 4, 8, 12 und 16. Danach wird eine Erhaltungsdosis von 320 mg alle 8 Wochen empfohlen.

Bei einer erstmaligen systemischen Therapie sieht das IQWiG einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen. Bei vorbehandelten Personen ist ein Zusatznutzen aufgrund vermehrter Pilzinfektionen nicht belegt.

Der Bericht warnt insbesondere vor Infektionen der oberen Atemwege und Pilzinfektionen wie oraler Candidose. Zudem wird auf das Risiko schwerwiegender unerwünschter Ereignisse hingewiesen.

Wenn bei Personen ab 120 kg nach 16 Wochen keine vollständige Symptomfreiheit erreicht ist, kann laut Fachinformation eine Verkürzung des Dosierungsintervalls auf alle 4 Wochen erwogen werden.

Es wird empfohlen, ein Absetzen der Therapie zu prüfen, wenn nach 16 Behandlungswochen keine klinische Besserung der Plaque-Psoriasis eintritt.

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Quelle: IQWiG A21-110: Bimekizumab (Plaque-Psoriasis) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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